Bachelorarbeit, 2015
203 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Hintergründe und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Internationales Projektmanagement
2.1.1. Begriffsbestimmung
2.1.2. Besondere Herausforderungen internationaler Projektarbeit
2.1.3. Herausforderungen in der Projektarbeit mit China
2.2. Kulturtheorien im Überblick
2.2.1. Der Kulturbegriff
2.2.2. Die Kultureinteilung nach Edward Hall
2.2.3. Die Kulturdimensionen nach Fons Trompenaars
2.3. Interkulturelle Kompetenz - Zentraler Schlüsselfaktor
2.3.1. Definition
2.3.2. Dimensionen von interkultureller Kompetenz
2.3.3. Zielsetzungen von interkultureller Kompetenz
2.4. Stereotype und Vorurteile im interkulturellen Kontext
2.5. Erwerb von interkultureller Kompetenz
2.5.1. Lernspirale der interkulturellen Kompetenz
2.5.2. Anforderungen an interkulturelle Kompetenz
2.5.3. Entwicklungsmodell interkultureller Kompetenz
2.5.4. Interkulturelle Trainings zum Aufbau interkultureller Kompetenz
2.6. Zusammenfassung und Präzisierung der Zielsetzung
3. Methodisches Vorgehen
3.1. Aufbau der empirischen Untersuchung
3.2. Erläuterung und Auswahl der Methode
3.2.1. Qualitative Sozialforschung
3.2.2. Methodik der Datenerhebung und –erfassung
3.3. Die Erhebungsmethode
3.3.1. Das halbstandardisierte Interview
3.3.2. Konzeption des Interviewleitfadens
3.4. Pretest
3.5. Auswahl der Interviewpartner
3.6. Vorbereitungsphase der Interviews
3.7. Interviews mit deutschen Projektmanagern
3.8. Fehlerquellen im Interview
4. Ergebnisse
4.1. Datenaufbereitung und –auswertung
4.1.1. Auswahl des Auswertungsverfahrens
4.1.2. Auswertung der Interviews
4.1.3. Inhaltsanalytische Gütekriterien
4.2. Ergebnisse der Interviews
4.2.1. Begriffsverständnis internationales Projektmanagement
4.2.2. Herausforderungen in der Projektarbeit in China
4.2.3. Vorbereitung auf Projektmanagement in China
4.2.4. Begriffsverständnis interkulturelle Kompetenz
4.2.5. Bedeutung von interkultureller Kompetenz
4.2.6. Interkulturelle Kompetenzen des Projektleiters
4.2.7. Kompetenzen der Chinesen
4.2.8. Einstellungen und Wahrnehmungen der chinesischen Kultur und seiner Menschen
4.2.9. Vorherige Erfahrungen im Umgang mit anderen Kulturen
5. Diskussion
5.1. Interpretation der Interviewergebnisse
5.2. Beantwortung der Forschungsfrage
5.3. Qualität des eigenen Vorgehens
5.4. Kritische Reflexion des Forschungsprozesses
5.5. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss interkultureller Kompetenz auf die erfolgreiche Umsetzung internationaler Projekte in China aus der Perspektive deutscher Unternehmen zu untersuchen. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie Projektleiter interkulturelle Unterschiede wahrnehmen, welche Kompetenzen sie für die Zusammenarbeit mit chinesischen Teams benötigen und wie sich diese Kompetenzen im Projektalltag auf den Erfolg auswirken.
2.1.2. Besondere Herausforderungen internationaler Projektarbeit
Die Gründe für internationale Projektarbeit sind vielfältiger Natur. Unternehmen führen internationale Projekte durch, um sich zum Beispiel international auszurichten oder aber auch, um gemeinsam mit anderen Spezialisten neue Produkte zu entwickeln. Die Durchführung von Projekten im Ausland unterscheidet sich jedoch erheblich von denen im vertrauten nationalen Raum. Es verstärken sich soziale und fachliche Probleme. Die Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) führte im Jahr 2002 eine Umfrage bei international erfahrenen Projektmanagern aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen durch, um die wichtigsten Herausforderungen in internationalen Projekten festzustellen. Die Auswertung der Umfrage ergab 6 zentrale Problemfelder aus Sicht der Projektleiter, die in der folgenden Übersicht dargestellt sind.
