Bachelorarbeit, 2014
81 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Betrachtung des Grundrechts auf freie Entfaltung derPersönlichkeit auf dem Arbeitsmarkt
2.1 Relevanz des Art. 2 Abs. 1 GG auf dem Arbeitsmarkt
2.1.1 Begrifflichkeit von Persönlichkeitsentfaltung
2.1.2 Begrifflichkeit von Freiheit
2.1.3 Persönlichkeitsentfaltung als Motiv für Arbeit
2.2 Grenzen der Realisierung des Persönlichkeitsrechtes – eine Arbeitsmarktanalyse
2.2.1 Übersicht über aktuelle Arbeitsmarktentwicklung
2.2.2 Problemlage – Entwicklungsfolgen der Arbeitsmarktpolarisierung und deren Auswirkungen
2.2.2.1 Vollbeschäftigung 24/7 – Stress und Burnout
2.2.2.2 Prekäre Tätigkeit – Sinnlosigkeit und Depression
2.2.2.3 Erwerbslosigkeit – Armut und soziale Isolation
3. Darstellung verschiedener Grundeinkommenskonzepte unter Betrachtung der Möglichkeit zur freien Persönlichkeitsentfaltung
3.1 Grundidee – Bedingungsloses Grundeinkommen
3.2 Die allgemeine Grundeinkommensdebatte und dessen Ursprung
3.3 Konzepte zum Bedingungslosen Grundeinkommen
3.3.1 Modell Unternimm die Zukunft von Götz Werner
3.3.2 Modell Solidarisches Bürgergeld von Dieter Althaus
3.3.3 Ulmer Modell von Helmut Pelzer
3.4 Gemeinsamkeiten der Grundeinkommenskonzepte
3.4.1 Freiheit
3.4.2 Persönlichkeitsentfaltung
4. Prüfung möglicher Potentiale eines Bedingungslosen Grundeinkommens zur Realisierung der freien Entfaltung der Persönlichkeit auf dem Arbeitsmarkt
4.1 Beseitigung von Arbeitslosigkeit, Vollbeschäftigung 24/7 und prekärer Beschäftigung durch ein Bedingungsloses Grundeinkommen
4.2 Beseitigung von Stress, Sinnlosigkeit, Armut und weiteren Missständen durch ein Bedingungsloses Grundeinkommen
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht das Potenzial eines Bedingungslosen Grundeinkommens als Instrument zur Gewährleistung des Grundrechts auf freie Entfaltung der Persönlichkeit innerhalb des deutschen Arbeitsmarktes sowie zur Linderung daraus resultierender beruflicher und gesundheitlicher Missstände.
2.1.1 Begrifflichkeit von Persönlichkeitsentfaltung
Allgemein kann festgehalten werden, dass Persönlichkeit die individuelle Identität bezeichnet. Individuell ist Identität deshalb, davon geht BRITZ (2007: 1) aus, weil sie auf die jeweilige Person selbst als Triebkraft der Identitätsentfaltung aufmerksam macht. Entfaltung stellt immer einen interaktiven Akt dar, indem Triebe in bewusst gewählte Handlungen umgelenkt werden, betont SUHR (1976: 84). Identität einer Person bildet sich zudem immer im „Wechselspiel externer und eigener Einflüsse“ (BRITZ 2007: 19). Das meint auch, dass Persönlichkeit sich nicht isoliert und fern der Gesellschaft entfalten kann. Der Entfaltungsprozess der Persönlichkeit findet also innerhalb einer Gemeinschaft bzw. unter externen Einflüssen statt und ist keine losgelöste Identitätswahl. Menschen kommen miteinander in Kontakt, gehen aufeinander ein und sind bei der persönlichen Entfaltung gegenseitig auf sich angewiesen (vgl. SUHR 1976: 84).
Somit ist Entfaltung nicht nur ein zeitlich fortlaufender, sondern auch ein sozialer Prozess, der laut MÜLLER (2003: 13) von vielen individuellen Zielen und Faktoren beeinflusst wird.
Bei Entfaltung jedoch ausschließlich an Aktivität zu denken, ist nicht ganz richtig, denn auch die Besinnung auf das eigene Selbst dient der persönlichen Entfaltung. SUHR (1976: 84) betont dennoch, dass Entfaltung tätig werden heißt. BRITZ (2007: 17) unterstreicht den realisierenden Charakter von Entfaltung. Entfaltung ruft die Vorstellung von einem Prozesse hervor, bei dem etwas Geschlossenes zu etwas Geöffnetem wird. Das heißt, etwas wird enthüllt und kommt zum Vorschein. Zudem ist Entfaltung ein Vorgang, der fortlaufend geschieht. SUHR schlussfolgert, dass Entfaltung aus etwas Angelegtem resultiert, das verwirklicht werden will (vgl. SUHR 1976: 79).
