Bachelorarbeit, 2015
57 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Methode
3 Gesundheitsdefinitionen und -modelle
3.1 Definitionen und Modelle
3.2 Unterschied Prävention – Gesundheitsförderung
4 Theorie Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)
4.1 Definition BGF
4.2 Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
4.3 Rechtliche Grundlagen
4.4 Akteure in Deutschland
4.5 Qualitätskriterien und Erfolgsfaktoren
5 BGF in der Pflege
5.1 Herausforderungen und gesundheitliche Belastungen
5.2 Besonderheiten im ambulanten Bereich
5.3 Chancen und Nutzen versus Barrieren und Kosten
5.3.1 Barrieren und Kosten
5.3.2 Chancen und Nutzen
6 Praktische Umsetzung von BGF im ambulanten Bereich
6.1 Theorie praktische Umsetzung
6.2 Besonderheiten im ambulanten Bereich
6.3 Praktische Umsetzung in einer Beispieleinrichtung
6.3.1 Beispieleinrichtung
6.3.2 Umsetzung
6.3.3 Herausforderungen und Besonderheiten
7 Kritische Würdigung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten und spezifischen Herausforderungen der Implementierung von Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) in einem kleineren ambulanten Pflegedienst, um die Gesundheit der Mitarbeiter langfristig zu erhalten und die Arbeitsbedingungen zu optimieren.
5.1 Herausforderungen und gesundheitliche Belastungen
Im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege allgemein treten verschiedene Probleme und Herausforderungen auf. Diese sind bedingt durch den demographischen Wandel, der nicht nur die zu versorgenden Menschen, sondern auch die Beschäftigten im Gesundheitswesen betrifft. Des Weiteren nehmen chronisch-degenerative Erkrankungen zu, innovative medizinische Technologien entwickeln sich stetig weiter und eröffnen neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Klienten sind durch verschiedenste Medien besser informiert und anspruchsvoller. Eine anhaltende gesundheitliche Belastung der im Bereich der Pflege und Betreuung arbeitenden Menschen nimmt zu.
Die Intensität und Verdichtung der Arbeit steigt an und Arbeitsanforderungen an die Beschäftigten verändern sich. Hinzu kommen gesundheitspolitisch bedingte Restriktionen der finanziellen Gegebenheiten. Konsequenzen machen sich in allen Bereichen des Gesundheitswesens bemerkbar und es herrscht bereits teilweise ein Arbeitskräftemangel vor (DNBGF 2011, 7; GKV-Spitzenverband 2009, 5; Weinmann 2005, 5). Auch die Arbeit im Schichtdienst, die den Biorhythmus durcheinanderbringt, Überstunden und fehlende Pausenzeiten tragen zu Unzufriedenheit der Pflegenden bei (DIMDI 2011, 5). Die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter nimmt ab, das Betriebsklima verschlechtert sich und Demotivation sowie innere Kündigung festigen sich (Spicker 2008, 22; Spicker, Schopf 2007, 1). Weiter können auch die Gesundheit negativ beeinflussende oder gefährdende Arbeitsbedingungen, schlechtes Betriebsklima oder fehlende Qualifikation des Mitarbeiters zu physischer sowie psychischer Krankheit und Arbeitsausfall führen und durch resultierende Ausfallzeiten folglich betriebswirtschaftlichen Schaden verursachen (ENBGF 2007, 2; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2002, 5f.).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden Anforderungen in der ambulanten Pflege durch den demographischen Wandel und stellt die Forschungsfrage zur praktischen Umsetzung von BGF-Maßnahmen.
2 Methode: In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen erläutert, das auf einer theoretischen Abhandlung durch Literaturrecherche und Online-Analysen basiert.
3 Gesundheitsdefinitionen und -modelle: Das Kapitel bietet eine theoretische Basis, indem verschiedene Gesundheitsmodelle, wie die Salutogenese und das Modell beruflicher Gratifikationskrisen, vorgestellt werden.
4 Theorie Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF): Dieses Kapitel definiert die BGF als modernen Managementansatz, erläutert die rechtlichen Grundlagen und nennt zentrale Akteure in Deutschland.
5 BGF in der Pflege: Hier werden die spezifischen Belastungsfaktoren in der ambulanten Pflege herausgearbeitet und die Chancen sowie Kosten einer betrieblichen Gesundheitsförderung gegenübergestellt.
6 Praktische Umsetzung von BGF im ambulanten Bereich: Dieses Kapitel verknüpft die Theorie mit der Praxis, indem ein systematischer Implementierungsprozess anhand einer Beispieleinrichtung detailliert dargestellt wird.
7 Kritische Würdigung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Bedeutung der Führungskraft, den Personal- und Zeitaufwand sowie die Notwendigkeit politischer Unterstützung für die BGF.
Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, ambulante Pflege, Pflegedienst, Gesundheitsmanagement, Arbeitsbelastung, Salutogenese, Prävention, Gesundheitsförderung, Arbeitsschutz, Betriebsklima, Mitarbeiterzufriedenheit, Gesundheitsmodell, Implementierung, Pflegepersonal
Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) in der ambulanten Pflege und untersucht, wie gesundheitsfördernde Maßnahmen in einem kleineren Pflegedienst erfolgreich umgesetzt werden können.
Zu den zentralen Feldern gehören die theoretischen Grundlagen von Gesundheit und BGF, die Analyse spezifischer Belastungsfaktoren im Pflegeberuf sowie Strategien für die praktische Implementierung und Evaluation von Maßnahmen.
Das primäre Ziel ist es, die Herausforderungen und Besonderheiten zu identifizieren, die bei der praktischen Umsetzung von BGF-Maßnahmen in einem kleineren ambulanten Pflegedienst gegeben sind.
Die Arbeit ist als theoretische Abhandlung konzipiert, welche auf einer umfangreichen Literaturrecherche in Fachdatenbanken sowie der Analyse von Online-Quellen und praxisnahen Leitfäden beruht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Definitionen, Modelle, rechtliche Grundlagen), eine detaillierte Analyse der Pflegesituation und eine praxisbezogene Beschreibung eines BGF-Projekts in einer Beispieleinrichtung.
Kernbegriffe sind insbesondere Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), ambulante Pflege, Belastungsfaktoren, Gesundheitsmanagement, Salutogenese und Mitarbeiterbindung.
Kleine Pflegedienste verfügen oft über begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen. Zudem erschweren die hohe Teilzeitquote, die dezentrale Arbeit der Pflegekräfte und ein oft hoher Zeitdruck die Organisation von gemeinsamen BGF-Maßnahmen.
Der Führungskraft kommt eine zentrale Vorbildfunktion zu. Sie ist dafür verantwortlich, BGF als personalpolitische Strategie zu integrieren, Ressourcen bereitzustellen und die Partizipation der Beschäftigten aktiv zu fördern.
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