Examensarbeit, 2000
116 Seiten, Note: 2,7
1. EINLEITUNG
2. AUFGABEN UND ZIELE VON GRUNDSCHULE HEUTE
2.1 Der Bildungsauftrag der ´70-er versus dem Bildungsauftrag der ´80-er Jahre
2.2 Erwartungen an Grundschule heute
2.3 Der Bildungs- und Erziehungsauftrag in den Richtlinien für die Grundschule
3. KINDER IN EINER MULTIMEDIALEN GESELLSCHAFT
3.1Veränderungen in der Gesellschaft
3.2 Veränderungen in der Familie - Pluralisierung von Lebensformen
3.2.1 Kinder in Kleinfamilien
3.2.2 Kinder in alleinerziehenden Familien sowie Stieffamilien
3.3 Arbeitsgesellschaft versus Tätigkeitsgesellschaft
3.4 Bedeutung der Freizeit für die Gesellschaft
3.5 Größere Freiheit durch moderne Erziehungsstile ?
3.6 Veränderungen in der Raum- und Zeiterfahrung
3.7 Veränderungen durch die Medienwelt
3.8 Veränderte Kindheit
4. LERNKULTUR IM MULTIMEDIALEN ZEITALTER
4.1 Definition Lernkultur
4.2 Möglichkeiten für die Organisation von Unterricht und Lernen
4.2.1 Tradierte Form der Lernkultur
4.2.1.1 Traditionelle Lehr- und Lernformen
4.2.2 Lernkultur der Zukunft
4.2.2.1 Offene Lehr- und Lernformen
4.2.2.2 Die Rolle des Lehrers
4.2.2.3 Die Rolle der Schüler
4.2.3 Offener Unterricht
4.3 Die (neue) Rolle des Frontalunterrichts in einer neuen Lernkultur
4.4 Die Rolle der neuen Medien in einer neuen Lernkultur
5. SYSTEMISCH-KONSTRUKTIVISTISCHE VERSUS BEHAVIORISTISCHE PÄDAGOGIK
5.1 Behavioristische Lerntheorie
5.1.1 Klassisches Konditionieren
5.1.2 Operantes Konditionieren
5.2 Konstruktivistische Lerntheorie
5.2.1 Konstruktion
5.2.2 Rekonstruktion
5.2.3 Dekonstruktion
5.3 Form einer konstruktivistischen Didaktik
6. NEUE MEDIEN IM UNTERRICHT DER PRIMARSTUFE
6.1 Medienkompetenz und Medienpädagogik
6.2 Computer in der Grundschule
6.2.1 Einsatzmöglichkeiten des Computers im Unterricht der Grundschule
6.2.1.1 Schreiben und Publizieren mit dem Computer
6.2.1.2 Lernsoftware
6.2.1.3 Binnendifferenziertes Lernen durch den Einsatz des Computers
6.2.1.4 Motivation
6.2.2 Standort des Computers in der Schule
6.2.3 Chancen und Risiken des Computereinsatzes
6.2.4 Vorteile des Computereinsatzes für den Lehrer
6.3 Internet in der Grundschule
6.3.1 Geschichte des Internets
6.3.2 Das Internet und seine Werkzeuge
6.3.2.1 Informieren durch das Internet
6.3.2.2 Kommunizieren über das Internet
6.3.2.3 Präsentieren im Internet
6.3.3 Einsatzmöglichkeiten des Internets in der Lehr- Lernorganisation der Grundschule
6.3.3.1 Das Internet im Wochenplanunterricht
6.3.3.2 Das Internet im Werkstattunterricht
6.3.3.3 Das Internet im Projektunterricht
6.3.3.4 Einführung in das Internet und die Gestaltung einer Homepage mit einer vierten Klasse - Lernen über das Internet
6.3.3.5 Eine internetgestützte Unterrichtseinheit - Lernen mit dem Internet
7. DIE VIRTUELLE SCHULE - UTOPIE ODER GREIFBARE REALITÄT?
7.1 Was ist eine virtuelle Schule ?
7.2 Virtuelle Schulen und Klassenzimmer
7.2.1 Virtuelle Klassenzimmer
7.2.2 Die Spiegelschule
7.2.3 Die ‚Virtuelle Schule I & III‘ - Lernen im Internet
7.2.4 Die Fernuniversität Hagen
7.3 Die zukünftige Rolle der Lehrer im Computer und Internetzeitalter- Wird der Beruf des Lehrers überflüssig ?
8. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss moderner Medien, insbesondere des Internets, auf die Lernkultur an Grundschulen. Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie ein konstruktivistischer Unterricht durch den gezielten Einsatz digitaler Technologien gestaltet werden kann, um den veränderten Lebensbedingungen von Kindern in einer multimedialen Gesellschaft gerecht zu werden.
Die Rolle der neuen Medien in einer neuen Lernkultur
Will Schule ihre Aufgaben erfüllen, muss sie die Chancen, die ihr die neuen Medien Computer und Internet bieten, prüfend und reflektierend wahrnehmen. Der Einsatz des Computers und des Internets kann das offene, selbstständige Arbeiten der Schüler auch untereinander, wie es in einer neuen Lernkultur gefordert wird, positiv beeinflussen: „Auch wenn viele Kritiker vor der Vereinsamung vor dem Bildschirm warnen, wir halten gerade die Informationstechnologie für ein mögliches Tor zu neuer Gemeinsamkeit. Setzt man sie kritisch und wohlüberlegt ein, so bieten sich viele neue Partnerschaften, neue Kooperationen und neue Formen der Zusammenarbeit“ (Brauner/Bickmann 1996, 184).
