Diplomarbeit, 1999
174 Seiten, Note: 1,0
1 EINFÜHRUNG UND ZIELSETZUNG
1.1 BEDEUTUNG VON KNOWLEDGE MANAGEMENT
1.1.1 Wissen als Ressource begreifen
1.1.2 Notwendigkeit des Knowledge Management
1.2 ERWARTUNGEN UND ZIELE
1.3 ÜBERBLICK
2 DIE THEORIE DES KNOWLEDGE MANAGEMENT
2.1 BEGRIFFE DER INFORMATIONSTHEORIE
2.2 WISSEN – INFORMATION IM KONTEXT
2.2.1 Implizites Wissen
2.2.2 Explizites Wissen
2.2.3 Echtes Wissen
2.3 INFORMATIONSMANAGEMENT VS. KNOWLEDGE MANAGEMENT
2.4 ANSÄTZE DES KNOWLEDGE MANAGEMENT
2.4.1 Der Humanorientierte Ansatz
2.4.2 Der Technologieorientierte Ansatz
2.4.3 Umfassender Knowledge Management-Ansatz
2.5 ZIELE DES KNOWLEDGE MANAGEMENT (NONAKA/TAKEUCHI)
2.5.1 Sozialisation
2.5.2 Externalisierung
2.5.3 Kombination
2.5.4 Internalisierung
2.5.5 Finales Überführen in Kollektivwissen
2.6 BAUSTEINE DES KNOWLEDGE MANAGEMENT (PROBST,RAUB,ROMHARDT)
2.6.1 Wissensziele
2.6.2 Wissensidentifikation
2.6.3 Wissenserwerb
2.6.4 Wissensentwicklung
2.6.5 Wissensverteilung
2.6.5.1 Zentrale Wissensverteilung
2.6.5.2 Dezentrale Wissensverteilung
2.6.6 Wissensnutzung
2.6.7 Wissensbewahrung
2.6.8 Wissensbewertung
2.6.9 Kritik des Modells
2.7 KNOWLEDGE MANAGEMENT ALS LEHRE
2.7.1 Japanischer Ansatz (Nonaki und Takeuchi)
2.7.2 Schweizerischer Ansatz (Probst,Raub,Romhardt)
3 DIE TECHNIK DES KNOWLEDGE MANAGEMENT
3.1 DIE PRAXIS DES KNOWLEDGE MANAGEMENT
3.1.1 Die Knowledge-Map als Wissensidentifikator
3.1.2 Der Knowledge-Broker als Wissensmittler
3.2 METHODEN DES KNOWLEDGE MANAGEMENT
3.2.1 Strategien des Wissenstransfers
3.2.1.1 Kodifizierung
3.2.1.2 Personifizierung
3.2.1.3 Die Umsetzung der „richtigen“ Strategie
3.2.2 Spezielle Methoden aus den verschiedenen IT-Bereichen
3.2.2.1 Computer Supported Cooperative Work (CSCW)
3.2.2.2 „Intelligente“ Informationssysteme
3.2.2.3 Agenten
3.2.2.4 Data Warehouses
3.2.2.5 Data Mining
3.2.2.6 Information Retrieval (IR)
3.2.2.7 Dokumenten Management Systeme (DMS)
3.2.3 Knowledge-Engineering
3.2.4 Anwendung von Knowledge Management: Expertensysteme
3.3 WERKZEUGE FÜR DAS KNOWLEDGE MANAGEMENT
3.3.1 Generierung von Wissen
3.3.2 Kodifizierung von Wissen
3.3.2.1 Knowledge-Bases
3.3.2.2 Knowledge-Maps
3.3.2.3 Thesauri und Wörterbücher
3.3.3 Transfer von Wissen
3.3.3.1 Zeitliche Entfernung
3.3.3.2 Physikalische Entfernung
3.3.3.3 Soziale Entfernung
3.3.4 Beurteilung existierender Werkzeuge
3.4 DIE ORGANISATION DES KNOWLEDGE MANAGEMENT
3.4.1 Wissensorientierte Prozesse
3.4.2 Die Prozesse des Knowledge Management im Detail
3.4.3 Vorgehensweisen für das Knowledge Management
3.4.4 Knowledge Management-Kultur: Organizational Learning
3.4.4.1 Erfahrungsorientierter Ansatz
3.4.4.2 Interpretationsorientierter Ansatz
