Forschungsarbeit, 2015
72 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Überblick über das Vorgehen
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Aktuelle Herausforderungen für das Klinikmanagement
2.1.1 Spezifika der Gesundheitsbranche
2.1.2 Besonderheiten von Klinikstrukturen
2.1.3 Ökonomische Situation der Kliniken
2.1.4 Steigender Wettbewerb der deutschen Kliniken
2.1.5 Entwicklungen im Krankenhaussektor
2.2 Theoretische Aspekte zum Thema Lean Management
2.2.1 Definition des Begriffs Lean Management
2.2.2 Die Techniken des Lean Managements
2.2.3 Implementierung des Lean Management Konzeptes
2.2.4 Kritische Betrachtung des Lean Management
2.2.5 Vom Lean Management zum Lean Hospital
2.2.6 Definition von Lean Hospital
2.2.7 Implementierung des Lean Hospital
2.2.8 Status Quo von Lean Hospital in der Praxis
2.2.9 Kritische Analyse des Konzeptes Lean Hospital
3 Methode
3.1 Ausgangssituation und Rahmenbedingungen
3.1.1 Beschreibung der Stichprobenauswahl und der Institutionen
3.2 Planung des Interviews und Entwicklung eines Fragebogens
3.3 Methodisches Vorgehen im Rahmen der Durchführung und Auswertung
3.3.1 Durchführung der Befragungen
3.3.2 Quantitative und qualitative Auswertung der durchgeführten Interviews
4 Ergebnisse
4.1 Quantitative Ergebnisse
4.2 Qualitative Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Gütekriterien des Vorgehens
5.2 Qualität des Untersuchungsvorgehens und kritische Selbstreflexion
5.3 Interpretation der Ergebnisse und Fazit
5.4 Ausblick und weiteres Vorgehen
5.5 Schlussfolgerungen für die Praxis
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zu analysieren, inwieweit das Lean-Hospital-Konzept geeignet ist, die betriebliche Wirtschaftlichkeit in Krankenhäusern zu optimieren und dadurch eine wettbewerbsfähige Position zu sichern. Die Forschungsarbeit geht der Frage nach, wie klinikinterne Prozesse effizienter gestaltet werden können und welche Auswirkungen dies auf die Mitarbeiter- und Patientenbindung sowie die Unternehmenskultur hat.
2.2.1 Definition des Begriffs Lean Management
Die Bezeichnung „Lean“, wurde ursprünglich in Form des Begriffs „Lean Production“ durch ein Buch mit dem Titel „The Machine That Changed the World“ von den Autoren Jones, Womack und Roos veröffentlicht. Allerdings beschreibt Lean Management heute ein weit über den Produktionsprozess hinausreichenden Begriff.
Pfeiffer und Weiß definieren Lean Management folgendermaßen: “In unserem Verständnis repräsentiert Lean Management die permanente, konsequente und integrierte Anwendung eines Bündels von Prinzipien, Methoden und Maßnahmen zur effektiven und effizienten Planung, Gestaltung und Kontrolle der gesamten Wertschöpfungskette von (industriellen) Gütern und Dienstleistungen.“ Von Bedeutung hierbei ist, die gesamte Wertschöpfungskette, also nicht nur der Produktionsprozess an sich, sondern auch sämtliche Zulieferer und Abnehmeraspekte, in die Betrachtung miteinzubeziehen. Dadurch kann man von einem hohen Individualisierungsgrad sowie einer hohen Kundenauftragsorientierung sprechen. Denn Lean Management bedeutet immer auch eine stete Verbesserung und Fortentwicklung einer lernenden Organisation.
Ein zentrales Prinzip des Lean Management stellt Kaizen dar, was so viel bedeutet wie Ersatz des Guten durch das Bessere. So interpretiert, kann dieser Begriff mit der deutschen Bezeichnung „Kontinuierlicher Verbesserungsprozess“ (KVP) gleichgesetzt werden. Um dieses Ziel umsetzen zu können, bedarf es eines geeigneten Instruments wie beispielsweise des PDCA-Zyklus` nach Deming als konkrete Technik des Verbesserns. So verstanden, handelt es sich bei diesem Prozess um eine stetige Veränderung, die im Ergebnis jeweils zum Besseren führt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den wachsenden Kosten- und Leistungsdruck im deutschen Krankenhaussektor und führt das Konzept Lean Hospital als einen möglichen Lösungsansatz zur Steigerung der betrieblichen Effizienz ein.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert die aktuellen Rahmenbedingungen des Klinikmarktes und überträgt die aus der Industrie stammende Lean-Management-Philosophie auf den Gesundheitssektor.
3 Methode: Hier wird das empirische Forschungsdesign erläutert, welches auf einer Kombination von standardisierten und halbstandardisierten Experteninterviews mit Führungskräften aus acht Krankenhäusern basiert.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die quantitative und qualitative Auswertung der geführten Interviews und stellt die gewonnenen Erkenntnisse den aufgestellten Hypothesen gegenüber.
5 Diskussion: Die Diskussion reflektiert das methodische Vorgehen, interpretiert die Ergebnisse im Kontext der theoretischen Grundlagen und gibt Handlungsempfehlungen für die Praxis sowie einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Lean Hospital, Lean Management, Krankenhausmanagement, Prozessoptimierung, Wirtschaftlichkeit, Wertstromdesign, Qualitätsmanagement, Gesundheitssektor, KVP, Effizienzsteigerung, Patientenorientierung, Fallpauschalen, Klinikstrukturen, Prozesskontrolle, Change Management
Die Arbeit untersucht die Eignung des Lean-Hospital-Konzepts zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Krankenhäusern unter den heutigen Marktbedingungen.
Zentrale Themen sind die Herausforderungen im Klinikmanagement, die Übertragung von Lean-Techniken aus der Automobilindustrie auf den Krankenhausalltag sowie die Analyse von Erfolgsfaktoren und Hindernissen bei der Implementierung.
Das Ziel ist es festzustellen, ob Lean Hospital als strategisches Instrument dienen kann, um klinikinterne Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit positiv zu beeinflussen.
Die Verfasserin nutzt ein empirisches Vorgehen, das Interviews mit Führungskräften von acht verschiedenen Krankenhäusern aus Baden-Württemberg und Bayern umfasst, wobei sowohl quantitative als auch qualitative Analysemethoden zur Anwendung kommen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, wie etwa die Lean-Philosophie und Instrumente wie das Wertstromdesign, sowie eine methodische Darstellung der Untersuchung und die anschließende Analyse und Interpretation der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Lean Hospital, Prozessoptimierung, Krankenhausmanagement, Wirtschaftlichkeit, KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) und Wertstromdesign.
Die Ergebnisse zeigen ein zögerliches Bild: Während die Führungskräfte das Potenzial für Effizienzsteigerungen prinzipiell anerkennen, überwiegen Bedenken bezüglich einer Mehrbelastung des Personals und einer unzureichenden Definition des Konzepts für den klinischen Bereich.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Lean Hospital ein vielversprechender Ansatz ist, um den ökonomischen Herausforderungen zu begegnen, jedoch eine ganzheitliche, top-down initiierte Implementierung und ein Umdenken in der Unternehmenskultur erfordert.
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