Masterarbeit, 2015
84 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Wasser – Lebensquell und Naturgewalt
2.1 Wasser und seine Bedeutung für die Menschheit
2.2 Wasser als Grundbedürfnis
3 Globale Wasserkrise
3.1 Wasserverteilung
3.2 Natürlicher Wasserkreislauf
3.3 Anthropogene Einflüsse
3.4 Wasserverschmutzung und ihre Auswirkungen
3.5 Konflikte um Wasser
4 Menschenrechtsansatz
4.1 Begründung der Menschenrechte
4.2 Gerechtigkeitskriterien
4.3 Menschenrecht auf Wasser
4.3.1 Entstehung und internationale Verankerung
4.3.2 Inhalte
4.3.3 Rechtsverbindlichkeit und Einklagbarkeit
4.4 Zwischenergebnis
5 Nachhaltigkeitsansatz
5.1 Entwicklung und Nachhaltigkeit
5.2 Grenzen des Wachstums
5.3 Leitbild nachhaltiger Entwicklung
5.4 Wasser und Nachhaltigkeit
5.4.1 Nachhaltige Wasserwirtschaft
5.4.2 Wasser und die Agenda 21
5.4.3 Millennium Development Goal 7
5.5 Zwischenergebnis
6 Menschenrechte und Nachhaltigkeit
6.1 Konzeptionelle Parallelen
6.2 Globale Dimension und die Frage der Universalität
6.3 Rolle der Bildung und ihrer Akteure
6.4 Human Development und weitere Forschungsansätze
7 Fazit
Diese Arbeit untersucht, welche Instrumente der Menschenrechtsansatz und das Konzept der nachhaltigen Entwicklung zur Bewältigung der globalen Wasserkrise bereitstellen. Ziel ist es aufzuzeigen, wie diese beiden Konzepte trotz unterschiedlicher Ansätze in ihrer Komplexität ineinandergreifen und als komplementäre Strategien zur Lösung globaler Entwicklungsprobleme dienen können.
4.3.1 Entstehung und internationale Verankerung
Die Diskussion über die Notwendigkeit eines Menschenrechts auf Wasser ergab sich aus der Zuspitzung der oben beschriebenen globalen Problemlage, die sich vor allem in den vergangenen Jahrzehnten zugespitzt hat. Wie so oft wurden auch hier grundlegende menschliche Bedürfnisse erst im Zuge von Problemlagen, Bedrohungen und Krisen öffentlich bewusst wahrgenommen und es kommt daraufhin nun zur Überlegung, auf welche Weise die Befriedigung solcher Bedürfnisse durch die Menschenrechte vor den Bedrohungen geschützt werden können.
Die erste Erwähnung eines Menschenrechts auf Wasser findet sich bereits in der Weltwasserkonferenz der Vereinten Nationen in Mar del Plata, Argentinien, 1977. Thematisiert wurden dort unter anderem die Bedeutung von Wasserressourcen, die Effizienz der weltweiten Wassernutzung sowie die Bedrohung einer sich zuspitzenden globalen Wasserkrise. Im Bericht der Konferenz wurde festgehalten: All peoples, whatever their stage of development and their social and economic conditions, have the right to have access to drinking water in quantities and of a quality equal to their basic needs (UNWC 1977: Kapitel II/a).
Die Konferenz in Mar del Plata leitete zahlreiche globale Aktivitäten zum Thema Wasser ein. 1980 begann die „Internationale Dekade für das Recht auf Zugang zu Sauberem Wasser und Sanitäranlagen“, welche die internationale Aufmerksamkeit auf das Thema Wasser verstärkte und das enorme Ausmaß der bestehenden Aufgabe deutlich machte: die Ausweitung der grundlegenden Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, allen voran in den strukturschwachen und wasserarmen Regionen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der globalen Wasserkrise ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung, wie Menschenrechtsansatz und Nachhaltigkeitskonzept als Lösungsstrategien ineinandergreifen.
2 Wasser – Lebensquell und Naturgewalt: Dieses Kapitel thematisiert die vielschichtige Bedeutung des Wassers für den Menschen, sowohl als biologische Grundlage als auch als kulturelles und religiöses Gut.
3 Globale Wasserkrise: Hier werden die verschiedenen Aspekte der Wasserkrise analysiert, darunter Verteilungsprobleme, Eingriffe in den Wasserkreislauf, Verschmutzung und daraus resultierende Konflikte.
4 Menschenrechtsansatz: Das Kapitel erläutert das Konzept der Menschenrechte und untersucht das spezifische Menschenrecht auf Wasser bezüglich seiner Entstehung, Inhalte und rechtlichen Verbindlichkeit.
5 Nachhaltigkeitsansatz: Hier wird die Entwicklung des Leitbilds nachhaltiger Entwicklung dargelegt und aufgezeigt, welche konkreten Instrumente und Strategien es zur Bewältigung der Wasserkrise bietet.
6 Menschenrechte und Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel analysiert die konzeptionellen Parallelen und Wechselwirkungen zwischen beiden Ansätzen und diskutiert die Rolle der Bildung für deren Implementierung.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer Zusammenführung beider Konzepte zur effektiven Bekämpfung globaler Entwicklungsprobleme.
Menschenrechte, nachhaltige Entwicklung, Wasserkrise, Wasserrecht, Zugang zu Wasser, globale Gerechtigkeit, Wassermanagement, Agenda 21, Millennium Development Goals, Wasserressourcen, Umweltpolitik, Human Development, Menschenrechtsbildung, Nachhaltigkeitsprinzipien, Weltwasserkrise.
Die Arbeit analysiert die Zusammenführung zweier politischer Konzepte – Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung – als Antwort auf die globale Wasserkrise.
Zentrale Themen sind die Bedeutung des Wassers, die Ursachen der globalen Wasserkrise, die Entstehung des Menschenrechts auf Wasser sowie die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Instrumente beider Konzepte miteinander verbunden werden können, um globale Entwicklungsprobleme, beispielhaft dargestellt an der Wasserkrise, effizienter zu bekämpfen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der aktuelle Fachmonografien, internationale Dokumente, Konferenzberichte und wissenschaftliche Aufsätze ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Wasserkrise, die Untersuchung des Menschenrechtsansatzes, die Darstellung des Nachhaltigkeitsleitbilds und die Zusammenführung beider Ansätze.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Menschenrechte, Nachhaltigkeit, globale Wasserkrise, Gerechtigkeit, Wasserethos und internationale Politik geprägt.
Während die "schwache" Nachhaltigkeit auf Wirtschaftswachstum setzt und Naturkapital durch Sachkapital ersetzen kann, verfolgt die "starke" Nachhaltigkeit einen ökozentrischen Ansatz, der irreversible Umwelteingriffe ablehnt.
Bildung (insb. Menschenrechtsbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung) wird als entscheidendes Instrument betrachtet, um einen Paradigmenwechsel im gesellschaftlichen Bewusstsein zu erreichen.
Obwohl es eine breite internationale Debatte und moralische Fundierung gibt, fehlt bisher eine universelle völkerrechtliche Anerkennung, die gleichzeitig rechtlich bindend und für alle Menschen weltweit umfassend wirksam ist.
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