Masterarbeit, 2014
88 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Definition „KMU“
2.2 Definition „Internationale Rekrutierung“
3. Zur Bedeutung des Fachkräftemangels in Deutschland
4. Wettbewerbsnachteile von KMU gegenüber Großunternehmen
5. Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen für die grenzüberschreiten-de Personalakquise
5.1 Rechtliche Rahmenbedingungen zur Personalbeschaffung innerhalb der EU sowie aus der Schweiz und den EWR-Staaten
5.2 Das Gesetz über die Feststellung der Gleichwertigkeit von Berufsqualifikationen (BQFG)
5.3 Die Beschäftigungsverordnung zur Ausländerbeschäftigung (BeschV)
5.4.1 Die „Blaue Karte EU“ – Verspätetes Lockmittel für internationale Hochqualifizierte?
5.4.2 Kurzdarstellung zur Entstehung der „Blauen Karte EU“
5.4.3 Die Umsetzung der EU-Richtlinie 2009/50/EG in deutsches Recht
5.4.5 Der Einfluss der „Blauen Karte EU“ auf die beschäftigungs-orientierte Zuwanderung in Deutschland
5.5 Die Positivliste zur Besetzung von Stellen in Mangelberufen
5.6 Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
5.7 DIN 33430 zur Personalauswahl
6. Unterstützungsangebote für die internationale Rekrutierung
6.1 Die Fachkräfteoffensive der Bundesregierung
6.2 Finanzielle Projektförderung mit MobiPro-EU
6.3 Das ESF-BAMF-Programm zur berufsbezogenen Förderung von Zuwanderern
6.4. Das Förderprogramm Integration durch Qualifizierung (IQ)
6.5 Europäische Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung: EURES
6.6 Das European Career Orientation Project (ECO)
7. Aktuelles Rekrutierungsmanagement in KMU – Eine Bestandsaufnahme
7.1 Kosten und Gründe für die Zurückhaltung bei der internationalen Rekrutierung
7.2 Die Stimmung in der Gesellschaft als Entscheidungskriterium?
8. Nutzen der internationalen Rekrutierung für KMU
9. Internationale Personalakquise als Kosten-Nutzen-Analyse – Ein Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der internationalen Personalakquise für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland. Dabei wird analysiert, inwieweit die Rekrutierung aus dem Ausland eine tragfähige Handlungsoption darstellt, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wobei insbesondere die wettbewerblichen, arbeitsrechtlichen und interkulturellen Rahmenbedingungen und Herausforderungen beleuchtet werden.
5.4.1 Die „Blaue Karte EU“ – Verspätetes Lockmittel für internationale Hochqualifizierte?
Am 25. Mai 2009 wurde die „Richtlinie 2009/50/EG des Rates über die Bedingungen für die Einreise und den Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen zur Ausübung einer hochqualifizierten Beschäftigung“ vom Rat der Europäischen Union verabschiedet. Sie wird allgemein als europäische Antwort auf die US-amerikanische Green Card verstanden.
Die Ziele, die zum einen die Europäische Kommission, die als „Motor der Europäischen Integration“ gilt, und zum anderen die einzelnen Mitgliedstaaten mit der Verabschiedung einer derartigen Richtlinie verbunden haben, gehen in verschiedene Richtungen. Während die Kommission beim Erlass neuer EU-Rechtsvorschriften immer auch die fortschreitende Europäisierung der behandelten Politikbereiche im Auge hatte, ist den Mitgliedstaaten der Union - gerade mit Blick auf ihre innenpolitische Verantwortung - mehr daran gelegen, möglichst viel Souveränität auf nationalstaatlicher Ebene zu belassen und nur wenige Handlungskompetenzen an die supranationale Ebene der EU abzugeben.
