Examensarbeit, 2015
74 Seiten
1. Einleitung und Übersicht
1.1. Problemaufriss
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen zum Umgang mit dem Tod
2.1. Definition Sterben
2.2. Definition Tod
2.3. Definition Trauer
3. Zum Umgang mit dem Tod in der Gesellschaft
3.1. Tabuisierung
3.2. Medien
3.3. Religionen
3.3.1. Christentum
3.3.2. Judentum
3.3.3. Islam
3.3.4. Konfessionsfreie
4. Der Umgang mit dem Tod bei Kindern und Jugendlichen
4.1. Tod
4.1.1. Die Entwicklung der Zeitwahrnehmung
4.1.2. Todeskonzepte von Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Entwicklungsstufen
4.2. Trauer
4.2.1. Trauerreaktionen bei Kindern und Jugendlichen
4.2.1.1. Die fünfphasige Konzeption von E. Kübler-Ross
4.2.1.2. Das vierphasige Modell von Y. Spiegel
4.2.1.3. Das vierphasige Modell von J. Bowbly
4.2.1.4. Das vierphasige Modell von V. Kast
4.2.2. Traueraufgaben bei Kindern und Jugendlichen
5. Der Umgang mit dem Tod in der Institution Schule
5.1. Trauersituationen in der Schule
5.1.1. Tod durch einen Unfall
5.1.2. Tod durch Krankheit
5.1.3. Tod durch Suizid
5.1.4. Tod eines Angehörigen
5.1.5. Tod durch Verbrechen oder Katastrophen
5.2. Gründe für eine schulische Auseinandersetzung
5.3. Forschungsergebnisse
6. Eigene Untersuchung: empirische Analyse aus der Sicht von Klassenlehrerinnen und -lehrern der Sekundarstufe I
6.1. Durchführung und Methode der eigenen Untersuchung
6.2. Analyse der Interviewdaten
6.2.1. Fallschule A
6.2.2. Fallschule B
6.2.3. Fallschule C
6.3. Diskussion der Ergebnisse
7. Ausblick
7.1. Schulkulturelle Verankerung
7.2. Schulinterne Fortbildung zum Umgang mit dem Tod
7.3. Teamarbeit und Kooperation innerhalb der Schule
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob an Schulen der Sekundarstufe I theoretische Grundlagen und spezifische Handlungsstrategien im Umgang mit dem Tod existieren und wie diese in der Praxis umgesetzt werden. Dabei steht die Perspektive von Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern im Mittelpunkt, um aufzuzeigen, wie diese mit der Konfrontation von Sterben, Tod und Trauer innerhalb des schulischen Kontextes umgehen.
Unfälle im Schulgebäude mit Verletzten oder Toten
Die Unfallstelle muss zügig abgesperrt werden, um Platz für die Rettungskräfte zu schaffen und Dritten schockierende Anblicke zu ersparen.
Die Rettungskräfte sind schnellstmöglich zu informieren (112). Dieses ist von den Lehrkräften und dem Krisenteam vorzunehmen. Zu bedenken ist, dass unverzüglich Maßnahmen zur ersten Hilfe anlaufen müssen. Sollten mehrere Lehrkräfte vor Ort sein, sollte trotz der belastenden Situation eine Lehrkraft Schulleitung (= informiert Krisenteam) und/oder Rettungskräfte schnellsten in Kenntnis setzen.
Sollte nur eine Lehrkraft vor Ort sein, sollte versucht werden, über Schüler die Verwaltung zu informieren. Je nach Art, Ablauf und Umfang der krisenhaften Information entscheidet die Schulleitung/das Krisenteam über
- Einschaltung Schulamt
- Einschaltung Psychologisches Krisenteam SSA (SKIT)
(siehe Ablauf oben)
1. Einleitung und Übersicht: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert die Relevanz sowie den strukturellen Aufbau der Untersuchung.
2. Theoretische Grundlagen zum Umgang mit dem Tod: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten Sterben, Tod und Trauer wissenschaftlich definiert, um ein theoretisches Fundament zu schaffen.
3. Zum Umgang mit dem Tod in der Gesellschaft: Dieses Kapitel betrachtet die gesellschaftliche Tabuisierung des Todes, den Einfluss der modernen Medien sowie verschiedene religiöse Todesvorstellungen.
4. Der Umgang mit dem Tod bei Kindern und Jugendlichen: Es werden die kindliche Zeitwahrnehmung, die Entwicklung von Todeskonzepten sowie verschiedene Phasenmodelle der Trauer detailliert dargelegt.
5. Der Umgang mit dem Tod in der Institution Schule: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Trauersituationen im Schulalltag und begründet, warum eine professionelle schulische Auseinandersetzung notwendig ist.
6. Eigene Untersuchung: empirische Analyse aus der Sicht von Klassenlehrerinnen und -lehrern der Sekundarstufe I: Hier wird das methodische Vorgehen der Interviews beschrieben, die Ergebnisse der Fallschulen analysiert und anschließend diskutiert.
7. Ausblick: Der abschließende Teil gibt Empfehlungen zur schulkulturellen Verankerung, Fortbildungsmöglichkeiten und der Bedeutung von Teamarbeit im Umgang mit dem Tod.
Schule, Tod, Trauer, Sterben, Trauerbegleitung, Krisenintervention, Sekundarstufe I, empirische Analyse, Lehrkräfte, Tabuisierung, Todeskonzepte, Schulkultur, Trauerreaktionen, Bestattungsrituale, Krisenmanagement.
Die Arbeit untersucht den Umgang mit dem Tod und Trauerfällen innerhalb der Institution Schule und analysiert dabei die Sichtweise und Handlungsstrategien von Klassenlehrkräften der Sekundarstufe I.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Definition von Sterben und Trauer, die gesellschaftliche Tabuisierung, die entwicklungspsychologischen Konzepte von Kindern beim Thema Tod sowie die institutionelle schulische Verantwortung.
Das Hauptziel ist es, herauszufinden, ob und wie Schulen auf Todesfälle vorbereitet sind, welche Handlungsstrategien existieren und wo der Bedarf an theoretischer und praktischer Unterstützung für Lehrkräfte liegt.
Die Autorin nutzt das problemzentrierte Interview als qualitative Forschungsmethode, um tiefere Einblicke in die individuellen Perspektiven und Erfahrungen von Lehrkräften an drei verschiedenen Fallschulen zu erhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Umgangs mit dem Tod bei Kindern und Jugendlichen sowie in eine empirische Analyse, die interviewbasierte Einzelfallstudien an Haupt- und Realschulen gegenüberstellt.
Wesentliche Begriffe sind Krisenintervention, Trauerpädagogik, schulische Schulkultur, Bewältigungsstrategien und die professionelle Begleitung von trauernden Kindern im Bildungskontext.
Der Krisenplan in Fallschule C dient als strukturierte Handlungsanweisung, die im Ernstfall sicherstellt, dass Eltern informiert, psychologische Teams hinzugezogen und der Informationsfluss nach außen professionell geregelt wird.
Die Interviewpartner berichten, dass Lehrkräfte mit der Fachkombination Religion aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung oft als erste Ansprechpartner in Trauerfällen fungieren und bei der Organisation von Trauerfeiern in der Schule eine Schlüsselrolle einnehmen.
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