Examensarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 1,0
0. Einleitung
1. Forschungsstand
1.1 Leistungsstudien
1.1.1 Die „Third International Mathematics and Science Study“ (TIMSS)
1.1.2 Das „Programm for International Student Assessment“ (PISA-Studie)
1.1.3 Die „Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung“ (IGLU-Studie)
1.1.4 „Aspekte der Lernausgangslagen und und der Lernentwicklung an Hamburger Schulen“ (LAU-Studie)
1.2 „Viele Welten leben“
1.3 Zusammenfassung der Ergebnisse zum Leistungsstand, Schulerfolg und Bildungsbeteiligung von Migrantenkindern und Jugendlichen
2. Zur Methodik der eigenen Untersuchung
2.1 Qualitative Untersuchung
2.2 Das Interview
2.3 Rahmenbedingungen
2.3.1 Auswahl und Kontaktaufnahme der Informantinnen
2.3.2 Interviewdauer und –Ort
2.4 Interviewfrage und –Ablauf
3. Vorstellung der Interviewpartnerinnen
3.1 S.
3.2 G.
3.3 E.
3.4 M.
3.5 I.
3.6 E.
4. Analyse und Vergleich der Ergebnisse
4.1 Hohe Bildungsaspirationen und familiäre Unterstützung
4.2 Sprachliche Kompetenzen und deren Erwerb
4.3 Freundeskreis und Sprachgebrauch
4.4 Printmedien
4.5 Moderne Geschlechterrollen
5. Fazit
5.1 Ergebnisse und Konsequenzen für die Schule
5.2 Forschungsdesiderat
Die Arbeit untersucht die Gelingensbedingungen für den schulischen Bildungserfolg von jungen Frauen mit Migrationshintergrund. Angesichts der im Durchschnitt niedrigeren Bildungsabschlüsse dieser Bevölkerungsgruppe analysiert die Verfasserin, welche Faktoren – wie familiäre Unterstützung, Sprachkompetenzen oder Freundeskreise – dazu beitragen, dass diese Frauen trotz struktureller Hürden erfolgreich im deutschen Bildungssystem agieren.
4.1 Hohe Bildungsaspirationen und familiäre Unterstützung
Die Interviews lassen den Schluss zu, dass alle befragten Studentinnen die hohen elterlichen Bildungsaspirationen und auch ihre eigenen Bildungsansprüche ausnahmslos als unterstützendes Element für den eigenen Bildungserfolg erachteten. Die junge Pakistanerin, S. (22) äußerte sich dazu folgendermaßen: „Meine Eltern kommen ursprünglich aus Pakistan aus einem Dorf und sind so gut wie gar nicht gebildet. Vielleicht haben meine Eltern höchstens die 5. Klasse besucht. Für meine Eltern war es sehr wichtig, dass wir zur Schule gehen und erfolgreich werden. Sie sehen die Möglichkeit hier zur Schule zu gehen als ein Geschenk.“
Und auch G. (22) verdeutlicht, wie bedeutsam die Bildungsaspirationen der Eltern für sie und ihren Bildungsverlauf waren: „Wofür ich immer dankbar bin und welches gleichzeitig auch meiner Meinung nach der Grund für meinen Bildungserfolg ist, ist meine Familie. Meine Mama ist in Deutschland aufgewachsen und hat eine Ausbildung als Arzthelferin gemacht und darf seit Jahren aber schon aufgrund ihrer Krankheiten nicht arbeiten. Mein Vater hingegen ist in der Türkei aufgewachsen und hat dort einen super Abischnitt. Und erst nach seinem Abi ist er nach Deutschland gezogen. Hier wurde nichts von alldem bis heute anerkannt, so arbeitet er in einer Fabrik als normaler Arbeiter. Trotz dieser nicht all zu leichten Bedingungen standen wir (meine beiden jüngeren Geschwister und ich) und unsere Bedürfnisse immer im Vordergrund. Das Einzige was sie von uns erwarteten, war eben ein gewisser Erfolg in der Schule, damit wir in unserem späteren beruflichen Leben und somit auch privaten Leben sorglos sein können. Sie haben uns während der Schulzeit immer unterstützt, sei es in jüngeren Jahren selbst oder in älteren Jahren mit Nachhilfe. Sie waren in der Schule immer super engagiert, interessiert und dabei. Ohne ihre große Unterstützung und ihren Zuspruch wäre ich bis heute verloren und wüsste nicht, ob ich überhaupt so weit gekommen wäre.“
Alle jungen Frauen berichten darüber, dass ihre Eltern hohe Bildungsansprüche haben. Überwiegend hegen sie diese, weil ihre Abschlüsse, die sie in ihrem Herkunftsland erworben haben, wie es bei G.s Eltern beispielsweise der Fall ist, in Deutschland nicht anerkannt wurden und sie deshalb sowohl einen wirtschaftlichen als auch einen sozialen Abstieg erfahren haben und in Deutschland meist als ungelernter Arbeiter oder lediglich Hausfrau nicht so gut gestellt sind.
0. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Relevanz des Themas und definiert das Forschungsinteresse an den Gelingensbedingungen für bildungserfolgreiche Mädchen mit Migrationshintergrund.
1. Forschungsstand: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über relevante Leistungsstudien (TIMSS, PISA, IGLU, LAU) und die Mehrthemenuntersuchung „Viele Welten leben“, um den Leistungsstand von Schülern mit Zuwanderungsgeschichte theoretisch einzuordnen.
2. Zur Methodik der eigenen Untersuchung: Hier wird das qualitative Forschungsdesign dargelegt, insbesondere die Durchführung narrativer Interviews mit Studentinnen mit Migrationshintergrund sowie die Auswahl und Rahmenbedingungen der Erhebung.
3. Vorstellung der Interviewpartnerinnen: In diesem Teil werden die sechs befragten Studentinnen anhand von Kurzbiografien (Steckbriefen) vorgestellt, um eine individuelle Basis für die anschließende Analyse zu schaffen.
4. Analyse und Vergleich der Ergebnisse: Die Ergebnisse der geführten Interviews werden systematisch den Themengebieten der Studie „Viele Welten leben“ gegenübergestellt, wobei Aspekte wie Familie, Sprache, Freundeskreis, Medienkonsum und Geschlechterrollen im Fokus stehen.
5. Fazit: Das abschließende Kapitel bündelt die Erkenntnisse, diskutiert schulische Konsequenzen für eine bessere Förderung und benennt offene Forschungsfragen für zukünftige Arbeiten.
Bildungserfolg, Migrationshintergrund, Mädchen, Studium, familiäre Unterstützung, Sprachkompetenz, Deutsch, Herkunftssprache, Bildungsaspirationen, qualitative Untersuchung, narratives Interview, Viele Welten leben, Geschlechterrollen, Sozialisation, Integration.
Die Hausarbeit untersucht die Faktoren, die zum Bildungserfolg von jungen Frauen mit Migrationshintergrund beitragen, und setzt diese in Bezug zur bestehenden Forschung.
Zentrale Themen sind familiäre Bildungsaspirationen, Sprachkenntnisse, der Einfluss des Freundeskreises sowie die Bedeutung von Medien und Geschlechterrollen.
Ziel ist es, die Gelingensbedingungen für den schulischen Erfolg zu identifizieren, die es Mädchen mit Migrationshintergrund ermöglichen, ein Studium zu erreichen.
Die Verfasserin nutzt ein qualitatives Forschungsdesign und führt narrative Interviews mit sechs Studentinnen durch, um subjektive Erfahrungen zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Interviewpartnerinnen und eine vergleichende Analyse der Ergebnisse, die mit quantitativen Daten der Studie „Viele Welten leben“ abgeglichen werden.
Die Kernbegriffe umfassen Bildungserfolg, Migration, geschlechtsspezifische Sozialisation, Sprachkompetenzen und familiäre Bildungsressourcen.
Die Wahl fiel auf Studentinnen, um eine bildungserfolgreiche Gruppe zu untersuchen, deren Erfahrungen als Modell für gelingende Bildungsbiografien dienen können.
Die Familie fungiert primär als moralische Stütze und motivierende Instanz, auch wenn praktische Hilfe bei Hausaufgaben aufgrund von Sprachbarrieren oft begrenzt ist.
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