Diplomarbeit, 2014
119 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Novellierung des Rettungsassistentengesetzes
2.1. „Lebenslanges Lernen“
2.2. Kernelemente der Notfallrettung
2.3. Das Aufgabengebiet der Rettungsassistenten
2.4. Die bisherige Ausbildung der Rettungsassistenten
2.5. Gesetzliche Regelungen
2.5.1. Notkompetenzregelung der Bundesärztekammer
2.5.2. Maßnahmenkatalog des DBRD e.V.
3. Kompetenzen
3.1. Kompetenzen und Veränderungen in der Notfallsanitäterausbildung
3.2. Das Kompetenztheoretische Modell im Kontext der Notfallsanitäterausbildung
3.2.1. Arten des Handelns
3.2.2. Arten des Lernens
3.2.3. Die Verknüpfung von Handeln und Lernen im Sinne der Kompetenzen
3.3. Anwendung des Kompetenzerwerbs im Sinne des EQR
3.4. Modulentwicklung auf Grundlage des Kompetenztheoretischen Modells
4. Angewandte Bildungstheorien
4.1. Impulse aus dem Behaviorismus
4.1.1. Offener und neu entdeckter Frontalunterricht
4.2. Impulse aus dem Kognitivismus
4.3. Impulse aus dem Konstruktivismus
4.3.1. Impulse aus der systemisch konstruktivistischen Denkweise
5. Handlungsorientiertes Lehren und Lernen
5.1. Merkmale des handlungsorientierten Lehren und Lernens
5.2. Grenzen des handlungsorientierten Lehren und Lernens
5.3. Die Lernanforderungen an den Bildungsteilnehmer
5.4. Die Lehranforderungen an den Lehrer
5.5. Lösungen für Probleme bei rettungsdienstrelevanten Gruppenarbeiten
6. Die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter – die „drei“ Lernorte
6.1. Lernort Schule – Theoretisch-Praktischer Unterricht
6.1.1. Handlungsorientiertes Lernen durch Lernfelder
6.1.2. Schwerpunkte in der Umsetzung des Lernfeldansatzes
6.2. Lernort Praxis – Praktische Ausbildung
6.2.1. Praxisanleitung / Praxisbegleitung
6.2.2. Lernortkooperation / Kommunikation
6.3. Lernort für Training und Transfer
6.3.1. Handlungsketten zum Erwerb von Fertigkeiten
6.3.2. Skills / Circle of Learning
6.3.3. Lern- und Praxisaufgaben zur Transferleistung
7. Evaluation als pädagogisches Mittel
7.1. Leitfragen, Ziele und die Planung von Evaluationen
7.2. Die Evaluation im gemeinsamen Kontext der Pädagogik
7.3. Hinweise für die Beteiligten einer Evaluation
7.4. Die Modifikation von Evaluationen
7.5. Vor- und Nachteile von Evaluationen bei Bildungsteilnehmern
7.5.1. Zensuren / Noten
7.5.2. Wortgutachten im Sinne der mündlichen Prüfung
7.5.3. Selbstbeurteilung
7.6. Evaluationsempfehlungen für die Ausbildung zum Notfallsanitäter
7.6.1. Hinweise zur Erstellung von schriftlichen und mündlichen Prüfungen
7.6.2. Überprüfung des Kompetenzerwerbs
8. Vergleich auf internationaler Ebene am Beispiel Finnlands
9. Diskussion
10. Zusammenfassung / Conclusion
11. Literaturverzeichnis
12. Anhang
Die Arbeit untersucht die pädagogischen Herausforderungen, die mit der Umstellung der zweijährigen Rettungsassistentenausbildung auf die dreijährige Notfallsanitäterausbildung einhergehen, und entwickelt einen pädagogischen Leitfaden für die Ausbildungspraxis.
2.5. Gesetzliche Regelungen
Im alltäglichen Arbeitsablauf sind die Rettungsassistenten im Notfalleinsatz oft auf sich allein gestellt und müssten ärztliche Maßnahmen ohne Beisein eines Arztes durchführen, um den Patienten vor schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen zu bewahren.
