Diplomarbeit, 2002
88 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Intention der Studie
2 Notwendige Begriffsdefinitionen
2.1. Going Public
2.2. Fußball – Kapitalgesellschaft
3 Europas Fußballclubs – und der Drang hin zur Kapitalgesellschaft
3.1. Die 5 großen Ligen Europas
3.1.1. England – Das Mutterland der Fußballaktien
3.1.2. Die Situation in Italien
3.1.3. Die Situation in Spanien
3.1.4. Erfahrungen aus Börsengängen europäischer Clubs
3.1.4.1. Tops
3.1.4.2. Flops
4 Erste Bemühungen zur Börsenfähigkeit der deutschen Vereine
4.1. Einnahmequellen der Vereine
4.1.1. Vermarktung der Fernsehübertragungsrechte
4.1.2. Zuschauereinnahmen/Nutzung des Stadions
4.1.3. Sponsoring
4.1.4. Merchandising
4.1.5. Internet – Medium
4.2. Wirtschaftliche Situation
5 Ziele, die die deutschen Fußballvereine bei einem Börsengang verfolgen
5.1. Eigenkapitalstärkung
5.1.1. Zur Gewährleistung der sportlichen Konkurrenz
5.1.2. Zur Investition in die Infrastruktur
5.2. Professionalisierung der Geschäftsführung
5.2.1. Zur Aufhebung von Kontrollproblemen
5.2.2. Zur Beseitigung von Anreizproblemen der Vereinsverfassung
5.3. Publizitätswirkung eines Börsengangs
5.3.1. Imagevorteile
5.3.2. Marketingvorteile
5.4. Einfachere Mitarbeitergewinnung
5.4.1. Größere Attraktivität der Managementposition
5.4.2. Mitarbeiterbeteiligung
6 Gründe die gegen ein Going Public eines Bundesligateams sprechen
6.1. Aus dem Blickfeld des börsennotierten Vereins
6.1.1. Publizitätspflichten
6.1.2. Einflussverlust des Muttervereins
6.1.3. Entfernung von der Fanbasis
6.2. Aus der Sicht der Ligakonkurrenten
6.2.1. Verlust der sportlichen Ausgeglichenheit
6.2.2. Spieler verpflichten um jeden Preis
7 Bedingungen zur Erreichung der Börsenreife für deutsche Fußballunternehmen
7.1. Rechtliche Voraussetzungen
7.1.1. Das DFB – Eckwertpapier
7.1.2. Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft
7.1.2.1. AG oder KGaA, welche Rechtsform ist vorteilhafter
7.2. Wirtschaftliche Voraussetzungen
7.3. Organisatorische Voraussetzungen
8 Börseneinführung unter dem Aspekt des Finanzmarketing
8.1. Finanzmarktforschung
8.1.1. Untersuchung der Rahmenbedingungen für die Emission von Fußballaktien
8.1.2. Durchführung einer Marktsegmentierung
8.2. Produkt- und Preispolitik
8.2.1. Produktpolitische Gestaltungsmöglichkeit der Aktie
8.2.2. Der Emissionspreis als preispolitische Gestaltungsart
8.3. Vertriebspolitik
8.3.1. Entscheidung über die Absatzkanäle
8.3.2. Wahl der Absatzkanäle
8.3.3. Bestimmen des Emissionszeitpunktes
8.4. Kommunikationspolitik
9 Das Going Public von Borussia Dortmund
10 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Risiken, die sich für Vereine der Fußballbundesliga durch eine mögliche Umwandlung in börsenfähige Kapitalgesellschaften ergeben. Dabei wird die Frage erörtert, welche betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Bedingungen für einen erfolgreichen Börsengang erforderlich sind und welche Auswirkungen dies auf die sportliche sowie wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit hat.
3.1.1. England – Das Mutterland der Fußballaktien
England, das allgemein als Erfinder des Fußball gilt, darf sich zu Recht auch als „Mutterland der Fußballaktien“11 bezeichnen. Die Vereine genießen die Freiheit, sich ihre Organisations- bzw. Rechtsform frei auszuwählen. Dies stellt der englische Fußballverband (F.A.) seit jeher sicher.