Dafür bedarf es aber auch der Beschäftigung mit diesem Thema bereits in der Lehrerausbildung, um einen kompetenten Einsatz unter medienpädagogischen sowie mediendidaktischen Gesichtspunkten in der Schule zu ermöglichen. Die Lehrer haben die Aufgabe, ihre Schüler beim Lernen mit dem Computer und Internet so zu unterstützen, „...dass sie ihr Lernen - individuell und gemeinsam - selbst in die Hand nehmen“ (Schmidt 1996, 269). Dazu sollten die Lehrer ihnen beratend zur Seite stehen und sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Außerdem müssten sie dafür sorgen, dass die nötige Technik sowie Software organisiert wird.
Die Lernkultur würde sich dahingehend ändern, dass die Lehrer ihre Schlüsselposition als Vermittler von Sachwissen immer mehr zurückstellen und die Schüler noch selbstständiger arbeiten. Die Arbeit am Computer könnte, wenn sie richtig (von den Lehrern) organisiert wird, eine zusätzliche Möglichkeit zum Zusammenarbeiten der Schüler in offenen Lernsituationen und zur Aneignung sozialer Kompetenzen darstellen.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert den wachsenden Einfluss neuer Medien auf den Lebensalltag und begründet die Notwendigkeit, das Thema Internet an Schulen kritisch zu untersuchen.
2. AUFGABEN UND ZIELE VON GRUNDSCHULE HEUTE: Dieses Kapitel vergleicht den Bildungsauftrag der 70er Jahre mit aktuellen Anforderungen und betont die Bedeutung einer kindorientierten, ganzheitlichen Erziehung.
3. KINDER IN EINER MULTIMEDIALEN GESELLSCHAFT: Hier werden soziologische Veränderungen wie die Pluralisierung von Familienformen und der Wandel der Kindheit durch Medien sowie neue Zeit- und Raumwahrnehmungen analysiert.
4. LERNKULTUR IM MULTIMEDIALEN ZEITALTER: Es wird der Begriff der Lernkultur definiert und der Übergang von tradierter Frontalpädagogik hin zu offenen, schülerzentrierten Lernformen beschrieben.
5. SYSTEMISCH-KONSTRUKTIVISTISCHE VERSUS BEHAVIORISTISCHE PÄDAGOGIK: Dieses Kapitel stellt zwei gegensätzliche Lerntheorien gegenüber, um den theoretischen Rahmen für den Medieneinsatz in der Schule zu bilden.
6. NEUE MEDIEN IM UNTERRICHT DER PRIMARSTUFE: Hier stehen konkrete Einsatzmöglichkeiten von Computern und dem Internet sowie die damit verbundene Medienpädagogik im Vordergrund der praktischen Betrachtung.
7. DIE VIRTUELLE SCHULE - UTOPIE ODER GREIFBARE REALITÄT?: Der Autor reflektiert das Konzept der virtuellen Schule als Ergänzung oder Ersatz zum klassischen Unterricht und hinterfragt die zukünftige Rolle des Lehrers.
8. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht, dass Medien den persönlichen Lehrer-Schüler-Kontakt nicht ersetzen können, sondern als ergänzende Werkzeuge dienen sollten.
Grundschule, Lernkultur, Neue Medien, Internet, Konstruktivismus, Behaviorismus, Medienkompetenz, Offener Unterricht, Projektunterricht, Lehrerrolle, Anfangsunterricht, Kindheit, Sozialisation, Virtuelle Schule, Didaktik
Die Arbeit analysiert die veränderte Lernkultur an Grundschulen angesichts der zunehmenden Präsenz von Computer und Internet im Alltag von Kindern.
Die Schwerpunkte liegen auf der pädagogischen Einordnung digitaler Medien, der Analyse der sich wandelnden kindlichen Lebenswelt und der didaktischen Unterrichtsgestaltung.
Das primäre Ziel ist es, den sinnvollen, kritischen Einsatz neuer Medien im Sinne einer konstruktivistischen Pädagogik zu rechtfertigen und praxisnah zu erläutern.
Es handelt sich primär um eine theoretische Analyse auf Basis aktueller pädagogischer Fachliteratur, ergänzt durch Fallbeispiele aus der eigenen Unterrichtspraxis des Autors.
Im Hauptteil werden lerntheoretische Grundlagen (Behaviorismus vs. Konstruktivismus) erörtert und praktische Einsatzszenarien für Computer und Internet in verschiedenen Unterrichtsformen präsentiert.
Schlüsselbegriffe sind Medienkompetenz, Offener Unterricht, Konstruktivistische Didaktik, Medienpädagogik und die Veränderte Kindheit.
Nein, der Autor kommt zu dem Schluss, dass menschliche Bezugspersonen als Mediatoren und Lernberater unverzichtbar sind, auch wenn sich das Berufsbild wandelt.
Dieses Projekt dient als praxisnahes Beispiel dafür, wie internetgestützter Unterricht interdisziplinär und motivierend gestaltet werden kann, um reale Kommunikationsprozesse abzubilden.
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