Die Rechtslage dafür ist jedoch noch immer nicht eindeutig geklärt. Schon 1992 kritisierte die Bundesärztekammer, dass unzutreffender Weise die Auffassung entstand, der Rettungsassistent wäre ein medizinischer Fachberuf, dem auch die Erlaubnis zur Durchführung spezifischer ärztlicher Leistungen im Rettungsdienst übertragen wurde.
Jedoch gilt für die Ausübung der Heilkunde eine gesonderte Erlaubnis oder der Arztvorbehalt. (HeilprG 1975:§1) Die Bundesärztekammer besteht hier auf eine klare Abgrenzung in der Zusammenarbeit mit den Rettungsassistenten. Sie beruft sich auf zwei konkrete Ansätze: 1. Dem Rettungsassistenten werden lediglich ärztliche Leistungen im Beisein des Arztes delegiert und 2. Im Sinne der „Notkompetenz“ des Rettungsassistenten greift der Rahmen des rechtfertigenden Notstandes. (Bundesärztekammer 1992:1)
1. Einleitung: Beschreibt die Notwendigkeit der pädagogischen Neukonzeption des Berufsbildes durch die Gesetzesnovellierung.
2. Novellierung des Rettungsassistentengesetzes: Analysiert die rechtlichen Hintergründe und die Notwendigkeit des Lebenslangen Lernens.
3. Kompetenzen: Erläutert die theoretischen Modelle und Arten des Kompetenzerwerbs im Kontext der Notfallsanitäterausbildung.
4. Angewandte Bildungstheorien: Diskutiert Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus als pädagogische Impulse.
5. Handlungsorientiertes Lehren und Lernen: Detailliert die methodische Umsetzung und die Anforderungen an Lehrkräfte und Teilnehmer.
6. Die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter – die „drei“ Lernorte: Behandelt die Verzahnung von Schule, Praxis und Training.
7. Evaluation als pädagogisches Mittel: Fokussiert auf Qualitätssicherung durch Prüfungsmethoden und formative Evaluation.
8. Vergleich auf internationaler Ebene am Beispiel Finnlands: Stellt den internationalen Kontext und die dortigen Ausbildungsmodelle dar.
9. Diskussion: Reflektiert die Gesamtergebnisse und Ausblicke für die berufliche Etablierung.
10. Zusammenfassung / Conclusion: Fasst die Kernergebnisse der Diplomarbeit zusammen.
Notfallsanitäter, Rettungsassistent, Kompetenzerwerb, Berufspädagogik, Handlungsorientierung, Lernfelder, Notkompetenz, Ausbildung, Evaluation, Didaktik, Praxisanleitung, Skillslab, Lebenslanges Lernen, Qualifikationsrahmen, Rettungsdienst.
Die Arbeit analysiert die pädagogischen Konsequenzen der Einführung der dreijährigen Notfallsanitäterausbildung und bietet einen Leitfaden für deren didaktische Ausgestaltung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Kompetenzentwicklung, der Anwendung verschiedener Bildungstheorien, dem handlungsorientierten Lernen und der Evaluation der Ausbildung.
Ziel ist es, pädagogische Herausforderungen bei der Etablierung des neuen Notfallsanitäter-Berufsbildes aufzuzeigen und Ansätze für eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu liefern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich didaktischer Modelle, ergänzt durch einen internationalen Blick auf das finnische Ausbildungssystem.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Kompetenzentwicklung, die praktische Umsetzung an den drei Lernorten (Schule, Praxis, Training) sowie die Gestaltung von Prüfungs- und Evaluationsprozessen.
Zentrale Begriffe sind Notfallsanitäter, Handlungsorientierung, Kompetenzerwerb, Lernfeldkonzept und Qualitätssicherung.
Die Autoren kritisieren die rechtliche Grauzone der Notkompetenz und fordern eine klare, kompetenzbasierte Regelung durch das neue Notfallsanitätergesetz.
Der Praxisanleiter wird als zentrale Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis definiert, für dessen Rolle eine pädagogische Zusatzqualifikation zwingend erforderlich ist.
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