Somit wurde die Rechtsform der „limited company“ der des „private social club“ vorgezogen. In der höchsten englischen Spielklasse (Premier League) sind seit 1982 sämtliche Vereine als Kapitalgesellschaften organisiert. Den Vereinen bieten sich 2 Alternativen: Die „private limited company“, die in etwa mit der deutschen GmbH zu vergleichen ist, und die der „public limited company“, die der deutschen AG ähnelt.12 Im Oktober 1983 als erstes europäisches Team wagten sich die Tottenham Hotspurs an die Londoner Börse. Ihnen folgten 1989 der FC Millwall und im Juni 1991 Manchester United.
1 Einleitung und Intention der Studie: Die Einleitung skizziert die Entwicklung des modernen Fußballgeschäfts und führt in die Thematik der Umwandlung von Fußballvereinen in Kapitalgesellschaften ein.
2 Notwendige Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie "Going Public" und "Fußball – Kapitalgesellschaft" definiert.
3 Europas Fußballclubs – und der Drang hin zur Kapitalgesellschaft: Das Kapitel beleuchtet den aktuellen Stand und die Trends in europäischen Profiligen mit Fokus auf England, Italien und Spanien.
4 Erste Bemühungen zur Börsenfähigkeit der deutschen Vereine: Hier werden die Einnahmequellen deutscher Vereine sowie deren erste Schritte und Hürden auf dem Weg zur Börse beschrieben.
5 Ziele, die die deutschen Fußballvereine bei einem Börsengang verfolgen: Das Kapitel analysiert strategische Motive wie Eigenkapitalstärkung, Professionalisierung und Marketingvorteile.
6 Gründe die gegen ein Going Public eines Bundesligateams sprechen: Hier werden kritische Aspekte wie Publizitätspflichten und der Verlust der sportlichen Ausgeglichenheit diskutiert.
7 Bedingungen zur Erreichung der Börsenreife für deutsche Fußballunternehmen: Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung der rechtlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Voraussetzungen.
8 Börseneinführung unter dem Aspekt des Finanzmarketing: Das Kapitel beschreibt den Prozess der Börseneinführung aus der Perspektive des Finanzmarketings.
9 Das Going Public von Borussia Dortmund: Eine praxisorientierte Darstellung des konkreten Börsengangs des BVB als Fallbeispiel.
10 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung deutscher Fußball-AGs.
Fußball, Börsengang, Bundesliga, Kapitalgesellschaft, Going Public, Finanzmarketing, Aktien, Sportmanagement, Eigenkapital, Sponsoring, Merchandising, Publizitätspflichten, Borussia Dortmund, Manchester United, Infrastruktur.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Risiken, die sich für Bundesliga-Vereine durch einen Börsengang (Going Public) ergeben.
Die Schwerpunkte liegen auf den Motiven für einen Börsengang, den notwendigen rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen sowie den Strategien des Finanzmarketings im Fußball.
Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie deutsche Fußballvereine die Umwandlung in eine börsenfähige Kapitalgesellschaft vollziehen können und welche Auswirkungen dies auf ihre Wettbewerbsfähigkeit hat.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Untersuchung aktueller wirtschaftlicher Entwicklungen im europäischen und deutschen Profifußball.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der europäischen Vorbilder, der deutschen Ausgangslage, der Ziele und Bedenken gegenüber Börsengängen sowie der konkreten Anforderungen an die Börsenreife.
Fußball-Aktien, Finanzmarketing, Eigenkapitalstärkung, Bundesliga, Börsenreife und Shareholder Value sind wesentliche Begriffe.
Die Rechtsform entscheidet maßgeblich über die Mitbestimmungsrechte der Aktionäre und die Kontrolle des Muttervereins über die ausgegliederte Profiabteilung.
Das Urteil hat zu einer erheblichen Kostensteigerung bei Spielergehältern und Ablösesummen geführt, was den Kapitalbedarf der Vereine erhöht und Börsengänge als Finanzierungsweg attraktiv gemacht hat.
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