Bachelorarbeit, 2015
39 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Der Heimkehrer in deutschen Nachkriegsdramen: Ein Vergleich zwischen Andreas Kragler in „Trommeln in der Nacht“ und Beckmann in „Draußen vor der Tür“
2.1 Die Heimkehrerfigur in deutschen Nachkriegsdramen
2.1.1 Das Heimkehrmotiv in der deutschen Literatur
2.1.2 Der Heimkehrer im deutschen Nachkriegsdrama der zwei Weltkriege
2.1.3 Die Problemfelder der Kriegsheimkehr
2.2 Andreas Kragler in Bertolt Brechts „Trommeln in der Nacht“ (1922)
2.2.1 Die Ausgangslage: Die Heimkehr des Andreas Kragler
2.2.2 Der Weg in die Revolution: Im Rhythmus der Trommeln
2.2.3 Die Entscheidung: Revolution vs. Liebe
2.3 Beckmann in Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“ (1947)
2.3.1 Beckmann vor dem Abgrund: Suizidversuch
2.3.2 Beckmann und das Private: Frau, Mädchen, Eltern
2.3.3 Beckmann und die Gesellschaft: Oberst, Direktor
2.3.4 Beckmann vor dem Nichts: Die Schlusssequenz
2.4 Vergleich der Kriegsheimkehrer Andreas Kragler und Beckmann
2.4.1 Die Folgen des Krieges und der Gefangenschaft
2.4.2 Die Schwierigkeiten nach der Heimkehr
2.4.3 Die Wiedereingliederung: Rückkehr gleich Heimkehr?
3. Fazit
Diese Arbeit führt einen systematischen Vergleich der Heimkehrerfiguren Andreas Kragler (Bertolt Brecht, "Trommeln in der Nacht") und Beckmann (Wolfgang Borchert, "Draußen vor der Tür") durch, um die zentralen Schwierigkeiten der Reintegration nach dem Krieg zu analysieren und zu ergründen, warum Kragler einen privaten Rückzug findet, während Beckmann scheitert.
2.1.3 Die Problemfelder der Kriegsheimkehr
Der Begriff Kriegsheimkehr impliziert bereits zwei aufeinander folgende Themenkomplexe: Den anfänglichen Aufbruch in den und der Aufenthalt im Krieg sowie die anschließende Rückkehr in die Heimat und die Wiederbegegnung mit den Daheimgebliebenen. Demnach schließt eine Untersuchung zur Kriegsheimkehr neben dem Heimkehrer, dessen Fronterlebnis und den auftretenden Folgen also immer auch die Perspektive der und Interaktion mit den Zuhausegebliebenen ein. Bei der Ankunft und nach der Rückkehr wird der Heimkehrer mit diversen Problemen konfrontiert.
Nach dem Krieg folgte häufig eine Phase der Gefangenschaft. Als Soldat und vor allem als Kriegsgefangener war der Heimkehrer fremdbestimmt. Als Teil einer kriegerischen Masse bestimmten Gewalt und Gehorsam sein Leben, was zum Verlust oder zumindest der Auflösung der Identität führt. Nach der substanziellen Krisenerfahrung kann der Soldat die Frage nach der eigenen Existenz häufig nicht mehr eindeutig beantworten. Neben dem äußeren Schaden ist auch sein Inneres aus dem Gleichgewicht geraten. Durch die Heimkehr ist er aufgefordert diesem Persönlichkeitszerfall entgegen zu wirken, indem er sich selbst wieder findet. Die Erinnerung an die Heimat und die zurückgelassenen Menschen ist oftmals das Einzige, was den Soldaten in der Ferne noch aufrecht hält. Vor seinem inneren Auge ist die Heimat ein Ort des Rückzugs und der Geborgenheit. Um das erlebte Trauma zu verarbeiten und zu vergessen, hofft er sich nach seiner Rückkehr auf eben diese Insel der Geborgenheit zurückziehen zu können. Als Veränderter und vom Krieg Gezeichneter kommt er mit hoffnungsvollen Erwartungen nach Hause zurück.
Bei der Ankunft muss er allerdings schockierend feststellen, dass sich während seiner Abwesenheit auch die Situation zu Hause verändert hat. Hierdurch „zerfällt sein Bild der Heimat, zerbricht seine innere Vorbereitung. Er hat s e i n e Wandlung erlebt, aber nicht jene der Heimat“.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Heimkehrproblematik nach den Weltkriegen und Erläuterung der vergleichenden Analyse von Kragler und Beckmann.
2. Der Heimkehrer in deutschen Nachkriegsdramen: Ein Vergleich zwischen Andreas Kragler in „Trommeln in der Nacht“ und Beckmann in „Draußen vor der Tür“: Umfassende Untersuchung der Heimkehrerfigur, ihrer historischen Einordnung und der spezifischen Problemfelder von der Heimkehr bis zur Identitätssuche.
3. Fazit: Zusammenfassende Darstellung der gewonnenen Erkenntnisse über die unterschiedlichen Integrationswege der beiden Protagonisten und die Gründe für deren Erfolg oder Scheitern.
Heimkehrer, Kriegsheimkehr, Andreas Kragler, Beckmann, Bertolt Brecht, Wolfgang Borchert, Nachkriegsdrama, Reintegration, Identitätsverlust, Traumata, Gesellschaftskritik, Fronterlebnis, Schuldfrage, Individuum, Existenzkrise
Die Arbeit untersucht vergleichend die Schicksale und Integrationsversuche zweier berühmter Heimkehrerfiguren aus der deutschen Nachkriegsliteratur: Andreas Kragler und Beckmann.
Im Zentrum stehen die Folgen von Krieg und Gefangenschaft, die Schwierigkeiten der Wiedereingliederung in das private und gesellschaftliche Leben sowie die psychische Verfassung der Heimkehrer.
Die Arbeit analysiert, warum Kragler erfolgreich ins Private zurückkehren kann, während Beckmann in der Nachkriegsgesellschaft scheitert, und welche individuellen Charaktereigenschaften hierfür ausschlaggebend sind.
Die Autorin/der Autor nutzt eine chronologische Einzelanalyse der beiden Protagonisten, gefolgt von einem direkten literaturwissenschaftlichen Vergleich, basierend auf einer fundierten Auswertung der Forschungsliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Einzelanalysen der Stücke "Trommeln in der Nacht" und "Draußen vor der Tür" sowie einen detaillierten Vergleich der Figuren in Bezug auf ihre Entfremdung und gesellschaftliche Rolle.
Zentrale Begriffe sind Kriegsheimkehr, Reintegration, Identitätsverlust, gesellschaftliche Anpassung und die Dialektik zwischen Individuum und Gesellschaft.
Während Kragler als Opportunist kompromissbereit handelt und den privaten Neuanfang wählt, bleibt Beckmann als kompromissloser Moralist, der die Welt und sich selbst anklagt, letztlich lebensunfähig und scheitert.
Die Gasmaskenbrille dient Beckmann als Mahnmal und Zeichen seiner Unfähigkeit, den Krieg zu vergessen, was ihn von der restlichen, den Krieg verdrängenden Gesellschaft isoliert.
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