Bachelorarbeit, 2015
84 Seiten, Note: 1,3
1. Definitionsansätze zum Begriff Glück
2. Darstellung Ansätze Schulfach Glück/Glück als Bildungsziel
2.1 Differenzierte Darstellung theoretischer Bezüge
2.1.1 FSI-System
2.1.2 Rubikonmodell
2.1.3 PSI-Theorie
2.2 Abgrenzung / Überschneidung mit anderen Konzepten
2.2.1. Salutogenese/Gesundheitsförderung
2.2.2. Kompetenzanbahnung/Persönlichkeitsentwicklung
3. Empirische Befunde / Evaluation „Schulfach Glück“
4. Möglichkeiten und Grenzen zur Implementierung in der Berufsfachschule für Pflege
Die Arbeit untersucht den Beitrag des „Schulfach Glück“ zur Stärkung der Persönlichkeit und Förderung der Gesundheit sowie Lernfähigkeit an beruflichen Schulen, insbesondere im Kontext der Krankenpflegeausbildung.
1. Definitionsansätze zum Begriff Glück
Mill hielt es für unbestreitbar, „ohne Glück auszukommen“: „Unfreiwillig kommen nämlich neunzehn Zwanzigstel der Menschen ohne Glück aus“ (1861/1985, S. 28).
Aristoteles erklärte hingegen im 5. Jahrhundert v. Chr. zu Beginn seiner Nikomachischen Ethik, alle Menschen würden nach Glück streben (vgl. NE, 1095). Das Glücksstreben der Menschen unterliege nach Aristoteles einem Wandel: „Nach dem Glück gefragt, nennt Aristoteles zufolge jeder etwas anderes (...) und oft auch ein und derselbe Verschiedenes: wenn er krank ist, die Gesundheit, wenn er arm ist, den Reichtum“ (NE, 1035).
Das Wort „Glück“ ist vom mittelhochdeutschen Wort „gelücke“ oder „(ge)lucke“ abgeleitet. Im ursprünglichen Sinne meint es den guten Ausgang eines Ereignisses oder einer Situation. Früher ging man davon aus, das Glück primär external bestimmt war. Es war undenkbar, das „Glück“ durch eigene Fähigkeiten und Kompetenzen beeinflussen zu können. Eine Selbstbestimmung des Glücks war also ausgeschlossen. Man konnte nach den damaligen Vorstellungen kein Anrecht auf Glück besitzen, es sich auch nicht erarbeiten. Man glaubte an die Zufälligkeit und Schicksalshaftigkeit von Glück, im Sinne des Zusammentreffens besonders günstiger Umstände. Nur wer ein keusches oder gottfürchtiges Leben führte, konnte hierfür von Gott mit Glück belohnt werden. Anders stellte sich die Situation z. B. in den USA dar, wo jeder Bürger schon in der Verfassung seit jeher ein verbrieftes Recht auf Glück besaß (vgl. Esch, 2012, S. 101).
1. Definitionsansätze zum Begriff Glück: Das Kapitel beleuchtet die historische und etymologische Entwicklung des Glücksbegriffs von der Antike bis zur modernen Glücksforschung.
2. Darstellung Ansätze Schulfach Glück/Glück als Bildungsziel: Dieses Kapitel führt das didaktische Konzept des Schulfachs ein und erläutert dessen theoretische Basismodelle wie FSI, PSI und das Züricher Ressourcen Modell.
3. Empirische Befunde / Evaluation „Schulfach Glück“: Hier werden aktuelle Studien und Evaluationen zusammengetragen, die die Wirksamkeit des Schulfachs auf das subjektive Wohlbefinden untersuchen.
4. Möglichkeiten und Grenzen zur Implementierung in der Berufsfachschule für Pflege: Das abschließende Hauptkapitel diskutiert die Übertragbarkeit des Konzepts auf die Pflegeausbildung und beleuchtet die besonderen Anforderungen des Berufsfeldes.
Glück, Lebenszufriedenheit, Schulfach, Lernen, Emotionen, Gesundheit, Burnout, Pädagogik, Lerntheorien, Unterricht, Unterrichtsfach, Bildungsziele, Kompetenz
Die Arbeit analysiert das von Fritz-Schubert entwickelte „Schulfach Glück“ hinsichtlich seiner theoretischen Grundlagen und seiner Eignung zur Persönlichkeitsstärkung im deutschen Bildungssystem.
Zu den zentralen Themen gehören die Glücksforschung, theoretische Modelle zur Selbststeuerung (FSI, PSI, ZRM), Gesundheitsförderung in Bildungseinrichtungen und die Anwendung dieser Ansätze in der Berufsfachschule für Pflege.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das „Schulfach Glück“ zur Gesundheits- und Persönlichkeitsentwicklung von Schülern beitragen kann und welche Möglichkeiten für eine Implementierung in die Krankenpflegeausbildung existieren.
Die Arbeit basiert auf einem hermeneutischen Ansatz, der eine fundierte Literaturrecherche in gesundheits- und sozialwissenschaftlichen sowie medizinischen Datenbanken umfasst.
Im Hauptteil werden der Begriff „Glück“ definiert, die theoretischen Bezüge des FSI-Modells erläutert, konkurrierende Ansätze wie die Salutogenese betrachtet und empirische Evaluierungsergebnisse diskutiert.
Besonders prägend sind Begriffe wie „Schulfach Glück“, „Kompetenzanbahnung“, „Burnout-Prävention“, „Persönlichkeitsstärkung“ und „Berufsfachschule für Pflege“.
Es zeichnet sich durch einen konstruktivistischen Ansatz aus, bei dem nicht die reine Wissensvermittlung, sondern die Stärkung der Selbstwirksamkeit und der Umgang mit eigenen Emotionen im Zentrum stehen.
Das ZRM dient als eine theoretische Basis, da es Methoden zur gezielten Entwicklung von Handlungspotenzialen und zum emotionalen Lernen bietet, die in das „Schulfach Glück“ integriert sind.
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