Bachelorarbeit, 2015
58 Seiten, Note: 2,1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Historische Entwicklung und Hintergrund der Regularien
2.1 Entwicklung erster Vorschriften unter dem Glass-Steagall-Act
2.2 Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
2.3 Erste Eigenkapitalvorschriften von Basel I bis Basel III
3 Aufstellung der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften
3.1 Neues Rahmenwerk Basel III
3.2 Idee der Total Loss Absorbing Capacity
3.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Vorschriften
4 Kritische Würdigung der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften
4.1 Auswirkungen auf Banken
4.2 Wirkung auf Privat- und Firmenkunden
4.3 Effekt auf die Volkswirtschaft
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Tragfähigkeit der regulatorischen Anforderungen durch das "Total Loss Absorbing Capacity" (TLAC)-Konzept für global systemrelevante Banken und analysiert im Vergleich zu Basel III deren Auswirkungen auf die Kreditinstitute, deren Kunden sowie die gesamtwirtschaftliche Stabilität.
Total Loss Absorbing Capacity Bestandteile
Das finale Design der TLAC ist noch nicht bestimmt. Es besteht zudem keine Einheitlichkeit zwischen den Ländern. Es ist jedoch ausgeführt worden, dass die TLAC drei Bereiche beeinflussen wird. Zum einen soll die Quote der Eigenkapitalhinterlegung für die RWA auf 16 bis 20 Prozent erhöht werden. Neben der Erhöhung der Quote für die RWA soll die unter Basel III eingeführte Leverage Ratio von drei auf sechs Prozent verdoppelt werden. Zuletzt hat der FSB in seinem Entwurf formuliert, dass eine subjektive Quote eingeführt werden soll.
Die TLAC kann infolgedessen als ein Zwei-Säulen-Modell dargestellt werden. Folgende Abbildung verdeutlicht dies: Wie der Abbildung 5 zu entnehmen ist, definiert die Säule I die festen Quoten, die für jedes Institut gleich gelten sollen. Säule II hingegen wird definiert durch die individuelle Quote. Diese Quote soll sich an dem spezifischen Firmenrisiko, der Firmenstruktur, den nationalen Verhältnissen und der Risikobranche orientieren und die G-SIB’s dazu verpflichten, weiteres Eigenkapital zu hinterlegen. Durch Einführung der Säule II wird die Vielfalt der G-SIB’s berücksichtigt und in die Ermittlung der TLAC integriert. Aus welchen Instrumenten sich die individuelle Quote zusammensetzen soll, ist bisher nicht definiert worden. Allerdings wird sich diese Quote stärker auf risikoreichere Geschäftsmodelle auswirken. Um eine optimale individuelle Quote zu ermitteln, soll eine Crisis Management Group (CMG) eingeführt werden. Ziel der CMG wird künftig sein, eine Quote zu ermitteln, die eine potentielle Stresssituation einer Bank stemmen kann.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit neuer Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften nach der Finanzmarktkrise 2008, um das "Too Big to Fail"-Problem zu lösen und den Steuerzahler zu schützen.
2 Historische Entwicklung und Hintergrund der Regularien: Dieses Kapitel erläutert die regulatorische Historie, beginnend beim Glass-Steagall-Act bis hin zur Entwicklung des Baseler Ausschusses und der ersten Basel-Vorschriften.
3 Aufstellung der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften: Hier werden das Basel III-Rahmenwerk sowie das TLAC-Konzept im Detail beschrieben und deren rechtliche Umsetzung in den europäischen Markt analysiert.
4 Kritische Würdigung der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Auswirkungen der neuen Vorgaben auf die Kostenstruktur der Banken, die Verfügbarkeit von Krediten für Kunden und das langfristige Wirtschaftswachstum.
5 Fazit und Ausblick: Die Arbeit resümiert, dass die TLAC zwar zu einer höheren Stabilität führt, jedoch erhebliche Anpassungskosten und potenzielle Wettbewerbsnachteile für die betroffenen G-SIBs mit sich bringt.
TLAC, Basel III, Eigenkapital, Liquidität, G-SIB, Too Big to Fail, Leverage Ratio, Bankenaufsicht, Finanzstabilität, Risikomanagement, RWA, Bail-In, Kreditinstitute, Bankenregulierung, Eigenkapitalpuffer.
Die Arbeit analysiert die Einführung neuer Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften für global systemrelevante Banken und deren kritische Auswirkungen auf Finanzsysteme.
Die Schwerpunkte liegen auf den Basel III-Vorgaben, dem neuen TLAC-Konzept, den regulatorischen Instrumenten wie der Leverage Ratio sowie deren Auswirkungen auf Banken und Kunden.
Ziel ist es, die Tragfähigkeit der vorgeschlagenen TLAC-Regelungen zu erfassen und zu bewerten, ob diese die Banken überfordern oder tatsächlich zur Krisenprävention beitragen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich von Regulierungskonzepten sowie der Untersuchung empirischer Daten zu Kapitalkosten und RWA-Quoten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine detaillierte technische Analyse der Basel III- und TLAC-Bestandteile sowie eine kritische Würdigung der Folgen für alle Wirtschaftsakteure.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie TLAC, Basel III, Finanzstabilität, G-SIB, Eigenkapitalpuffer und regulatorische Arbitrage geprägt.
Das Modell teilt sich in feste Quoten (Säule I) und eine individuelle, risikobasierte Quote (Säule II), die von der CMG für jede Bank spezifisch ermittelt wird.
Ein Halteverbot ist notwendig, um Kettenreaktionen im Bankensektor zu verhindern, falls Bail-In-Instrumente bei einem Ausfall tatsächlich zur Verlustabsorption herangezogen werden.
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