Diplomarbeit, 2004
102 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Methodische Einordnung von Plattformen und Marktplätzen
2.1. Handelsszenarien auf elektronischen Märkten
2.2. Zeitliche Entwicklung
2.3. Geschäftsmodelle:
2.4. Phasen einer Markttransaktion
2.5. Transaktionsmodelle
2.6. Vor- und Nachteile von elektronischen B2B Marktplätzen
3. Was ist notwendig zum erfolgreichen Betrieb einer B2B Plattform?
3.1. Voraussetzungen
3.1.1. Die „Kritische Masse“
3.1.2. Der „First mover“
3.1.3. Aufbau von Vertrauen
3.1.4. Know-How der Prozesse
3.1.5. Nutzen für die Anwender
3.1.6. Serviceintegration
3.2. Auswahlkriterien
4. Untersuchung vorhandener Abfall Börsen
4.1. Kriterienkatalog:
4.2. Gesamtergebnis (Zusammenfassung) der untersuchten Börsen:
4.2.1. Clickwaste.de
4.2.2. Abfallboerse.de
4.2.3. Abfallshop.de
4.2.4. Recycling Börse der IHK
4.2.5. Abfallbörse Schweiz
4.2.6. IneXX
4.2.7. Ebay
4.3. Bewertung des Gesamtergebnisses:
4.3.1. Die positiven / negativen Merkmale
5. Pflichtenheft / Konzeption
5.1. Zielbestimmung
5.2. Produkteinsatz
5.2.1. Zielgruppe
5.2.2. Betriebsbedingungen
5.3. Produktübersicht
5.4. Use Cases:
5.4.1. Use Case Registrierung
5.4.2. Use Case Auktionen verwalten
5.4.3. Use Case Auktionsmelder konfigurieren
5.4.4. Use Case Gebot abgeben
5.4.5. Use Case Gebührenkonto verwalten
5.4.6. Use CaseLogin
5.4.7. Use Case Auktionswatcher
5.5. Page Flows
5.6. Benutzeroberfläche
5.6.1. Startseite Abfallbörse
5.6.2. Registrierung
5.6.3. Login
5.6.4. Auktionsübersicht
5.6.5. Neue Auktion
5.6.6. Meine Auktionen
5.6.7. Auktionsmelder
5.6.8. Bewertungen
5.6.9. Kontostand
5.7. Technische Spezifikation
5.7.1. Datenbankentwurf
5.7.2. Klassendiagramm
5.8. Produktdaten und Leistungen
6. Ausblick
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und dem Aufbau einer B2B-Internet-Handelsplattform namens AWITRADE für die Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Ziel ist es, Erzeuger, Entsorger und Verwerter von Abfallstoffen effizient zusammenzubringen, dabei ökologische Aspekte wie die Optimierung von Transportwegen zu berücksichtigen und das bestehende Portal AWINET funktional zu erweitern.
2.5. Transaktionsmodelle
Im Folgenden werden die Vor- und Nachteile auf elektronischen Märkten anhand der angebotenen Funktionalität erläutert.
Ziel aller Transaktionsmodelle ist es Käufer und Verkäufer zusammenzuführen, sowie die Unterstützung der einzelnen Phasen.
Schwarze Bretter:
Die einfachste Form stellen Schwarze Bretter (Pinboards) dar. Anbieter stellen ihre Waren oder Kaufwünsche in verschiednen Kategorien ein. Das Hauptziel Schwarzer Bretter besteht darin, Käufer und Verkäufer zusammenzuführen.
Börsen / Exchange-Modell:
Der Begriff „Börse“ ist die Bezeichnung für einen Markt auf dem meist standardisierte Güter gehandelt werden. Käufer und Verkäufer handeln nach bindenden Regeln, müssen aber nicht am Handelsort anwesend sein.
