Masterarbeit, 2015
165 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Forschungsstand und Erkenntnisinteresse
1.2. Methodik
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Kapitalkostenplanung und Kapitalmarktprognose
2.1. Kapitalkosten und Kapitalkostenplanung
2.2. Kapitalmarktprognosen
2.2.1. Definition und Bedeutung von Prognosen
2.2.2. Besonderheiten von Kapitalmarktprognosen
2.2.3. Bedeutung von Zinsprognosen als Form der Kapitalmarktprognose
2.2.4. Zusammenfassung
2.3. Zusammenfassung
3. Prognosekompetenzen
3.1. Einführung in die Prognosegütemessung
3.2. Ausgewählte Instrumente der Prognosegütemessung
3.2.1. Gegenwartsorientierte Verlaufsanpassung
3.2.2. Vergleich zur naiven Prognose
3.2.3. Zusammenfassung
3.3. Zusammenfassung
4. Ergebnis des Vergleichs zur naiven Prognose und GOVA-Koeffizienten
4.1. Untersuchungsdesign
4.1.1. Datenbasis
4.1.2. Methodik
4.1.3. Zusammenfassung
4.2. Das kanadische Bankensystem
4.3. Untersuchung einzelner Unternehmen
4.3.1. Finanzinstitute
4.3.1.1. National Bank of Canada
4.3.1.1.1. National Bank of Canada
4.3.1.1.2. National Bank Financial
4.3.1.1.3. Zusammenfassung
4.3.1.2. Canadian Imperial Bank of Commerce (CIBC)
4.3.1.2.1. CIBC World Markets
4.3.1.2.2. Canadian Imperial Bank of Commerce
4.3.1.2.3. Zusammenfassung
4.3.1.3. BMO Financial Group
4.3.1.3.1. BMO Nesbitt Burns
4.3.1.3.2. BMO Bank of Montreal
4.3.1.3.3. BMO Capital Markets
4.3.1.3.4. Zusammenfassung
4.3.1.4. RBC Financial Group
4.3.1.4.1. RBC Royal Bank
4.3.1.4.2. RBC Dominion Securities
4.3.1.4.3. Zusammenfassung
4.3.1.5. Scotiabank
4.3.1.6. Caisse de dépôt et placement du Québec
4.3.1.7. Toronto Dominion Bank
4.3.1.8. Desjardins
4.3.1.9. JP Morgan Canada
4.3.1.10. Bank of America Merrill Lynch
4.3.1.11. Zusammenfassung
4.3.2. Weitere Prognoseinstitute
4.3.2.1. IHS Global Insight
4.3.2.2. Informetrica Limited
4.3.2.3. University of Toronto
4.3.2.4. Economap Inc.
4.3.2.5. Conference Board of Canada
4.3.2.6. EDC Economics
4.3.2.7. Consensus Forecasts
4.3.2.8. Zusammenfassung
4.3.3. Zusammenfassung
4.4. Zusammenfassung
5. Kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse
5.1. Darstellung der Untersuchungsergebnisse
5.2. Erklärungsansätze für die Untersuchungsergebnisse
5.3. Zusammenfassung
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Treffsicherheit kanadischer Zinsprognosen, um deren Eignung als Grundlage für die Kapitalkostenplanung in Unternehmen zu evaluieren. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwieweit professionelle Zinsprognosen eine ausreichende Qualität bieten, um als fundierte Entscheidungsgrundlage für Fremdkapitalaufnahmen herangezogen zu werden.
2.2.1. Definition und Bedeutung von Prognosen
Eine Prognose ist eine Aussage über ein oder mehrere Ereignisse in der Zukunft. Diese Aussage basiert neben Beobachtungen auch auf einer Theorie. Prognosen beruhen auf einer Vergangenheitsanalyse, wodurch eine empirische Fundierung gegeben ist. Sie unterscheiden sich dadurch von bloßem Raten. Außerdem sind stets eine sachlogische Begründung und die Angabe von Prämissen notwendig. Die zugrundeliegende Theorie dient als Abgrenzungskriterium einer wissenschaftlichen Prognose von irrationaler Prophetie. Bei Prophetien handelt es sich um Zukunftsaussagen, welche ohne Begründung oder durch Verwendung irrationaler Methoden, wie beispielsweise Orakeln, erlangt werden.
