Masterarbeit, 2015
60 Seiten
1. Einleitung
2. Definitionen
a. Intelligente Stadt (Smart City)
b. Big Data
c. Wissenschaftliche Kurzumfrage zu Smart Cities und Big Data
3. "Grand Paris", Projekt 2020
a. Stadtmarketing als Wettbewerbsmotor
b. COP21, die Umweltverschmutzung als Innovationstreiber
c. Paris, Stadt der Liebe - Stadt der Spiele ? Olympia 2024 als Wirtschaftsfaktor
4. Smart cities doch nicht so smart ?
a. Chancen und Risiken der Städte von morgen
b. EU Digital Agenda : Digitalisierung fördert urbane Wirtschaftlichkeit
c. Frage der Sicherheit und Kontrolle
5. Zusammenfassung und Fazit
a. Smarter smart cities als nächster Schritt
b. Französische Zusammenfassung (résumé français)
6. Literatur- und Quellenverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Risiken des Smart-City-Konzepts im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung, wobei die französische Hauptstadt Paris als primäres Fallbeispiel dient. Dabei wird insbesondere analysiert, wie moderne Technologien sowie die Nutzung von Big Data die städtische Planung, Verwaltung und Lebensqualität beeinflussen können, und inwieweit die Bürger aktiv in diese Transformationsprozesse eingebunden werden.
b. Big Data
Big Data soll das Städtemanagement revolutionieren. Doch was genau ist eigentlich dieser sagenumwobene Begriff?
Tatsächlich versteckt sich hinter diesem englischen Terminus eine Vielzahl an schwammigen Definitionen.
Der Österreicher Viktor Mayer-Schönberger, Professor für Internet Governance and Regulation an der Oxford University und Co-Autor von Big Data, beschreibt es wie folgt :
Big Data ist das, was man in großem, aber nicht in kleinem Maßstab tun kann, um neue Erkenntnisse zu gewinnen oder neue Werte zu schaffen, sodass sich Märkte, Organisationen, die Beziehungen zwischen Bürger und Staat und vieles mehr verändern. Es ist darüber hinaus die Fähigkeit, Informationen so nutzen, dass neue Erkenntnisse, Güter oder Dienstleistungen von bedeutendem Wert gewonnen werden (Mayer-Schönberger 2013: 13).
Die enormen technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre haben ganz neue Möglichkeiten der digitalen Datensammlung, -speicherung und -auswertung eröffnet. Die Produktion digitaler Daten ist exorbitant angestiegen – jeder Klick, jeder Schritt, jeder Pulsschlag lässt sich heute dokumentieren und durch Verknüpfung mit anderen Daten zu neuer Information verarbeiten. Die schiere Menge der Daten und der damit verbundenen Optionen, diese für verschiedenste Zwecke zu nutzen, beschreibt das Schlagwort Big Data. Mit ihm verbinden sich gleichermaßen Hoffnungen und Befürchtungen. Zum einen lassen sich Datensammlungen nutzen, um in der „Industrie 4.0“ Maschinen, Prozesse, Produkte und vieles andere optimal zu steuern.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die globalen Herausforderungen der Urbanisierung und führt in das Konzept der Smart City sowie die Bedeutung von Big Data ein.
2. Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Begriffe Smart City und Big Data und analysiert deren theoretische sowie praktische Relevanz für moderne Metropolen.
3. "Grand Paris", Projekt 2020: Hier wird das spezifische Fallbeispiel Paris untersucht, wobei der Fokus auf strategischen Stadtmarketing-Initiativen und dem Großprojekt Grand Paris 2020 liegt.
4. Smart cities doch nicht so smart ?: Dieser Teil kritisiert das Smart-City-Modell, beleuchtet soziale sowie datenschutzrechtliche Risiken und diskutiert die EU-Strategien zur Digitalisierung.
5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsperspektiven einer vernetzten Stadtgestaltung unter Einbeziehung der Bürger.
6. Literatur- und Quellenverzeichnis: Ein abschließendes Verzeichnis der genutzten wissenschaftlichen Literatur sowie Internetquellen.
Smart City, Big Data, Stadtplanung, Digitalisierung, Paris, Grand Paris 2020, Urbanisierung, Bürgerbeteiligung, Infrastruktur, Nachhaltigkeit, Datenschutz, Internet der Dinge, Informationstechnologie, Stadtentwicklung, Smart Mobility.
Die Arbeit untersucht das Konzept der Smart City und die Rolle von Big Data bei der Modernisierung städtischer Infrastrukturen und Verwaltungsprozesse.
Zu den zentralen Themen zählen die Definition der Smart City, das Großprojekt "Grand Paris 2020", die Chancen und Risiken der Digitalisierung sowie die Bedeutung von Datenschutz und Bürgerbeteiligung.
Ziel ist es zu hinterfragen, ob Paris als Smart City qualifiziert werden kann und in welchem Maße dabei die Potenziale und Gefahren von Big Data berücksichtigt werden.
Neben einer umfassenden Literatur- und Internetrecherche wurde eine wissenschaftliche Kurzumfrage unter Bürgern durchgeführt, um die öffentliche Wahrnehmung der städtischen Digitalisierung zu analysieren.
Der Hauptteil analysiert das Projekt Grand Paris 2020, diskutiert die EU-Strategie "Digital Agenda" und setzt sich kritisch mit Sicherheitsaspekten sowie den Risiken der Datensammlung auseinander.
Wichtige Begriffe sind Smart City, Big Data, Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und soziale Inklusion bei der Digitalisierung.
Paris wurde gewählt, da es als globale Metropole einerseits enorme Besucherzahlen aufweist und andererseits mit dem Projekt Grand Paris 2020 eine spezifische Strategie verfolgt, um sich im internationalen Wettbewerb als moderne Stadt zu positionieren.
Die Autorin betont, dass die aktive Einbindung der Bürger sowie der Schutz ihrer Privatsphäre entscheidend sind, um das Smart-City-Konzept gesellschaftlich akzeptiert und zukunftsfähig zu gestalten.
Zu den Risiken gehören die Überwachung der Bürger, eine mögliche Segregation durch digitale Ungleichheit und die Abhängigkeit von globalen Technologiekonzernen.
Paris befindet sich in einem komplexen Transformationsprozess; die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Erfolg einer Smart City nicht nur von technologischen Lösungen, sondern maßgeblich von einer strategischen, nachhaltigen und bürgernahen Umsetzung abhängt.
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