Bachelorarbeit, 2015
114 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Sachanalyse
2.1 Legitimation und Ziele des Geometrieunterrichts
2.1.1 Allgemeine Ziele des Geometrieunterrichts
2.1.2 Inhaltsspezifische Ziele des Geometrieunterrichts
2.2 Geschichtliche Entwicklung der Geometrie
2.2.1 Von der Erdmessung zur Wissenschaft
2.2.2 Der Geometrieunterricht
2.3 Der Strahlensatz
2.3.1 Historische Bedeutung
2.3.2 Mathematische Bedeutung
2.3.2.1 Geometrische Abbildungen
2.3.2.2 Definition und Beweis der Strahlensätze
2.3.2.3 Die Umkehrung der Strahlensätze
2.3.3 Verwandte geometrische Konzepte
2.3.4 Lehrplanbezug
2.3.5 Innermathematische Anwendungsbereiche
2.3.6 Außermathematische Bedeutung
2.3.6.1 Die Strahlensätze außerhalb der Schule
2.3.7 Beziehung zu anderen Fächern
2.4 Individuelle Lernvoraussetzungen
2.4.1 Fachliche Lernvoraussetzungen
2.4.2 Psychologische Lernvoraussetzungen
3. Fachdidaktische Zugänge
3.1 Zugang I: Von ähnlichen Dreiecken zum Strahlensatz
3.1.1 Voraussetzungen und Unterrichtsziele
3.1.2 Geplanter Stundenverlauf
3.1.3 Didaktische und methodische Überlegungen
3.2 Zugang II: Über individuelle Vorstellungen
3.2.1 Voraussetzungen und Unterrichtsziele
3.2.2 Geplanter Stundenverlauf
3.2.3 Didaktische und methodische Überlegungen
3.3 Zugang III: Von der zentrischen Streckung zu den Strahlensätzen
3.3.1 Voraussetzungen und Unterrichtsziele
3.3.2 Geplanter Stundenverlauf
3.3.3 Didaktische und methodische Überlegungen
Ziel dieser Arbeit ist es, drei verschiedene didaktische Zugänge aufzuzeigen, wie das mathematische Themengebiet der Strahlensätze in der achten Jahrgangsstufe am Gymnasium eingeführt werden kann. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Vermittlung dieser Konzepte unter Berücksichtigung unterschiedlicher methodischer Ansätze.
2.3.1 Historische Bedeutung
Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten sind mit einem bemerkenswerten Alter von über 4500 Jahren das älteste Weltwunder der Antike und gleichzeitig auch das Einzige, das die Jahrtausende überdauert hat. Auch Thales von Milet (um 624-546 v. u. Z.) war von diesen riesigen Gebilden sehr beeindruckt und soll der Legende nach versucht haben, die Höhe der Pyramiden zu messen. Dabei nahm er einen Stab von bekannter Länge und verglich diesen mit der Länge dessen geworfenen Schattens. Thales dachte, dass bei gleichem Sonnenstand die Länge des Schattens der Pyramide den er nachmessen konnte, zur Höhe der Pyramide im gleichen Verhältnis wie Stab zu Stabschatten steht. Seine Überlegungen waren also diese, dass bei doppelter Schattenlänge des Stabes auch die Länge des Schattens der Pyramide doppelt so groß sein wird. (Thiele, 1990)
Kritisch anzumerken ist hieran, dass es neben einigen geschichtlichen Bedenken auch mathematische Schwierigkeiten in dieser historischen Überlieferung gibt: „Es ist im allgemeinen gar nicht so einfach, den Schatten einer Pyramide zu messen (...). Insbesondere liegt für den Neigungswinkel der Seitenfläche kleiner als 45° kein Schatten von der Länge der Pyramidenhöhe außerhalb der Pyramide“ (Thiele, 1990, S. 14).
Dennoch scheint Thales den Hauptsatz der Ähnlichkeitslehre in der Art die Höhen verhalten sich wie ihre Schatten erkannt zu haben (Abb. 1). Nichtsdestotrotz wird der Hauptsatz geschichtlich gesehen Hippokrates von Chios (um 440 v. u. Z.) zugesprochen. (Thiele, 1990)
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die historische Rolle der Geometrie sowie den Wandel ihrer Bedeutung im modernen Mathematikunterricht und führt in das Ziel der Arbeit ein.
2. Sachanalyse: Hier werden die fachliche Legitimation, die historischen Hintergründe, die mathematischen Grundlagen des Strahlensatzes sowie dessen Verankerung im Lehrplan und Anwendungsbereiche systematisch aufgearbeitet.
3. Fachdidaktische Zugänge: In diesem Teil werden drei konkrete methodische Konzepte zur Einführung der Strahlensätze im Unterricht detailliert entworfen, inklusive Voraussetzungen, Stundenverläufen und didaktischer Reflexion.
Strahlensatz, Geometrieunterricht, Ähnlichkeitssatz, zentrische Streckung, Mathematikdidaktik, historische Bedeutung, Unterrichtsentwurf, Problemlösen, Lernvoraussetzungen, fächerübergreifender Unterricht, Thales von Milet, Proportionen, Geometrische Abbildungen, Sekundarstufe I, Vermessung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Gestaltung der Einführung des Strahlensatzes im Mathematikunterricht der achten Jahrgangsstufe am Gymnasium.
Die zentralen Felder umfassen die mathematische Sachanalyse der Strahlensätze, ihre historische Herleitung, Anwendungsbeispiele sowie didaktische Konzepte für verschiedene Unterrichtszugänge.
Das Hauptziel ist es, drei verschiedene methodische Wege aufzuzeigen, wie das Thema Strahlensatz unter Berücksichtigung von Schülerinteressen und Lernvoraussetzungen eingeführt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fachdidaktischen Analyse bestehender Lehrpläne, schulischer Literatur sowie der Entwicklung und Reflexion von Unterrichtsentwürfen.
Im Hauptteil werden neben der mathematischen Definition und Beweisführung die individuellen Lernvoraussetzungen sowie drei konkrete fachdidaktische Zugänge (Ähnlichkeit, Vorstellungen, zentrische Streckung) beschrieben.
Die wichtigsten Begriffe sind Strahlensatz, Geometrieunterricht, Ähnlichkeitssätze, zentrische Streckung, Didaktik, Problemlösen und fächerübergreifender Unterricht.
Die Sonnenfinsternis dient als motivierendes Alltagsphänomen, um den Schülern durch ein Experiment das Verständnis für Streckenverhältnisse und die Notwendigkeit der Parallelität experimentell näherzubringen.
Der Goldene Schnitt wird als ein anwendungsnahes, ästhetisch ansprechendes Beispiel für die Bedeutung von Streckenverhältnissen und deren Bezug zum Strahlensatz angeführt, um die kulturelle Relevanz der Geometrie zu unterstreichen.
Die zentrische Streckung dient in zwei der drei vorgestellten Zugänge als wesentliches, abbildungsgeometrisches Werkzeug, um die Strahlensätze deduktiv oder induktiv herzuleiten und zu begründen.
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