Diplomarbeit, 2004
140 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Destination Nordirland
2.1. Allgemeine Fakten und Zahlen
2.1.1. Land und Leute
2.1.2. Landesnatur
2.1.3. Politik und Religion
2.1.4. Wirtschaft
2.2. Geschichte
2.2.1. Die Geschichte Irlands von den Anfängen bis zur Teilung 1921
2.2.2. Die Geschichte Nordirlands seit 1921
3. Der Terrorismus
3.1. Der Terrorismus – Allgemein
3.1.1. Historische und theoretische Grundlagen
3.1.2. Die Organisationsweise und Psychologie des Terrorismus
3.1.3. Der Terrorismus und die Medien
3.1.3.1. Allgemeiner Zusammenhang zwischen Terrorismus und Medien
3.1.3.2. Die Medien in Nordirland
3.1.4. Die Zukunft des Terrorismus
3.2. Der Terrorismus in Nordirland
3.2.1. Politische und historische Hintergründe
3.2.1.1. Die Troubles
3.2.1.2. Der Friedensprozess
3.2.2. Organisation, Aufbau und Wirkungsweise der beteiligten Kriegsparteien
3.2.2.1. Die Republikanischen Parteien und Paramilitärs
3.2.2.1.1. Die IRA
3.2.2.1.2. Sinn Féin
3.2.2.1.3. Republikanische Splittergruppen
3.2.2.2. Unionistische Verbände, Parteien und Paramilitärs
3.2.2.2.1. Loyalistische Paramilitärs
3.2.2.2.2. Unionistische/ Loyalistische Parteien
3.2.2.2.3. Oranier-Orden (Orange Order)
3.2.2.3. Die Sicherheitskräfte in Nordirland
3.2.2.3.1. Die Armee
3.2.2.3.2. Die Polizei
4. Der Tourismus in Nordirland
4.1. Theoretische Grundlagen
4.2. Der Tourismus in Nordirland
4.2.1. Facts and Figures - Fakten und Zahlen
4.2.2. Allgemeine Gegebenheiten und touristische Besonderheiten
4.2.2.1. Touristische Infrastruktur - Transport und Verkehr
4.2.2.2. Touristische Infrastruktur – Beherbergung
4.2.2.3. Touristische Infrastruktur – Gastronomie
4.2.2.4. Freizeitgestaltung – Sport
4.2.2.5. Freizeitgestaltung – Kultur
4.2.2.6. Gastfreundschaft
4.2.2.7. Ahnenforschung
4.2.3. Touristische Sehenswürdigkeiten und Anziehungspunkte
4.2.3.1. Belfast
4.2.3.2. County Antrim
4.2.3.3. County Armagh
4.2.3.4. County Down
4.2.3.5. County Fermanagh
4.2.3.6. County Derry
4.2.3.7. County Tyrone
4.2.4. Aufbau und Arbeitsweise touristischer Institutionen
4.2.4.1. Überregionale Institutionen
4.2.4.1.1. Tourism Ireland Ltd.
4.2.4.1.2. Northern Ireland Tourist Board (NITB)
4.2.4.1.3. Invest Northern Ireland/ Invest NI
4.2.4.1.4. Tourism Review Group
4.2.4.2. Regionale Tourismusorganisationen
4.2.4.2.1. Fermanagh Lakeland Tourism (FLT)
4.2.4.2.2. Derry Visitor & Convention Bureau
4.2.4.2.3. Kingdoms of Down (KOD)
4.2.4.2.4. Causeway Coast and Glens (CCAG)
4.2.4.2.5. Belfast Visitor & Convention Bureau (BVCB)
4.2.4.3. Internationale Partnerorganisationen: VisitBritain
4.3. Die Entwicklung des Tourismus in Nordirland
4.3.1. Die Anfänge des nordirischen Tourismus bis 1968
4.3.2. Der Tourismus in Nordirland von 1969 bis 1979
4.3.3. Der Tourismus in Nordirland von 1980 bis 1989
4.3.4. Der Tourismus in Nordirland von 1989 bis 1993
4.3.5. Der Tourismus in Nordirland von 1994 bis 1997
4.3.6. Der Tourismus in Nordirland von 1998 bis 1999
4.3.7. Der Tourismus in Nordirland ab dem Jahr 2000
5. Fazit: Auswirkungen des Terrorismus auf den Tourismus
5.1. Grundlegende Überlegungen
5.1.1. Definitionen, Strukturierungen und Klassifizierungen
5.1.2. Auswirkungen terroristischer Anschläge auf den Tourismus
5.1.3. Krisenmanagement
5.2. Zusammenhang Terrorismus – Tourismus: Nordirland
6. Perspektiven und Zukunftsaussichten für Nordirland
6.1. Politik und Wirtschaft
6.2. Tourismus
6.2.1. Produktpolitik und Marketing
6.2.1.1. Neue Märkte, Produkte und Zielgruppen
6.2.1.2. Vorhandene Märkte, Produkte und Zielgruppen
6.2.1.3. Imagewechsel
6.2.1.4. Anpassung an Trends
6.2.1.5. Gemeinsames Marketing
6.2.2. Personalpolitik
6.2.3. Tourismuspolitik
6.2.4. Einfluss eines wachsenden Tourismus auf die politische Stabilität
Die Diplomarbeit untersucht analytisch, wie terroristische Auseinandersetzungen den Tourismus in einer betroffenen Region beeinflussen, und wendet diese Erkenntnisse beispielhaft auf die touristische Entwicklung in Nordirland während und nach dem Nordirlandkonflikt an.