Zwar konnten im Laufe der gemeinsamen Geschichte der Europäischen Union einige „Maßnahmen der Rechtsangleichung (etwa zum Familiennachzug und [zur] Antidiskriminierung)“ gemeinschaftlich beschlossen werden, die Handlungskompetenz für die weitere Integrationspolitik haben jedoch weiterhin die einzelnen Mitgliedstaaten.
1. Einleitung: Beleuchtet den demografischen Wandel als Ursache für den Fachkräftemangel und begründet die Relevanz der internationalen Rekrutierung für deutsche KMU.
2. Definitionen: Klärung der zentralen Fachbegriffe „KMU“ und „Internationale Rekrutierung“ als methodische Grundlage der Arbeit.
3. Zur Bedeutung des Fachkräftemangels in Deutschland: Analyse der aktuellen Arbeitsmarktsituation und der verschiedenen Studien zum Fachkräfteengpass in Deutschland.
4. Wettbewerbsnachteile von KMU gegenüber Großunternehmen: Untersuchung der spezifischen Herausforderungen von KMU im Wettbewerb um qualifiziertes Personal.
5. Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen für die grenzüberschreiten-de Personalakquise: Detaillierte Darstellung der gesetzlichen Vorgaben, einschließlich BQFG, Beschäftigungsverordnung, Blauer Karte EU und AGG.
6. Unterstützungsangebote für die internationale Rekrutierung: Überblick über staatliche Initiativen und Förderprogramme zur Unterstützung von KMU bei der ausländischen Personalbeschaffung.
7. Aktuelles Rekrutierungsmanagement in KMU – Eine Bestandsaufnahme: Analyse der gegenwärtigen Praxis und der Gründe für die Zurückhaltung bei grenzüberschreitenden Rekrutierungsbemühungen.
8. Nutzen der internationalen Rekrutierung für KMU: Darstellung der ökonomischen und strategischen Vorteile, die KMU durch die Gewinnung ausländischer Fachkräfte erzielen können.
9. Internationale Personalakquise als Kosten-Nutzen-Analyse – Ein Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Kosten und Nutzen der internationalen Personalsuche sowie abschließendes Fazit.
Internationale Rekrutierung, KMU, Fachkräftemangel, Personalakquise, Blaue Karte EU, BQFG, Arbeitsrecht, Interkulturelle Kompetenz, Diversity Management, Arbeitgeberattraktivität, Fachkräftesicherung, demografischer Wandel, Integrationsförderung, Ausländerbeschäftigung, Wettbewerbsfähigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der Strategie der internationalen Personalsuche als Antwort auf den Fachkräftemangel, speziell aus der Sicht kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Deutschland.
Die zentralen Felder umfassen die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen, Wettbewerbsnachteile von KMU, interkulturelle Herausforderungen bei der Personalauswahl sowie bestehende Unterstützungsangebote der Bundesregierung.
Das primäre Ziel ist es zu klären, ob die internationale Personalakquise eine sinnvolle und bewältigbare Option für KMU ist, um offene Stellen trotz Fachkräftemangel zu besetzen.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die Auswertung aktueller Studien und Berichte von Organisationen wie dem BMWi, der BA und verschiedenen Forschungsinstituten.
Der Hauptteil behandelt die gesetzlichen Grundlagen für ausländische Arbeitnehmer, die aktuelle Situation der KMU im Rekrutierungsprozess sowie konkrete Kosten- und Nutzenaspekte dieser Strategie.
Wichtige Begriffe sind internationale Personalakquise, KMU, Fachkräftemangel, Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen und interkulturelle Herausforderungen.
Das AGG untersagt Diskriminierung aufgrund ethnischer Herkunft, Geschlecht oder Religion, was Personalentscheidungen in deutschen Unternehmen rechtlich stärker reguliert und beispielsweise das Einfordern von Bewerbungsfotos problematisch macht.
Sie erleichtert hochqualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt durch geringere bürokratische Hürden und definierte Gehaltsuntergrenzen, wovon auch KMU profitieren können.
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