Diplomarbeit, 2009
86 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung und Gang der Untersuchung
2. Grundlagen und Anforderungen zur Kompetenzanalyse
2.1. Problemfelder des Kompetenz-Managements
2.1.1. Terminologische Herausforderungen
2.1.1.1. Vielfalt der disziplinären Bezugspunkte
2.1.1.2. Ganzheitlichkeit des Kompetenzkonstruktes
2.1.1.3. Klassifikationsbestimmung von Kompetenzen
2.1.2. Methodische Herausforderungen
2.1.2.1. Messtechnische Gütekriterien
2.1.2.2. Beobachtungsproblematik von Kompetenzen
2.1.2.3. Kontextgebundenheit und Einbezug komplexer sozialer Prozesse
2.2. Theoretische Grundlagen der Competence-based Theory of the Firm
2.2.1. Erklärungsziel
2.2.2. Grundannahmen
2.2.3. Argumentationskette
2.2.4. Die Findigkeit als Erklärungsäquivalent individueller Kompetenz
2.2.5. Organisationale Kompetenzen im Kontext des Entscheidungsmodells
2.2.6. Routinen und organisationale Kompetenzen
2.2.7. Reflexion der Erkenntnisse
2.3. Ableitung des Anforderungskataloges
2.3.1. Notwendige Anforderungen
2.3.1.1. Anforderungen an das Kompetenzverständnis
2.3.1.2. Anforderungen an die Kompetenzerfassung
2.3.2. Hinreichende Anforderungen
3. Das Behavioral-Event Interviews
3.1. Ursprung und Zielsetzung des BEI
3.2. Das Behavioral-Event Interview (BEI) als Erhebungsmethode
3.2.1. Kontrastgruppendesign
3.2.2. Erhebungsinstrument
3.3. Das Behavioral-Event Interview als Competency-Model
3.3.1. Kausalitätsannahmen des Competency-Model
3.3.2. Analyse zum Competency-Model
3.4. Analyse des Behavioral-Event Interviews
3.4.1. Das BEI im Kontext der notwendigen Anforderungen
3.4.1.1. Analyse des Kompetenzverständnisses
3.4.1.2. Analyse der Kompetenzerfassung
3.4.2. Das BEI im Kontext der hinreichenden Anforderungen
4. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Erklärungs- und Erfassungsmächtigkeit des Behavioral-Event Interviews (BEI) und analysiert dessen Einfluss auf das moderne Kompetenz-Management, um Anforderungen für eine effektive Kompetenzerfassung abzuleiten.
3.2.1. Kontrastgruppendesign
Das Kontrastgruppendesign besteht aus der Aufteilung einer speziellen Tätigkeits- oder Jobgruppe zugehöriger Akteure in Outstanding Performer (OP) und Typical Performer (TP). Über den Vergleich des Vorkommens, der Häufigkeit und der Ausprägung des in bestimmten kritischen Situationen gezeigten Verhaltens und der damit einhergehenden Gedanken und Gefühle lassen sich später Unterschiede zwischen Gruppen identifizieren. In der ursprünglichen Form des BEI wurden die Gruppenmitglieder anhand Nominierungen sog. „knowledgeable judges“ der jeweiligen Gruppe zugeordnet. McClelland begründet dies folgendermaßen: „[...] people agree more readily on who is outstanding than on what makes them outstanding, and because having judges rate characteristics supposedly related to success (rather than rating actually successful people) might result in biased criterion“.
1. Einleitung und Gang der Untersuchung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, warum strategisches Kompetenz-Management eher auf Rahmenbedingungen als auf starren Strategien basieren sollte, und skizziert das Ziel der Analyse des Behavioral-Event Interviews.
2. Grundlagen und Anforderungen zur Kompetenzanalyse: Dieses Kapitel erörtert die terminologischen und methodischen Herausforderungen bei der Erfassung von Kompetenzen und nutzt die Competence-based Theory of the Firm, um Kriterien für den Anforderungskatalog zu definieren.
3. Das Behavioral-Event Interviews: Hier wird die Methodik des BEI, bestehend aus Kontrastgruppendesign und Erhebungsinstrument, detailliert eingeführt und im Kontext der zuvor abgeleiteten Anforderungen kritisch analysiert.
4. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse über die Erfassungsmächtigkeit des BEI zusammen und diskutiert die Notwendigkeit einer prozessorientierten Re-Konzeptualisierung von Kompetenzen.
Kompetenz-Management, Behavioral-Event Interview, CbTF, Findigkeit, Organisationale Kompetenzen, Routinen, Kontrastgruppendesign, Kompetenzerfassung, Handlungsfähigkeit, Performance, Wissensmanagement, Selbstorganisation, Strategisches Management, Kompetenzkonstrukt, Arbeitspsychologie
Die Arbeit untersucht, wie das Behavioral-Event Interview (BEI) zur Erfassung von Kompetenzen beitragen kann und wie effektiv diese Methode im modernen Kompetenz-Management eingesetzt werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Kompetenz-Management, der Competence-based Theory of the Firm, der Methodik des Behavioral-Event Interviews und der prozessorientierten Analyse von Handlungskompetenzen.
Ziel ist es, die Erklärungs- und Erfassungsmächtigkeit des BEI zu bewerten und daraus Kriterien für eine wissenschaftlich fundierte und praxisrelevante Kompetenzerfassung in Unternehmen abzuleiten.
Die Arbeit nutzt einen theoretisch-analytischen Ansatz unter Einbeziehung der Competence-based Theory of the Firm, um die Anforderungen an eine Kompetenzerfassung zu definieren und das BEI kritisch zu reflektieren.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen zur Definition von Kompetenzen, die methodischen Herausforderungen ihrer Messung und die detaillierte Analyse der BEI-Methodik sowie deren Überprüfung an den abgeleiteten Anforderungen.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Kompetenz-Management, BEI, CbTF, organisationale Routinen und individuelle Handlungsdispositionen.
Durch den Vergleich von „Outstanding Performern“ und „Typical Performern“ können spezifische Verhaltensmuster und Gedanken identifiziert werden, die tatsächlich zum Erfolg in kritischen Situationen beitragen.
Die Findigkeit dient als Erklärungsäquivalent für individuelle Kompetenz, da sie die Fähigkeit beschreibt, unter radikaler Unsicherheit durch Informationsverarbeitung und Handlungsanpassung den eigenen Erfolg zu sichern.
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