3.1.3. Der Terrorismus und die Medien
Ungeachtet der Vielfalt terroristischer Bestrebungen erweist sich die Erregung von Aufmerksamkeit für alle Terroraktivitäten als notwendig, um eine bestimmte, der Tat zugrundliegende Botschaft auch über ihre „Kriegsschauplätze“ hinaus zu vermitteln. Generell verfolgt der Terrorismus im Hinblick auf die öffentliche Wirkung zwei Hauptziele: einerseits geht es den Terroristen darum, möglichst viel Aufmerksamkeit zu erregen, zum anderen verfolgen sie den didaktischen Zweck, zu informieren, zu bilden und schließlich die Massen für die Ziele ihrer Revolution zusammenzuführen. Repräsentativen Untersuchungen in den USA zufolge liegt jedoch die Chance der Terroristen, durch gewalttätige Anschläge und die anschließende Berichterstattung zu überzeugen „effektiv bei null“. Trotz fehlender Sympathie üben terroristische Vorfälle aufgrund des offensichtlichen Nachrichten- und Unterhaltungswertes immer noch eine enorme Faszination auf die Medienkonsumenten aus. Im Gegensatz zur ursprünglichen Intention, Berichterstattungen nach Terroranschlägen im Sinne einer „Risiko-Kommunikation“ zu gestalten und das Publikum in die Lage zu versetzen, kompetent und verantwortungsbewusst Entscheidungen über mögliche Risiken zu treffen, stehen im heutigen Kommunikations- und Globalisierungszeitalter der Kampf um Quotenanteile und die Konsumentenbindung für den jeweiligen Anbieter im Vordergrund.
Bereits bei den ersten terroristischen Aktivitäten der Zeloten und Assassinen kann nachgewiesen werden, dass ein Publikum angesprochen wurde, das weit über die unmittelbaren Opfer ihrer Angriffe hinausreichte. Dennoch war es erst der Einfluss zweier essentieller Entwicklungen in der Medienlandschaft, der die Möglichkeiten schuf, die der moderne Terrorismus erfolgreich ausnutzen konnte: Mit der Erfindung der ersten dampfbetriebenen Druckpresse im Jahre 1830 begann die moderne Ära der Massenkommunikation, in der Informationen zunehmend schneller, aktueller und billiger und einer immer breiteren Masse an Menschen zugänglich wurden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den negativen Einfluss von Gewalt und Terrorismus auf den Tourismus und führt in das Fallbeispiel Nordirland ein.
2. Die Destination Nordirland: Dieses Kapitel vermittelt grundlegende Fakten über Geografie, Wirtschaft und Politik sowie die historische Entwicklung Nordirlands.
3. Der Terrorismus: Der Hauptteil analysiert theoretisch das Phänomen Terrorismus, dessen mediale Verwertung und beleuchtet detailliert die Konfliktparteien in Nordirland.
4. Der Tourismus in Nordirland: Hier wird die Tourismusbranche Nordirlands theoretisch eingeordnet und die historische Entwicklung der Besucherzahlen im Kontext des Konflikts detailliert analysiert.
5. Fazit: Auswirkungen des Terrorismus auf den Tourismus: Das Fazit synthetisiert die theoretischen Erkenntnisse mit dem Fallbeispiel und leitet Kriterien für Krisenmanagement und Sicherheitsverantwortung ab.
6. Perspektiven und Zukunftsaussichten für Nordirland: Dieser Abschnitt erarbeitet zukünftige Strategien zur Tourismusförderung unter Berücksichtigung von politischen und ökonomischen Faktoren.
Nordirland, Terrorismus, Tourismus, Friedensprozess, Nordirlandkonflikt, Krisenmanagement, Destinationsmarketing, IRA, politische Stabilität, Mediendarstellung, Sicherheitsinfrastruktur, touristische Entwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der analytischen Betrachtung des Einflusses, den terroristische Auseinandersetzungen auf den Tourismus ausüben, unter Verwendung Nordirlands als zentralem Fallbeispiel.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie des Terrorismus, dem Nordirlandkonflikt, der Analyse der touristischen Entwicklung Nordirlands sowie der strategischen Tourismusplanung in Krisenzeiten.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen terroristischer Gewalt und touristischer Nachfrage zu verstehen und Strategien aufzuzeigen, wie Nordirland als Tourismusdestination trotz seiner komplexen Geschichte nachhaltig stabilisiert werden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die Auswertung von Statistiken zu Gewaltopfern und Besucherzahlen sowie die Untersuchung tourismusspezifischer Entwicklungen und Institutionen.
Der Hauptteil analysiert Terrorismus allgemein, die Akteure des Nordirlandkonflikts, die Entwicklung des Tourismus in Nordirland über mehrere Jahrzehnte sowie Konzepte für Tourismusmarketing und Krisenmanagement.
Die zentralen Begriffe sind Nordirland, Terrorismus, Tourismus, Friedensprozess, Krisenmanagement, Destinationsmarketing und politische Stabilität.
Der Friedensprozess ab 1994 führte zu einem deutlichen Imagewandel Nordirlands, was in den Folgejahren zu massiven Investitionen und einem spürbaren Anstieg der Besucherzahlen führte, auch wenn der Prozess durch Rückschläge immer wieder auf die Probe gestellt wurde.
Die Medien fungieren laut der Arbeit als "Sauerstoff" für Terroristen, da sie durch sensationslüsterne Berichterstattung über den Konflikt ein negatives Bild der Region prägten und dadurch die touristische Nachfrage massiv und teilweise irrational beeinflussten.
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