Bachelorarbeit, 2014
51 Seiten, Note: 1,15
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
1 Einleitung
2 Kant zur Selbsttötung - Was macht den Suizid aus?
3 Die Begründung für das moralische Verbot der Selbsttötung
3.1 Strafen verlieren an Abschreckungswert
3.2 Zerstörung der moralischen Person im Menschen
3.2.1 Was heißt es nach Kant sich als Sache zu behandeln?
3.2.2 Zerstörung der moralischen Person
3.3 Unvereinbarkeit mit dem kategorischen Imperativ
3.3.1 Was besagt der kategorische Imperativ und was macht ihn aus?
3.3.2 Der menschliche Wille wird zweifach affiziert
3.3.3 Hypothetische und Kategorischen Imperative
3.3.4 Imperative der Geschicklichkeit und Imperative der Klugheit
3.3.5 Wie sind diese Imperative möglich?
3.4 Die Selbsttötung als Verstoß gegen die „unbedingte moralische Pflicht zur Selbsterhaltung“
3.5 Ein weiteres Argument Kants-Der Mensch ist Eigentum Gottes
4 Ausnahmen vom Verbot der Selbsttötung
4.1 Die Kasuistischen Fragen
4.1.1 Curtius
4.1.2 Seneca
4.1.3 Suizid als Vermeidung von Staatsverrat
4.1.4 Die Tollwut
4.1.5 Die Pockenimpfung
4.2 Schlussfolgerung
5 Fazit
6 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die zentralen Argumente von Immanuel Kant gegen die Selbsttötung zu systematisieren und herauszuarbeiten, wie seine moralphilosophischen Theorien als ethische Grundlage gegen Suizid und Tötung auf Verlangen verwendet werden können.
3.3.1 Was besagt der kategorische Imperativ und was macht ihn aus?
Der Begriff des Imperativs gebietet eine Handlung, spricht also ein Sollen aus. Überträgt man dies auf die Moralität so ergeben sich „Gebote der Sittlichkeit“, die sich auf Vernunft begründen und unbedingte Gültigkeit haben. Da der Mensch die Sittlichkeit als Eigenschaft in sich trägt, argumentiert Kant, dass dieser mit dem Selbstmord die Sittlichkeit tötet, da sie doch Teil des Menschen sei. Der kategorische Imperativ, für den Kant steht, ist eine allgemeine Formel, nach der zu handeln sittlich ist und dem entsprechend ihm zuwider zu handeln unsittlich.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die aktuelle Kontroverse um Sterbehilfe ein und begründet die Relevanz einer ethischen Klärung anhand der moralphilosophischen Position von Immanuel Kant.
2 Kant zur Selbsttötung - Was macht den Suizid aus?: Dieses Kapitel erarbeitet Kants enge Definition des Suizids als willkürliche Selbstentleibung, bei der die Person bewusst Urheber des eigenen Todes sein muss.
3 Die Begründung für das moralische Verbot der Selbsttötung: Hier werden Kants Kernargumente gegen den Suizid dargestellt, unter anderem die Abschreckungsfunktion von Strafe, die Zerstörung der moralischen Person und der Konflikt mit dem kategorischen Imperativ.
4 Ausnahmen vom Verbot der Selbsttötung: Dieses Kapitel prüft kritisch anhand von fünf kasuistischen Fragen, ob es nach Kants Logik moralisch vertretbare Ausnahmen vom generellen Suizidverbot geben kann.
5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass Kant den Suizid kategorisch als Verletzung der Pflicht gegen sich selbst und als Aufgabe des Status als moralisches Subjekt ablehnt, ungeachtet vereinzelter Verständnisbekundungen in den kasuistischen Szenarien.
6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen Kants sowie der sekundärphilosophischen Fachliteratur.
Immanuel Kant, Selbsttötung, Suizid, kategorischer Imperativ, moralische Person, Selbsterhaltung, Ethik, Pflichtenlehre, Sterbehilfe, Moralität, Vernunft, Autonomie, kasuistische Fragen, Menschheit, Tugendpflicht
Die Arbeit untersucht die moralphilosophische Haltung von Immanuel Kant zum Thema Selbsttötung und arbeitet die zentralen Begründungen für sein striktes Verbot des Suizids heraus.
Die zentralen Themen sind die Definition des Selbstmordes nach Kant, der kategorische Imperativ, die Pflicht zur Selbsterhaltung und die Auseinandersetzung mit ethischen Ausnahmefällen.
Ziel ist es, die Argumentationsstruktur Kants zu suizidethischen Fragestellungen zusammenzutragen und ihre Anwendbarkeit auf die heutige Debatte um Sterbehilfe aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer philologischen und systematischen Analyse von Kants moralphilosophischen Hauptschriften, ergänzt durch die Auseinandersetzung mit einschlägiger Sekundärliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begründung des Verbots (unter anderem durch den kategorischen Imperativ und die Pflicht zur Selbsterhaltung) und die Diskussion von kasuistischen Fallbeispielen.
Wichtige Begriffe sind Kant, kategorischer Imperativ, Selbsttötung, moralische Person, Pflicht gegen sich selbst und Autonomie.
Kant sieht darin einen Verstoß gegen die unbedingte moralische Pflicht, das moralische Subjekt in sich zu bewahren, da die Tötung des Naturwesens die Basis für moralisches Handeln zerstört.
Obwohl Kant in Fällen wie bei Curtius oder der Pockenimpfung menschliches Verständnis zeigt, kommt er zum Schluss, dass der Suizid kategorisch als Unrecht gilt, da der Mensch sich selbst zum Mittel zum Zweck degradiert.
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