Bachelorarbeit, 2015
51 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Patente und Patentaktivitäten
2.2 Die Neue Institutionenökonomik
2.2.1 Die Transaktionskostentheorie
2.2.2 Die Principal-Agent-Theorie
3. Patentaktivitäten aus organisatorischer und strategischer Perspektive
3.1 Die Organisation von Patentaktivitäten
3.1.1 Das strategische Management von Patentaktivitäten
3.1.2 Die Patent- und Markenabteilung als interner Dienstleister
3.2 Die Auslagerung von Patentaktivitäten
4. Chancen und Risiken bei der Auslagerung von Patentaktivitäten
4.1 Infineon Technologies AG
4.1.1 Unternehmen und Marktumfeld
4.1.2 Das Intellectual Property Management
4.1.3 Die Entscheidungsfindung zur Integration externer Patentkanzleien
4.1.4 Die Auswahl der externen Patentkanzleien
4.2 Thales Group
4.2.1 Unternehmen und Marktumfeld
4.2.2 Das IPM und die Entscheidungsfindung zur Auslagerung der Patentabteilung
4.2.3 Der Aufbau und Ablauf der neuen externen Technologiegesellschaft
4.2.4 Interne und externe Faktoren zur Auslagerung des Patentanmeldeprozesses
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen Unternehmen ihre Patentaktivitäten – insbesondere den Patentanmeldeprozess – auslagern sollten und wie dieser Prozess optimal gestaltet werden kann, wobei die Erkenntnisse anhand der Fallbeispiele Infineon Technologies AG und Thales Group illustriert werden.
3.1.1 Das strategische Management von Patentaktivitäten
Nachdem ein Patent erteilt worden ist, kann nicht zwangsläufig davon ausgegangen werden, dass dieses erfolgreich genutzt werden kann. Um dies zu gewährleisten muss über die gesamte Patentlaufzeit stetig dessen Wert und Nutzen im Auge behalten werden. Bedingt durch sich ständig ändernde Umfeldbedingungen insbesondere im Hinblick auf technologische Entwicklungen muss ggf. die Strategie angepasst werden. Gerade deshalb ist ein strategisches Management der Patentaktivitäten von großer Bedeutung (vgl. Burr 2007, S. 89).
Die Corporate Strategien bestimmen die Kernkompetenzen des Unternehmens, damit geht die Bestimmung der Produkte, welche verkauft und die Bestimmung der Märkte, welche erschlossen bzw. bedient werden sollen, einher. Wird in Erwägung gezogen einen Schwerpunkt auf F&E, Innovation, den Schutz gegen Imitation und die Verwertung von Patenten zu legen, so wird die Patentabteilung als zentrale Abteilung in die oberste Hierarchieebene integriert (vgl. Burr 2007, S. 91). Hierbei wird die Organisationsform der Stabsabteilung gewählt. Die Chancen der Geschäftsführung sind, dass strategische Patentaktivitäten ohne Berücksichtigung der Geschäftsbereiche zentral durchgeführt werden können. Damit ist intern lediglich eine Schnittstelle für Patentaktivitäten vorhanden; so wird ein effizienter und effektiver Ablauf für Patentaktivitäten unternehmensintern gewährleistet (vgl. hierzu und nachfolgend Gassmann; Bader 2011, S. 140). Andererseits könnten sich Risiken bei fehlenden gegenseitigen Kontrollen ergeben, wie es beispielsweise zwischen getrennten Rechts- und Patentabteilungen möglich wäre. In großen Unternehmen mit mehreren unterschiedlichen Geschäftsbereichen können die unterschiedlichen Abteilungen eine eigene Patentabteilung haben (vgl. Burr 2007, S. 91).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Patenten in wissensbasierten Gesellschaften und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Untersuchung bezüglich der Auslagerung von Patentaktivitäten.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Neue Institutionenökonomik, insbesondere die Transaktionskostentheorie und die Principal-Agent-Theorie, als theoretische Fundamente für die Analyse von Auslagerungsprozessen.
3. Patentaktivitäten aus organisatorischer und strategischer Perspektive: Hier werden die organisatorischen Aspekte des Patentmanagements sowie die Beweggründe und Herausforderungen bei der Auslagerung von Patentaktivitäten detailliert beschrieben.
4. Chancen und Risiken bei der Auslagerung von Patentaktivitäten: In diesem Kapitel werden die theoretischen Ansätze anhand der Fallbeispiele Infineon Technologies AG und Thales Group in der Praxis analysiert und diskutiert.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, würdigt kritisch die verwendeten Theorien und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf bezüglich der Organisation von Immaterialgüterrechten.
Patentmanagement, Auslagerung, Transaktionskostentheorie, Principal-Agent-Theorie, Intellectual Property Rights, Infineon Technologies AG, Thales Group, Patentanmeldeprozess, Innovationsmanagement, Outsourcing, Strategisches Management, Humankapital, Informationsasymmetrie, Schutzrechte, Fallstudie
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Entscheidung von Unternehmen, ihre internen Patentaktivitäten, insbesondere den Prozess der Patentanmeldung, an externe Dienstleister auszulagern.
Die zentralen Themen umfassen das Patentmanagement, die Gestaltung von Organisationsstrukturen für geistiges Eigentum sowie die ökonomische Bewertung von Outsourcing-Entscheidungen.
Ziel ist es zu untersuchen, wann ein Unternehmen den Auslagerungsprozess von Patentaktivitäten vollziehen sollte und wie dieser Prozess optimal gestaltet werden kann.
Die Arbeit nutzt als theoretischen Rahmen die Neue Institutionenökonomik mit ihren Teilgebieten Transaktionskostentheorie und Principal-Agent-Theorie, kombiniert mit einer explorativen Fallstudienanalyse zweier Großunternehmen.
Der Hauptteil analysiert die organisatorischen Perspektiven des Patentmanagements, die theoretischen Entscheidungsdeterminanten für Auslagerungen und wendet diese Erkenntnisse auf die praktischen Beispiele Infineon und Thales an.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Patentmanagement, Transaktionskosten, Principal-Agent-Beziehung, Intellectual Property, Strategische Allianz und Outsourcing geprägt.
Infineon wollte im Zuge der Unabhängigkeit von Siemens und des bevorstehenden Börsengangs schnell agieren und den Mangel an verfügbaren Spezialisten am Arbeitsmarkt durch die Nutzung externer Kanzleien kompensieren.
Bei Thales wurde zur Auslagerung eine neue Technologiegesellschaft mit finanzieller Beteiligung von Thales und der Patentkanzlei Marks & Clerk gegründet, um Kompetenzverluste zu vermeiden und Kosten zu senken.
Das Humankapital ist ein kritischer Faktor; beide Unternehmen stellten sicher, dass das spezifische Wissen der bisherigen Mitarbeiter durch Übernahme in die neuen Strukturen oder enge Zusammenarbeit erhalten blieb.
Die Arbeit stellt fest, dass die Theorien eine wertvolle Orientierung bieten, jedoch in der komplexen Unternehmenspraxis nicht alle Einzelfaktoren und Dynamiken vollständig operationalisierbar abbilden.
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