Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 2,0
Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Märchens „Rotkäppchen" anhand von drei verschiedenen Fassungen: Charles Perraults, der Gebrüder Grimm und Ludwig Bechsteins. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der Veränderungen des Märchens, sowohl inhaltlich als auch erzähltechnisch, zu zeichnen und die jeweiligen Zeitgeister und Intentionen der Autoren aufzuzeigen.
Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und beleuchtet die Bedeutung von Märchen in der Kultur. Sie erläutert die Intention der Arbeit und die Auswahl der drei Fassungen von Rotkäppchen.
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit theoretischen Aspekten des Märchens, insbesondere mit dem Volksmärchen und seinen Merkmalen. Es analysiert die Funktion des Warn- und Schreckmärchens und untersucht das Motiv des Wolfes als Schreckgestalt.
Das zweite Kapitel analysiert die Fassung von Charles Perrault und betrachtet die Geschichte als Warnmärchen für die französische Oberschicht. Es untersucht die spezifischen Merkmale und Botschaften der Fassung im Kontext ihrer Entstehungszeit.
Das dritte Kapitel widmet sich der Fassung der Brüder Grimm und interpretiert sie als idealtypisches Märchen. Es analysiert die spezifischen Eigenschaften des Märchens im Kontext der Romantik und die Bedeutung der moralischen Botschaft.
Das vierte Kapitel befasst sich mit Ludwig Bechsteins Fassung und untersucht die Geschichte als humoristische Unterhaltungsliteratur. Es analysiert die Unterschiede zu den vorherigen Fassungen und die spezifischen Merkmale von Bechsteins Bearbeitung.
Das fünfte Kapitel vergleicht die drei Fassungen von Rotkäppchen und untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Anfangsszene, im Gespräch mit dem Wolf, im Verhalten des Wolfes im Haus der Großmutter und am Ende der Geschichte. Es betrachtet die Entwicklung des Wolfsmotivs innerhalb der drei Fassungen.
Volksmärchen, Warnmärchen, Schreckmärchen, Rotkäppchen, Charles Perrault, Gebrüder Grimm, Ludwig Bechstein, Wolfsmotiv, Moral, Symbolik, Zeitgeist, Gesellschaft, Literaturanalyse, Interpretation.
Ein Warnmärchen nutzt bedrohliche Elemente und eine klare Moral, um Kinder vor Gefahren (z. B. Ungehorsam oder Fremden) zu warnen und ihnen gesellschaftliche Normen zu vermitteln.
Bei Perrault gibt es kein glückliches Ende; das Mädchen wird gefressen. Es diente als Warnung für die französische Oberschicht. Bei den Grimms wird Rotkäppchen vom Jäger gerettet.
Bechsteins Version ist stärker als humoristische Unterhaltungsliteratur angelegt und weicht in Tonfall und Details von den ernsteren Fassungen der Grimms oder Perraults ab.
Der Wolf steht klassisch als Schreckgestalt für das Böse, die Verführung oder die Gefahren der Wildnis und hat sich im Laufe der Zeit in seiner Darstellung gewandelt.
Bekannte Ansätze stammen von Bettelheim (psychologisch), Zipes (soziologisch) oder Ritz, die das Märchen im Kontext von Reifung, Sexualität oder gesellschaftlicher Kontrolle deuten.
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