In weiteren sich anschließenden Workshops wurden die Ergebnisse verifiziert und in die folgenden fünf Herausforderungsbereiche zusammengefasst: Kulturelle Unterschiede, Kommunikation/ Sprache, Rechtlich-politische Aspekte, Technologie/ Infrastruktur und Persönliche Aspekte, z. B. Verlegung des Wohnsitzes ins Ausland. Auch andere Umfragen haben ähnliche Ergebnisse hervorgebracht. Neben den bereits genannten Herausforderungen werden zusätzlich teilweise große geografische Entfernungen und unterschiedliche Zeitzonen genannt, die die Arbeit von internationaler Projektarbeit erschweren.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Globalisierung und die daraus resultierende Notwendigkeit der Internationalisierung von Projektarbeit ein, wobei China als zentraler Wirtschaftspartner betrachtet wird.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die Konzepte des internationalen Projektmanagements, verschiedene Kulturtheorien sowie das Konstrukt der interkulturellen Kompetenz und deren Erwerb theoretisch fundiert dargestellt.
3. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der empirischen Untersuchung, die Wahl des halbstandardisierten Interviews als Erhebungsmethode sowie die Kriterien der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
4. Ergebnisse: Hier werden die durch die Interviews gewonnenen Daten systematisch aufbereitet, kategorisiert und in Bezug auf die Fragestellungen der Arbeit analysiert.
5. Diskussion: Das Kapitel interpretiert die Ergebnisse der Interviews, beantwortet die zentrale Forschungsfrage und reflektiert kritisch den Forschungsprozess sowie die erzielten Erkenntnisse.
Interkulturelle Kompetenz, Internationales Projektmanagement, Chinakompetenz, Projektleiter, Qualitative Inhaltsanalyse, Kulturdimensionen, Entwicklungsmodell, interkulturelle Trainings, Arbeitskultur, Geschäftsgebaren, interkulturelle Sensibilität, Führung, Kommunikation, Vertrauensaufbau, Anpassung.
Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an Projektleiter bei internationalen Vorhaben in China und untersucht dabei insbesondere die Rolle der interkulturellen Kompetenz als Erfolgsfaktor.
Zentrale Themen sind die Herausforderungen der interkulturellen Projektarbeit, die Bedeutung kultureller Werte und Normen sowie die Entwicklung und Förderung interkultureller Kompetenz bei Projektmanagern.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit interkulturelle Kompetenz dazu beiträgt, internationale Projekte in China erfolgreich abzuwickeln und welche spezifischen Fähigkeiten dafür entscheidend sind.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf halbstandardisierten Interviews mit sechs in China erfahrenen deutschen Projektmanagern, deren Aussagen mittels Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des internationalen Projektmanagements und der interkulturellen Kompetenz erarbeitet, gefolgt von einer detaillierten Analyse der empirischen Ergebnisse aus den Interviews.
Die zentralen Schlagworte sind interkulturelle Kompetenz, internationales Projektmanagement, Chinakompetenz, kulturelle Anpassung und Führung in interkulturellen Kontexten.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Gesichtswahrung ein essenzieller Faktor für Höflichkeit und Harmonie ist und daher in der Kommunikation sowie im Führungsstil der Projektleiter in China zwingend berücksichtigt werden muss.
Das Modell von Bennett wird verwendet, um den dynamischen Prozesscharakter der Entwicklung interkultureller Kompetenz zu verdeutlichen, den Projektleiter durchlaufen, wenn sie mit fremden kulturellen Systemen interagieren.
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