1. Einleitung: Diese Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, das Bedingungslose Grundeinkommen in Bezug auf das Grundrecht der Persönlichkeitsentfaltung am Arbeitsmarkt zu untersuchen und die aktuelle Arbeitsmarktsituation kritisch zu hinterfragen.
2. Betrachtung des Grundrechts auf freie Entfaltung derPersönlichkeit auf dem Arbeitsmarkt: Das Kapitel erläutert die verfassungsrechtlichen Grundlagen der Persönlichkeitsentfaltung und analysiert die negativen Auswirkungen moderner Arbeitsmarktentwicklungen wie Stress, Prekarität und Erwerbslosigkeit auf diese Freiheitsrechte.
3. Darstellung verschiedener Grundeinkommenskonzepte unter Betrachtung der Möglichkeit zur freien Persönlichkeitsentfaltung: Es werden die theoretischen Grundideen des Grundeinkommens sowie spezifische Modelle wie das von Götz Werner, das Solidarische Bürgergeld und das Ulmer Modell hinsichtlich ihrer Eignung für eine freie Persönlichkeitsentfaltung dargestellt.
4. Prüfung möglicher Potentiale eines Bedingungslosen Grundeinkommens zur Realisierung der freien Entfaltung der Persönlichkeit auf dem Arbeitsmarkt: In diesem Kapitel wird verifiziert, ob und wie ein Grundeinkommen dazu beitragen kann, gesellschaftliche Missstände wie Arbeitslosigkeit, Armut und psychische Belastungen abzumildern und den Spielraum für individuelle Lebensgestaltung zu erweitern.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und schlussfolgert, dass ein Bedingungsloses Grundeinkommen zwar als unterstützendes Instrument zur Förderung von Freiheit und Persönlichkeitsentfaltung dienen kann, jedoch ergänzende Maßnahmen im Bereich der Bildung und sozialen Integration erfordert.
Bedingungsloses Grundeinkommen, Persönlichkeitsentfaltung, Arbeitsmarkt, Freiheit, soziale Sicherheit, Arbeit, Prekarität, Existenzminimum, Selbstverwirklichung, Arbeitsmarktanalyse, Strukturwandel, soziale Teilhabe, Stress, Burnout, Menschenwürde
Die Arbeit untersucht, ob ein Bedingungsloses Grundeinkommen eine geeignete Lösung darstellt, um das verfassungsrechtlich verankerte Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit auf dem Arbeitsmarkt zu sichern.
Die Themenfelder umfassen die Arbeitsmarktentwicklung, die rechtlichen Aspekte der Persönlichkeitsentfaltung, die gesundheitlichen Auswirkungen prekärer Arbeitsverhältnisse und die verschiedenen Konzepte eines Grundeinkommens.
Die Forschungsfrage lautet, inwiefern ein Bedingungsloses Grundeinkommen dazu beitragen kann, Missstände wie Arbeitslosigkeit und Stress abzubauen und somit die freie Entfaltung der Persönlichkeit am Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Die Autorin führt eine Literaturanalyse durch, in der verschiedene Wirtschafts- und Sozialmodelle sowie aktuelle Arbeitsmarktstatistiken diskutiert werden, um die Potenziale eines Grundeinkommens theoretisch zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Arbeitsmarktanalyse, die Darstellung verschiedener Grundeinkommenskonzepte (Werner, Althaus, Pelzer) und eine vertiefende Prüfung dieser Modelle hinsichtlich ihrer Wirkung auf Freiheit und Persönlichkeitsentwicklung.
Zentrale Begriffe sind das Bedingungslose Grundeinkommen, die Persönlichkeitsentfaltung, das Grundgesetz (Art. 2 Abs. 1), die Prekarisierung der Arbeit und die soziale Teilhabe.
Bildung wird als eine unverzichtbare Ergänzung zum Grundeinkommen betrachtet, da eine reine Geldleistung allein keine soziale Integration garantiert; der eigene Antrieb zur Bildung bleibt für die Entfaltung entscheidend.
Die Autorin differenziert zwischen Modellen mit wirtschaftlichem Fokus (z.B. Konsumsteuer-Finanzierung) und Modellen mit eher anthropologischem Ansatz, die den Fokus stärker auf die Würde und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben legen.
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