Bachelorarbeit, 2015
94 Seiten, Note: 1,1
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
Kapitel 1: Handel in der globalisierten Welt
1.1 Zustandekommen eines globalen Welthandels
1.2 Die größten Akteure in der Weltwirtschaft
1.3 Notwendigkeit von Freihandelsabkommen
Kapitel 2: Freihandelsabkommen als handelspolitisches Instrument
2.1 Völkerrecht
2.1.1 Völkerrechtssubjekte
2.1.2 Rechtsquellen des Völkerrechts
2.1.3 Innerstaatliche Geltung und Wirkung völkerrechtlicher Verträge
2.2 Abschluss völkerrechtlicher Verträge
2.2.1 Wirksamwerden völkerrechtlicher Verträge
2.2.2 Wirkung völkerrechtlicher Verträge
2.3 Historie zur Entstehung regionaler Zusammenarbeit
Kapitel 3: Bestehende Freihandelsabkommen
3.1 NAFTA
3.1.1 Investitionsschutz
3.1.2 Enteignungen
3.1.3 Meistbegünstigung und Inländerbehandlung
3.1.4 Streitschlichtung
3.2 CETA
3.2.1 Innerstaatliche Regulierung
3.2.2 Staatliches Auftragswesen
3.3 EU-Korea FTA
Kapitel 4: TTIP EU/USA
4.1 Vorgeschichte
4.2 Bekenntnis der EU zur handelspolitischen Liberalisierung
4.3 Wem nutzt TTIP und welche Effekte sind zu erwarten
4.3.1 Abbau von Zöllen und Handelsbeschränkungen
4.3.2 Effekte auf den Arbeitsmarkt
4.3.3 Investitionsschutz und private Schiedsgerichte
4.3.4 Technische Normen und gemeinsame Standards
Kapitel 5 TTIP: Finale Einschätzung
5.1 Investorenschutz i. V. m. einer privaten Schiedsgerichtsbarkeit
5.2 Abbau tarifärer und nicht-tarifärer Handelsbeschränkungen
5.3 Fehlende Transparenz
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, eine fundierte Entscheidungsgrundlage hinsichtlich des geplanten transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP zu schaffen, indem sie dessen potenzielle Chancen und Risiken analysiert. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, inwiefern die aktuell diskutierten Vertragsinhalte den ökonomischen Nutzen gegen gesellschaftliche und politische Bedenken abwägen können.
Kapitel 4: TTIP EU/USA
Nach der ausführlichen Betrachtung möglicher Inhalte in Freihandelsabkommen, soll nun speziell auf die von TTIP eingegangen werden; jedoch begrenzt auf die in der derzeitigen Diskussion umstrittensten Themen. Zunächst jedoch wird die Historie beleuchtet um einen Eindruck davon zu bekommen, wie lange schon ein solches Abkommen geplant ist und welche strategische Intention dabei die EU und USA haben.
4.1 Vorgeschichte
Die Liberalisierung des transatlantischen Handels ist spätestens seit Mitte der 1990er Jahre ein wichtiges Projekt. Den aktuellen Verhandlungen gehen ein langjähriger transatlantischer Dialog und eine Vielzahl von Initiativen voraus. Nach Ende des kalten Krieges vereinbarten die EU und die USA regelmäßige Treffen zwischen der Europäischen Kommission, dem Europäischen Rat und Vertretern der US Regierung. Diese Treffen – unter dem Begriff der „Transatlantic Declaration“ – sollten Fragen der sicherheits- und kulturpolitischen Kooperation, sowie das Ziel einer ökonomischen Liberalisierung behandeln. Das Abkommen blieb jedoch wenig substanziell. Weiter regelte das 1991 beschlossene „Competition Policy Agreement“ lediglich wirtschaftspolitische Belange. Die Handels- und Investitionsbeziehungen erhielten mit der 1995 aufgelegten „New Transatlantic Agenda“ neuen Schwung und wurden durch die 1998 eingegangene „Transatlantic Economic Partnership“ bestärkt. Darauf basierend folgten bis ins Jahr 2002 neun weitere formale Abkommen in denen zahlreiche regulative Bereiche thematisiert wurden.
In den Jahren 2002 – 2005 folgten eine Reihe von Dialogforen, trotzdem konnten die vielen Initiativen keinen Erfolg verbuchen. Verschiedene Abkommen wurden zum einen wegen fehlendem Vertrauen und provozierten Disputen auf beiden Seiten nicht umgesetzt. Zum anderen mangelte es an Koordination und einer gewissen politischen Verbindlichkeit.
Kapitel 1: Handel in der globalisierten Welt: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen Beweggründe für Freihandelsabkommen durch eine Analyse globaler Handelsströme und der wirtschaftlichen Akteure.
Kapitel 2: Freihandelsabkommen als handelspolitisches Instrument: Hier erfolgt eine rechtliche Einordnung von Staatsverträgen im Kontext des Völkerrechts, um die Basis für das Verständnis von TTIP zu legen.
Kapitel 3: Bestehende Freihandelsabkommen: Anhand von NAFTA, CETA und dem EU-Korea FTA werden bewährte Konzepte und deren Auswirkungen auf Handel und Investitionen praxisnah dargestellt.
Kapitel 4: TTIP EU/USA: Dieses Kapitel widmet sich der historischen Entwicklung von TTIP und analysiert die prognostizierten Auswirkungen auf Arbeitsmärkte, Zölle und Investitionsschutz.
Kapitel 5 TTIP: Finale Einschätzung: Abschließend erfolgt eine kritische Würdigung der umstrittensten Punkte, wie die private Schiedsgerichtsbarkeit und das Transparenzdefizit, um die Meinungsbildung des Lesers zu unterstützen.
TTIP, Freihandelsabkommen, EU, USA, Welthandel, Investitionsschutz, Völkerrecht, Handelspolitik, Schiedsgerichte, ISDS, Globalisierung, Binnenmarkt, Handelshemmnisse, Arbeitsmarkt, Transparenz
Die Arbeit untersucht das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) und bewertet dessen mögliche ökonomische und rechtliche Konsequenzen.
Zu den Kernbereichen gehören das internationale Wirtschaftsrecht, die Auswirkungen von Handelsliberalisierungen auf Arbeitsmärkte und die Problematik von Investitionsschutzklauseln.
Das Ziel ist es, dem Leser eine solide Grundlage für eine fundierte Meinungsbildung zu bieten, ob das Abkommen in seiner geplanten Ausgestaltung befürwortet oder kritisch gesehen werden sollte.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, die historische Zusammenhänge sowie empirische Prognosemodelle zu Handels- und Wohlfahrtseffekten einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zum Welthandel, eine völkerrechtliche Analyse von Abkommen sowie eine konkrete Untersuchung von TTIP-Spezifika.
Wichtige Begriffe sind insbesondere TTIP, Freihandel, Investitionsschutz, ISDS, Transparenz und die regulatorische Kooperation.
Kritiker befürchten, dass Konzerne durch ISDS-Klauseln Gesetze untergraben und Staaten zu Entschädigungszahlungen zwingen könnten, ohne dass demokratische Kontrolle besteht.
Die Brauwirtschaft fordert den Abbau von Handelshemmnissen, weist jedoch darauf hin, dass nationale Regulierungshoheit beim Brauwasser- und Verbraucherschutz gewahrt bleiben muss.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

