Bachelorarbeit, 2015
57 Seiten, Note: 2,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen: Internationalisierungsstrategie
2.1 Begriffsdefinitionen
2.2 Entwicklung
2.3 Theorieansätze zur Erklärung für die Wahl von Markteintrittsformen
2.3.1 Uppsala-Modell
2.3.2 Transaktionskostentheorie
2.3.3 Eklektisches Paradigma
2.4 Markteintrittsformen
2.4.1 Filialisierung
2.4.2 Akquisition
2.4.3 Joint Venture
2.4.4 Franchising
2.5 Timing des Markteintritts
3 Zielmarkt : Türkei
3.1 Kurzer Überblick über die wirtschaftliche Lage
3.2 Wirtschaftliche Beziehungen zu Deutschland
3.3 Marktattraktivität
4 Analysen der Markteintritte ausgewählter deutscher Handelsketten in der Türkei
4.1 Schuhhandel - Deichmann
4.2 Drogeriehandel - Rossmann
4.3 Konsumgüter- und Einzelhandelsunternehmen - Tchibo
5 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Internationalisierungsstrategien ausgewählter deutscher Handelsunternehmen beim Markteintritt in die Türkei, um zu analysieren, welche Markteintrittsformen und Zeitpunkte gewählt wurden und inwiefern diese mit theoretischen Erklärungsansätzen korrelieren.
2.3.1 Uppsala-Modell
Das Uppsala-Modell, auch als Lerntheorie bezeichnet, gehört zu den verhaltensorientierten Erklärungsansätzen. In diesem Ansatz werden die Entscheidungen über Auslandsmarktbearbeitungen von einzelnen Personen, wie z. B. Managern oder Kapitelgebern getroffen.
In der Anlehnung an die Theorien von Cyert/March (1963), Aharoni (1966) und Penrose (1966) entwickelten JOHANSON und VAHLNE (1977) das Uppsala Modell an der schwedischen Universität von Uppsala. Das Modell bezieht sich auf die Ausdehnung der Internationalisierungsaktivitäten von Unternehmen und wie sie diese schrittweise durchzulaufen haben. Der Hauptgedanke ist dabei stufenweise Erfahrungen und Kenntnisse über Auslandsmärkte zu erwerben. Denn eine der wichtigsten Hindernisse bei der Entwicklung der Internationalisierung sei die fehlende Marktkenntnis.
Im Folgenden werden die zwei grundlegenden „Internationalisierungsmuster“ des Uppsala-Modells dargelegt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Internationalisierung für Handelsunternehmen und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Internationalisierungsstrategie: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen zur Internationalisierung erörtert und bedeutende theoretische Ansätze zur Markteintrittsformwahl, wie das Uppsala-Modell, die Transaktionskostentheorie und das eklektische Paradigma, detailliert vorgestellt.
3 Zielmarkt : Türkei: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Lage der Türkei, ihre bilateralen Beziehungen zu Deutschland und bewertet die Attraktivität des türkischen Marktes für Investoren.
4 Analysen der Markteintritte ausgewählter deutscher Handelsketten in der Türkei: Hier erfolgt eine praktische Untersuchung der Internationalisierungsstrategien von Deichmann, Rossmann und Tchibo, wobei deren tatsächliche Markteintritte den theoretischen Modellen gegenübergestellt werden.
5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Ergebnisse der Analyse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung deutscher Handelsunternehmen auf dem türkischen Markt.
Internationalisierung, Markteintrittsstrategie, Handelsunternehmen, Türkei, Filialisierung, Transaktionskostentheorie, Uppsala-Modell, Direktinvestition, Joint Venture, Markteintrittsformen, Deichmann, Rossmann, Tchibo, Wirtschaftsbeziehungen, Marktattraktivität
Die Arbeit analysiert die Strategien, mit denen deutsche Handelsketten in den türkischen Markt eingetreten sind und welche Faktoren diese Entscheidungen beeinflusst haben.
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Erklärungsansätzen für den Markteintritt, der wirtschaftlichen Analyse des Zielmarktes Türkei und der Untersuchung spezifischer Fallbeispiele aus dem Einzelhandel.
Das Ziel ist es, die gewählten Internationalisierungsstrategien der Unternehmen zu analysieren und zu prüfen, inwieweit diese mit wissenschaftlichen Modellen, wie der Transaktionskostentheorie oder dem Uppsala-Modell, übereinstimmen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus einer fundierten Literaturrecherche zu den theoretischen Ansätzen und einer detaillierten Analyse von Fallbeispielen bekannter deutscher Handelsketten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen (Kapitel 2), die Analyse des türkischen Marktes (Kapitel 3) und die konkrete Untersuchung der Markteintritte von Deichmann, Rossmann und Tchibo (Kapitel 4).
Wichtige Begriffe sind Internationalisierungsstrategie, Türkei, Markteintrittsformen, Direktinvestitionen, Filialisierung und die spezifischen Handelsunternehmen Deichmann, Rossmann und Tchibo.
Der Zeitpunkt des Markteintritts ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, da er zwischen der Pionierrolle, die First-Mover-Vorteile sichern kann, und der Folgerstrategie, die aus Fehlern der Pioniere lernen kann, unterscheidet.
Die Türkei wird durch ihr stabiles Wachstum, ihre junge und konsumfreudige Bevölkerung sowie ihre geografische Lage als ein attraktiver Wachstumsmarkt mit hohem Potenzial bewertet.
Die Filialisierung bietet dem Unternehmen das höchste Kontroll- und Einflusspotenzial über die eigenen Geschäftsprozesse, was trotz hoher Investitionskosten für viele Handelsketten vorteilhaft ist.
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