3.4.4.3 Wissensorientierter Ansatz
3.4.4.4 Informationsorientierter Ansatz
3.4.4.5 Vergleich der OL-Ansätze
3.4.5 Moderne Organisationsformen
3.4.5.1 Die Hypertextorganisation
3.4.5.2 Das invertierte Unternehmen
4 DIE PRAXIS DES KNOWLEDGE MANAGEMENT
4.1 VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE WISSENSSCHAFFUNG
4.2 NOTWENDIGE EINGRIFFE IN DIE UNTERNEHMENSKULTUR
4.3 IT-BASIERTES KNOWLEDGE MANAGEMENT
4.3.1 Entwicklung von Managementkonzepten
4.3.2 Organizational Memory Information System (OMIS)
4.3.2.1 Organizational Memory (OM)
4.3.2.2 Organizational Learning (OL)
4.3.2.3 Organizational Knowledge (OK)
4.3.2.4 Anforderungen
4.3.2.5 Funktionen und Aufgaben
4.3.3 Intranetdienste
4.3.3.1 Dokumentenmanagement (Shared Folder)
4.3.3.2 Kommunikationsserver
5 PRAGMATISCHE UMSETZUNG
5.1 DARSTELLUNG DER CONNECTOR GMBH
5.2 BESCHREIBUNG DES PROJEKTS
5.2.1 Intention des Projekts
5.2.2 Systemumgebung
5.3 PROJEKTVORGEHEN
5.4 SPEZIELLE ANFORDERUNGEN AN EIN IT-BASIERTES KMS
5.5 STANDARDSOFTWARE FÜR KNOWLEDGE MANAGEMENT
5.5.1 Marktübersicht
5.5.1.1 Arago’s DocMe
5.5.1.2 Autonomy’s ActiveKnowledge™ und Knowledge Server™
5.5.1.3 Cipher Systems – Knowledge.Works
5.5.1.4 Excalibur RetrievalWare®
5.5.1.5 Fulcrum Knowledge Network
5.5.1.6 GrapeVINE
5.5.1.7 Opentext Livelink
5.5.1.8 POET Content Management Suite
5.5.1.9 Verity
5.5.2 Produktauswahl
5.6 KONZEPTION
5.7 IMPLEMENTIERUNG UND EINFÜHRUNG
5.7.1 Anforderungen und Installation
5.7.2 Benutzerdokumentation
5.7.2.1 Anmeldung
5.7.2.2 Suche
5.7.2.3 Sichten und Agenten
5.7.3 Beurteilung der verwendeten Software
6 FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung eines IT-basierten Knowledge Management Systems (KMS) in einem Beratungsunternehmen, um vorhandenes, aber ungenutztes Wissen der Mitarbeiter effizient zu identifizieren, zu verteilen und zu nutzen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Überbrückung der Lücke zwischen theoretischen Konzepten des Wissensmanagements und deren pragmatischer, IT-gestützter Umsetzung im Unternehmensalltag.
3.1.2 DER KNOWLEDGE-BROKER ALS WISSENSMITTLER
Ein anderes Instrument ist der Einsatz von Knowledge-Brokern („Wissenskontrolleure/-ingenieure“, aber auch Agenten), die einerseits als Vermittler zwischen Benutzer und Experten bzw. Wissensquellen und andererseits als Ermittler dienen können. Knowledge-Broker vermitteln Benutzer an den entsprechenden Experten und helfen ihnen dabei, Wissenslücken zu schließen oder entdecken neues Wissen im Auftrag von Benutzern in der Art eines „intelligenten Information Retrievals“ (durch Extraktion relevanter Informationen und durch Filterung von Informationen).