Dieses Modell kann auch als Many-to-Many Modell bezeichnet werden da eine Vielzahl von Käufern und Verkäufern an einer gemeinsamen Stelle zusammengeführt werden. Käufer und Verkäufer geben zu Beginn Ihre Angebote bzw. Gesuche ab. Im Unterschied zu den Schwarzen Brettern werden die Akteure aber automatisch zusammengeführt. Der Handel wird meist über den Marktplatzbetreiber als Zwischenhändler abgeschlossen.
Auktionsmodell:
Beim Auktionsmodell tragen die Akteure zu Beginn ihre Waren bzw. Dienstleistungen die sie anbieten möchten ein. KUMAR und FELDMAN [1998] unterteilen den Prozess der Auktion in die folgenden sechs Schritte ein:
1. Registrierung von Käufer und Verkäufer
2. Einrichten eines bestimmten Auktionsereignisses
3. Zeitplanung und Ankündigung
4. Bieten
5. Auswertung der Gebote und schließen der Auktion
6. Abwicklung des Handels
Die Betreiber von online Auktionen finanzieren sich meistens durch eine zuvor festgelegte Provision die der Initiator der Auktion an den Betreiber zu bezahlen hat.
Im Gegensatz zum Börsenmodell handelt es sich hierbei um ein One-to-Many Modell.
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage im Bereich der Abfallwirtschaft und definiert die Ziele zur Erweiterung des AWINET-Portals um eine Handelsplattform.
2. Methodische Einordnung von Plattformen und Marktplätzen: Vermittelt theoretische Grundlagen zu elektronischen Märkten, Geschäftsmodellen und Transaktionsphasen im B2B-Umfeld.
3. Was ist notwendig zum erfolgreichen Betrieb einer B2B Plattform?: Analysiert kritische Erfolgsfaktoren wie die "kritische Masse", Vertrauensbildung und Prozess-Know-how für den Betrieb einer Plattform.
4. Untersuchung vorhandener Abfall Börsen: Evaluierung verschiedener bestehender Marktplätze und Börsen, um Best Practices und Optimierungspotenziale für das eigene Projekt abzuleiten.
5. Pflichtenheft / Konzeption: Umfassende technische und funktionale Beschreibung der geplanten Anwendung AWITRADE, inklusive Use Cases, Datenbankentwurf und Klassendiagrammen.
6. Ausblick: Gibt einen Ausblick auf die weiteren Schritte zur Implementierung sowie einen Entwurf für ein zukünftiges Gebührenmodell.
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Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und dem technischen Aufbau einer B2B-Internet-Handelsplattform für Akteure der Kreislauf- und Abfallwirtschaft.
Die zentralen Themen umfassen elektronische Marktplätze, die Analyse existierender Abfallbörsen, Prozessoptimierung in der Entsorgungswirtschaft und die softwaretechnische Umsetzung (Pflichtenheft und Spezifikation).
Das primäre Ziel ist die Erweiterung des bestehenden Netzwerks AWINET um eine Auktionsplattform namens AWITRADE, um Abfallströme zwischen Erzeugern und Entsorgern effizienter und ökologisch nachhaltiger zu gestalten.
Es wird eine methodische Einordnung elektronischer Märkte vorgenommen, gefolgt von einer empirischen Untersuchung und Evaluierung bestehender Marktplätze, um daraus Anforderungen für ein neues Software-Konzept abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Marktanalyse bestehender Abfallbörsen und die detaillierte technische Konzeption der Plattform (Datenbank, Klassen, Use Cases).
Wichtige Begriffe sind B2B-Handelsplattform, Abfallwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Auktionen, Software Engineering und Systemarchitektur.
Die kritische Masse beschreibt den notwendigen Zustand, bei dem genügend Angebot und Nachfrage auf der Plattform vorhanden sind, um einen liquidierten und für alle Akteure attraktiven Handel zu ermöglichen.
Da sich die Akteure im Internet-Umfeld oft nicht persönlich kennen, schafft ein Bewertungssystem Vertrauen zwischen Erzeugern und Entsorgern hinsichtlich der Zahlungs- und Lieferzuverlässigkeit.
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