Die vorliegende Arbeit analysiert lediglich Prognosen. Ihre Erstellung kann von einzelnen Personen, Gruppen von Personen, wie beispielsweise Organisationen, oder anderen vorgenommen werden. Dabei greifen Individuen und Gruppen auf die gleichen öffentlichen Informationen, bewährten Techniken und Beziehungen zurück. In vielen Bereichen der Wirtschaft sind Prognosen unerlässlich, beispielsweise bei Investitionsentscheidungen von Unternehmen, bei Budgetplanung der Regierung oder bei Ersparnisbildung von Individuen. Die ökonomischen Prognosen liefern die Grundlage für unternehmenspolitische und wirtschaftliche Entscheidungen. Dabei wird stets das Ziel verfolgt, Unsicherheiten über Verläufe und Ergebnisse künftiger wirtschaftlicher Prozesse zu verringern, um den Wirtschaftssubjekten durch die Prognose das Treffen einer guten oder sogar der besten Entscheidung unter Unsicherheit zu ermöglichen. Allerdings sind genaue Prognosen sowohl für die Gesamtwirtschaft als auch für einzelne Unternehmen, Produkte und Märkte schwer zu erstellen.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung von Zinsprognosen für die Kapitalkostenplanung und führt in die methodische Vorgehensweise sowie den Forschungsstand ein.
2. Kapitalkostenplanung und Kapitalmarktprognose: Dieses Kapitel liefert theoretische Grundlagen zu Kapitalkosten und definiert die Rolle sowie Besonderheiten von Kapitalmarkt- und Zinsprognosen.
3. Prognosekompetenzen: Hier werden die statistischen Grundlagen der Prognosegütemessung, insbesondere der GOVA-Koeffizient und der MRAPnP, detailliert definiert und erläutert.
4. Ergebnis des Vergleichs zur naiven Prognose und GOVA-Koeffizienten: Das Kernkapitel präsentiert die empirische Untersuchung der 4- und 13-Monats-Prognosen von 21 Instituten mittels grafischer und rechnerischer Analysen.
5. Kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse: Dieses Kapitel stellt die Ergebnisse zusammenfassend dar und liefert Erklärungsansätze für das beobachtete Verhalten der Analysten.
6. Fazit und Ausblick: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und ein Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf gegeben.
Kapitalkostenplanung, Zinsprognosen, Prognosegüte, Kanada, Staatsanleihen, GOVA-Koeffizient, MRAPnP, naive Prognose, gegenwartsorientierte Verlaufsanpassung, Kapitalmarktprognose, Ankerheuristik, Herdenverhalten, Finanzmarktanalysten, Prognosekompetenz, Rendite
Die Arbeit analysiert die Zuverlässigkeit und Prognosequalität von Zinsprognosen für zehnjährige kanadische Staatsanleihen über einen Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten.
Zentrale Themen sind die Kapitalkostenplanung, die Methoden der Prognosegütemessung, die Verlaufsanpassung von Analystenprognosen und die psychologischen Erklärungsansätze für Prognosefehler.
Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob Zinsprognosen kanadischer Institute eine ausreichende Treffsicherheit aufweisen, um als verlässliche Entscheidungsgrundlage für unternehmerische Kapitalkostenplanungen zu dienen.
Die Untersuchung nutzt den GOVA-Koeffizienten zur Identifikation von gegenwartsorientierten Verlaufsanpassungen sowie den MRAPnP-Fehlermaßstab für den direkten Vergleich der Analystenprognosen mit einer naiven Prognose.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten empirischen Auswertung der 4- und 13-Monats-Prognosen von 21 ausgewählten Finanzinstituten und Prognoseorganisationen in Kanada.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Kapitalkostenplanung, Prognosegüte, gegenwartsorientierte Verlaufsanpassung, GOVA-Koeffizient und MRAPnP aus.
Die Autorin stellt fest, dass fast alle untersuchten Institute einer gegenwartsorientierten Verlaufsanpassung unterliegen und die Prognosen oft schlechter abschneiden als eine einfache naive Prognose.
Die Ankerheuristik wird als möglicher Erklärungsansatz herangezogen, um zu verdeutlichen, warum Analysten sich bei ihrer Prognoseerstellung zu stark an den aktuell herrschenden Zinsniveaus orientieren.
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