Bachelorarbeit, 2015
176 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
1.1 Eine Brücke zwischen Zuschauer und TV
1.2 Ziele dieser Arbeit
1.3 Vorgehensweise
2 Cultural Theories und die Berücksichtigung der LGBT-Community
2.1 Eine Einführung in die Cultural Studies
2.2 Gender und Queer: Kulturelle Geschlechterrollen und die Betrachtung der Queer Theory
2.3 Queer TV: Homosexuelle TV-Charaktere und Programmangebote für die LGBT-Community
3 Die Zukunft des Fernsehens
3.1 Das Fernsehen und seine Zuschauer im Wandel
3.2 Social-TV: Die Entstehung und der Versuch einer Begriffsabgrenzung
3.2.1 Einführung in die Forschungsbereiche von Social TV
3.2.2 Kommunikation und Information dank Second Screen
3.2.3 User-Generated-Content und Gamification als mögliche Social TV Ansätze
3.2.4 Die Nutzungsdimensionen Lean-Back, Lean-Forward & Dive-In
4 „Good evening Europe!“ - Der Eurovision Song Contest als mediales Mega-Event
4.1 Ein Wettbewerb im Wandel der Zeit
4.2 Die LGBT-Community und ihr Bezug zum ESC
4.3 Die digitale Distribution des Eurovision Song Contests
4.3.1 TV
4.3.2 Webseite
4.3.3 App
4.3.4 Social Media Channels
4.4 Bisherige Social-TV-Aktivitäten in vergangenen-Events
4.4.1 2010: Eurovision Flashmob-Dance & Wohnzimmer-Einblicke
4.4.2 2014: MyEurovision und der Social Green Room
4.4.3 2015: Video Bridges & Hashflags
4.4.4 Relevanz und Erfolge von Social TV beim Eurovision Song Contest
5 Empirische Analyse zum Einsatz von Social TV beim Eurovision Song Contest
5.1 Zielaspekte
5.2 Methodik
5.3 Vorstellung und Interpretation der Ergebnisse
5.3.1 Soziodemographische Daten
5.3.2 Verfügbare Technologien und Netzwerknutzung
5.3.3 Bewertung von vergangenen Social TV Kampagnen
5.3.4 Social TV Plattformen zur Parallelnutzung und Nutzungsmotive der Zuschauer
5.3.5 Gründe für die Nichtnutzung
5.3.6 Identifikation der Kommunikationstypen
5.3.7 Wünsche und Bedürfnisse der Social TV Nutzer
5.4 Reflexion der Methodik
6 Handlungsempfehlungen für zukünftige Eurovision Song Contests
6.1 Methodik
6.2 Konzept 1: ESConnect als Brücke zwischen Zuschauer und Künstler
6.2.1 Ergebnisse der Fokusgruppenbefragung mit einhergehender Konzept-Finalisierung
6.2.2 Chancen, Risiken und Kostenaufstellung
6.3 Konzept 2: „Join The Show“ zur Zuschauerintegration
6.3.1 Ergebnisse der Fokusgruppenbefragung mit einhergehender Konzept-Finalisierung
6.3.2 Chancen, Risiken und Kostenaufstellung
6.4 Konzept 3: „Colour Your Soul“ zur Aktivierung der LGBT-Community
6.4.1 Ergebnisse der Fokusgruppenbefragung mit einhergehender Konzept-Finalisierung
6.4.2 Chancen, Risiken und Kostenaufstellung
6.5 Reflexion der Methodik und Zusammenfassung
7 Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit hat zum Ziel, drei innovative Social-TV-Konzepte für den Eurovision Song Contest zu entwickeln, um die Zuschauerbindung durch eine tiefere Interaktion zu stärken. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf die LGBT-Community als elementare Zielgruppe gelegt, wobei die Arbeit mittels einer internationalen Online-Umfrage und Fokusgruppen analysiert, wie Social-TV-Instrumente zur Förderung von Akzeptanz und gesellschaftlicher Teilhabe eingesetzt werden können.
Die Nutzungsdimensionen Lean-Back, Lean-Forward & Dive-In
Nachdem nun das nötige Verständnis von Social TV vermittelt wurde, dient dieses Kapitel dazu, die Vielzahl an möglichen Social TV Aktivitäten seitens des Zuschauers übersichtlich und strukturiert in einem Social TV Modell darzustellen. Dabei lassen sich in der Literatur in der Regel stets die beiden Nutzungsdimensionen Lean-Back und Lean-Forward vorfinden. Aufgrund neuer technologischer Möglichkeiten und dem bereits vorhandenen Angebot, welches über die Lean-Forward-Dimension hinausgeht und daher ein tieferes Social TV Erlebnis gestattet, gilt es das Modell um eine dritte Dimension zu erweitern, welche von Sigler als Dive-in bezeichnet wird (Sigler, 2013, S. 17ff.). Darüber hinaus ist in allen drei Dimensionen zusätzlich die Aufteilung in Vorab-, Parallel- und Anschlusskommunikation zu beachten. Tabelle 1 zeigt das Social TV Modell unter Einbeziehung der sich verändernden Rolle des Zuschauers.