Sie bilden dabei in der ersten Ausprägung das Pendant zur Knowledge-Map. Aber wegen der extrem hohen Wissenskonzentration (der Knowledge-Broker muß natürlich wissen, wo sich relevantes, zuverlässiges, aktuelles und vollständiges Wissen befindet) besteht hier sicher ein Sicherheitsrisiko (z.B. durch Abwanderung sensitiven Wissens durch Personalfluktuation !).
Prinzipiell kann eine Kombination, d.h. der parallele Einsatz von Knowledge-Maps und Knowledge-Brokern, nicht schaden. Schon alleine deshalb, weil viele Menschen Fragen lieber an Menschen richten und weil Maschinen nicht ganz exakte Fragen meist mit noch viel ungenaueren (umfangreichen) Antworten beantworten, finden Informationssysteme nicht immer so guten Anklang, wie es sich das Top Management erwünscht oder erhofft.
1 EINFÜHRUNG UND ZIELSETZUNG: Einleitung in die Bedeutung von Wissen als Produktionsfaktor und Definition des Untersuchungsziels, IT-gestützte Wissensprozesse zu etablieren.
2 DIE THEORIE DES KNOWLEDGE MANAGEMENT: Fundierte Darstellung theoretischer Ansätze, Wissensarten und der Lebenszyklus-Bausteine nach Probst, Raub und Romhardt.
3 DIE TECHNIK DES KNOWLEDGE MANAGEMENT: Untersuchung spezifischer IT-Methoden und Werkzeuge, wie Agenten, Data Mining und Intranet-Dienste, zur technischen Unterstützung von Wissensprozessen.
4 DIE PRAXIS DES KNOWLEDGE MANAGEMENT: Detaillierte Betrachtung der organisatorischen Voraussetzungen und des Konzepts der "Organizational Memory Information Systems" (OMIS).
5 PRAGMATISCHE UMSETZUNG: Konkrete Projektbeschreibung der Einführung eines Knowledge Management Systems bei der Connector GmbH unter Evaluation verschiedener Softwarelösungen.
6 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Projektergebnisse und kritische Reflexion über die Qualität der eingesetzten Software sowie Ausblick auf die zukünftige Rolle intelligenter Agenten.
Knowledge Management, Wissenstransformation, Wissensmanagement, Organizational Learning, IT-Infrastruktur, Knowledge-Map, Knowledge-Broker, Wissensidentifikation, Wissensverteilung, Wissensnutzung, Wissensbewahrung, Wissensbasis, Expertensysteme, Wissensingenieur, Informationsmanagement
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung eines IT-basierten Wissensmanagementsystems in einem Beratungsunternehmen, um Wissen als strategischen Produktionsfaktor nutzbar zu machen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Verknüpfung von Organisationstheorie, Unternehmenskultur und technischer Softwarelösungen für Wissensmanagement.
Das Hauptziel ist die Überwindung der Lücke zwischen wissenschaftlicher Wissensmanagement-Theorie und einer pragmatischen, technischen Umsetzung in einem spezifischen Unternehmensumfeld.
Es wird ein Modellansatz verfolgt, der theoretische Bausteine des Wissenslebenszyklus (nach Probst et al.) mit einer praktischen Evaluation von Standardsoftware-Produkten für Wissensmanagement kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse relevanter IT-Methoden (wie Data Mining oder Intranet-Dienste) und die konkrete Fallstudie einer Projektumsetzung.
Wissensmanagement, Organizational Learning, Wissensbasis, Knowledge-Map, Information Retrieval und Wissensumwandlung gehören zu den prägenden Begriffen.
Die Arbeit betont, dass technische Systeme allein nicht ausreichen; die Bereitschaft zur Wissensweitergabe ("Knowledge-Sharing") und eine lernende Unternehmenskultur sind entscheidende Erfolgsfaktoren.
Der Autor stellt fest, dass die getesteten Lösungen oft eher als Informationsmanagement-Werkzeuge fungieren und trotz hoher technischer Komplexität häufig an mangelnder Akzeptanz oder unzureichender echter "Intelligenz" bei der Wissensaufbereitung scheitern.
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