Die Dimension Lean-Back stellt dabei die passivste Rolle dar, die der Zuschauer in puncto Social TV eingehen kann. Im Vorfeld der Ausstrahlung kann er sich über die Sendung informieren, während der Ausstrahlung die Sendung konsumieren und im Anschluss Bewertungen und Kritiken anderer Zuschauer rezipieren. Typische Aktivitäten innerhalb der Lean-Back-Dimension sehen Buschow und Kollegen z. B. in den Check-ins von Social TV Anwendungen und im Konsum von Zusatzinformationen während der Sendung (Buschow et al., 2013a, S. 11).
Im nächsten Schritt betritt der Zuschauer die Lean-Forward-Dimension und wandelt sich dabei vom stillen und passiven Beobachter hin zu einem aktiven Teilnehmer an Diskussionen und Chats in Communities und trägt zur Meinungsbildung anderer Zuschauer bei. Des Weiteren nutzt er hierbei die Möglichkeit mit der Sendung via Social Media in direkten Kontakt zu treten und interagiert dabei mit den Beiträgen der TV-Sendung auf Facebook, Twitter und Co (Sigler, 2013, S. 18).
1 Einleitung: Begründung der Themenwahl Social TV in Verbindung mit dem Eurovision Song Contest sowie Definition der Forschungsfragen und methodischen Vorgehensweise.
2 Cultural Theories und die Berücksichtigung der LGBT-Community: Einführung in die Cultural Studies und die Queer Theory zur Untersuchung kultureller Identitäten und der TV-Präsenz von LGBT-Personen.
3 Die Zukunft des Fernsehens: Analyse des Wandels des Fernsehens hin zu Social TV unter Berücksichtigung von Second-Screen-Nutzung, User-Generated-Content und Gamification.
4 „Good evening Europe!“ - Der Eurovision Song Contest als mediales Mega-Event: Detaillierte Betrachtung des ESCs als Event, der Bedeutung für die LGBT-Community sowie der bisherigen digitalen Distributionskanäle und Social-TV-Aktivitäten.
5 Empirische Analyse zum Einsatz von Social TV beim Eurovision Song Contest: Vorstellung und Interpretation der Ergebnisse einer internationalen Online-Umfrage zu Nutzungsmotiven und Wünschen der ESC-Zuschauer.
6 Handlungsempfehlungen für zukünftige Eurovision Song Contests: Entwicklung und Evaluation von drei Social-TV-Konzepten mittels Fokusgruppen zur Verbesserung der Zuschauerintegration.
7 Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Anstöße für weiterführende wissenschaftliche Untersuchungen im Bereich Social TV.
Eurovision Song Contest, Social TV, LGBT-Community, Queer Theory, Second Screen, User-Generated-Content, Gamification, Fan-Integration, Zuschauerbindung, Medienkonvergenz, Cultural Studies, Online-Umfrage, Fokusgruppen, Mediennutzung, Digitale Distribution.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Analyse vergangener und der Konzeption künftiger Social-TV-Kampagnen für den Eurovision Song Contest, wobei ein besonderer Fokus auf die Einbeziehung der LGBT-Community gelegt wird.
Die Schwerpunkte liegen auf den Cultural Studies, der Queer Theory, der Entwicklung des modernen Fernsehens in Richtung Social TV sowie der digitalen Vermarktung und Zuschauerinteraktion bei Mega-Events wie dem ESC.
Das primäre Ziel ist es, drei neuartige Social-TV-Konzepte für den ESC zu entwickeln, die eine tiefere Integration der Zuschauer ermöglichen und speziell auf die Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen, inklusive der LGBT-Community, eingehen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu Medientheorien, einer internationalen Online-Umfrage zur Erhebung von Nutzerdaten sowie Fokusgruppen zur Evaluation der neu entwickelten Konzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Social-TV-Trends, die Analyse des ESCs als mediales Event, eine empirische Auswertung des bisherigen Nutzerverhaltens und die detaillierte Vorstellung sowie Bewertung der entwickelten Social-TV-Konzepte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Social TV, Eurovision Song Contest, Zuschauerintegration, LGBT-Community, Second Screen, Gamification und User-Generated-Content charakterisiert.
Die Studie zeigt, dass die LGBT-Community Social TV vermehrt zur aktiven Unterstützung von Themen wie Akzeptanz und Homosexualität einsetzt und generell einen höheren Aktivitätsgrad in sozialen Netzwerken im ESC-Kontext aufweist.
Der ESC gilt innerhalb der Community als ein zentrales, fast feiertagsähnliches Event, da die Sendung eine Plattform für Toleranz und Vielfalt bietet und es der queeren Gemeinschaft ermöglicht, Identität und Individualität in einem globalen medialen Rahmen zu spiegeln.
Die Untersuchung verdeutlicht eine hohe positive Resonanz auf bisherige Social-TV-Aktivitäten. Die Zuschauer wünschen sich vor allem eine zentrale Applikation, die alle sozialen Interaktionen bündelt und direkte Kontaktmöglichkeiten mit Künstlern im Green Room bietet.
Die Konzepte liefern konkrete Handlungsempfehlungen, wie durch Features wie "ESConnect", den "Europe Screen" oder zielgruppenspezifische GIF-Kampagnen eine längerfristige und intensivere Zuschauerbindung erreicht werden kann.
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