Magisterarbeit, 2015
202 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 FORSCHUNGSSTAND
1.3 FORSCHUNGSFRAGEN
2 KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFTLICHE BEGRIFFSDEFINITIONEN
2.1 MEDIENWIRKUNGSFORSCHUNG
2.2 WERBEWIRKUNGSFORSCHUNG
2.3 KOMMUNIKATION
2.4 MEDIUM
3 WERBUNG
3.1 DAS WESEN DER WERBUNG
3.2 WERBEMITTEL UND WERBETRÄGER
3.3 FUNKTIONEN DER WERBUNG
3.3.1 KLASSISCHE FUNKTIONEN
3.3.2 WEITERE UNTERSCHEIDUNGEN VON WERBUNG
3.3.3 EXKURS- MANIPULATION
3.3.4 FURCHTERREGENDE APPELLE
3.3.5 GLAUBWÜRDIGKEIT
3.3.6 INVOLVEMENT
3.4 MASSENKOMMUNIKATION
3.5 MARKETING
3.6 AUßENWERBUNG
3.7 PLAKAT
3.7.1 MERKMALE DES HEUTIGEN PLAKATES
3.7.2 VORTEILE
3.7.3 NACHTEILE
3.7.4 EINSATZBEREICH
3.8 BILD VERSUS IMAGE
3.8.1 EMOTIONALE WIRKSAMKEIT VON BILDERN
3.8.2 IMAGERY-FORSCHUNG
3.9 INTERMEDIAVERGLEICH
3.10 ZIELGRUPPE
3.11 POINT OF SALE
4 KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFTLICHE THEORIEN
4.1 REIZ, AKTIVIERUNG UND AUFMERKSAMKEIT
4.1.1 EXKURS: FARBLICHE ASSOZIATIONEN
4.1.2 SELEKTIVE WAHRNEHMUNG
4.2 KAUFVERHALTEN
4.3 USES-AND-GRATIFICATIONS APPROACH
4.3.1 KRITIK AM USES-AND-GRATIFICATION- APPROACH
4.3.2 KOMPONENTEN DES USES- AND GRATIFICATION APPROACHES:
4.3.3 GRATIFICATIONS
4.4 CONSUMER BENEFITS
4.4.1 EMOTIONALER BENEFIT
4.4.2 FUNKTIONALER BENEFIT
4.4.3 EINSTELLUNG
4.5 DER DYNAMISCH-TRANSAKTIONALE ANSATZ
4.6 DIE AGENDA-SETTING-HYPOTHESE
4.7 AIDA
4.8 THEORIE DER KOGNITIVEN DISSONANZ
5 RECHT
5.1 ALLGEMEINES
5.2 RECHTLICHE EINSCHRÄNKUNGEN IN DER WERBUNG
5.3 LAIENWERBUNG
6 EMPIRIE
6.1 METHODE 1- EXPERTENINTERVIEWS
6.1.1 QUALITATIVE INHALTSANALYSE
6.1.2 LEITFADEN INTERVIEW
6.1.3 INTERVIEW 1
6.1.4 INTERVIEW 2
6.1.5 INTERVIEW 3
6.1.6 FAZIT EXPERTENINTERVIEWS
6.2 GENERIERUNG DER HYPOTHESEN
6.3 METHODE 2 – ENDKUNDENBEFRAGUNG
6.3.1 BEFRAGUNG ALS INSTRUMENT
6.3.2 FRAGEBOGEN
6.3.3 STICHPROBENGRÖßE
6.3.4 HÄUFIGKEITSTABELLEN
6.3.5 KREUZTABELLEN
6.3.6 KORRELATIONEN
6.3.7 ERGEBNISSE DER BEFRAGUNG
7 FAZIT:
7.1 BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGEN:
7.2 ANWENDBARKEIT DER THEORIEN
7.3 VERIFIZIERUNG BZW. FALSIFIZIERUNG DER HYPOTHESEN
7.4 RESÜMEE DER ARBEIT
7.5 AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die Werbewirkung von Schaufensterauslagen in Apotheken, wobei der Fokus darauf liegt, ob diese Gestaltungsmethode das Kaufverhalten beeinflussen und als effektives Marketinginstrument dienen kann. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich mit der Relevanz des Apothekenschaufensters als Kanal für die Vermittlung von Werbebotschaften und dessen Potenzial, Kunden zu Impulskäufen zu motivieren.
3.3.4 Furchterregende Appelle
Eine Vielzahl an Studien zur Wirkungsweise von Furchtanteilen in Aussagen weist widersprüchliche Resultate auf. Als furchterregende Appelle „werden diejenigen genannt, die ungünstige Konsequenzen beschreiben, die dann eintreten würden, wenn man die Schlussfolgerung des Kommunikators nicht befolgt“26. Nach McGuire ist bei geringem Furchtanteil einer Aussage das Publikum an der Botschaft nicht sehr interessiert und wird nur sehr gering aktiviert. Bei einem gesteigerten Furchtanteil wird die Aufnahmebereitschaft der Rezipienten größer und die erzeugte Furcht steigert die Beeinflussbarkeit der Reizempfänger. Steigert man die Aussage auf ein zu hohes Furchtniveau, verringert sich die Aufnahmebereitschaft dagegen wieder und die Rezipienten wehren den bedrohlichen Stimulus ab. Es kommt dann zu keiner Beeinflussung.27
Diese kommunikationswissenschaftliche These ist für die vorliegende Arbeit von höchster Relevanz, da Gesundheitsthemen in der Öffentlichkeit tief im Apothekenwesen verwurzelt sind. In Zeiten der Kontroverse um die Impfpflicht, ist der Apotheker oft die nächste Anlaufstelle nach dem Arzt. Wenn nun in der Auslage durch Plakate zum Impfen aufgerufen und vor FSME gewarnt wird, kann diese Botschaft auf ein sehr empfangsbereites Publikum treffen. Die Wirkung der furchterregenden Appelle kann durch das Vertrauen, welches einer Apotheke allgemein entgegengebracht wird, noch verstärkt werden.
1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung der Apothekenwerbung und stellt die zentrale Forschungsfrage in Bezug auf die Werbewirkung von Schaufenstern.
2 KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFTLICHE BEGRIFFSDEFINITIONEN: Liefert die theoretischen Grundlagen und Definitionen für die Medienwirkungs- und Werbewirkungsforschung in diesem speziellen Kontext.
3 WERBUNG: Behandelt die Funktionen von Werbung, Marketinginstrumente und die spezifische Bedeutung von Außenwerbung sowie Schaufenstergestaltung.
4 KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFTLICHE THEORIEN: Analysiert verschiedene psychologische und medienwissenschaftliche Ansätze wie den Uses-and-Gratifications Approach oder die kognitive Dissonanztheorie auf ihre Anwendbarkeit.
5 RECHT: Erläutert die rechtlichen Beschränkungen der Arzneimittelwerbung, insbesondere für OTC-Produkte.
6 EMPIRIE: Beschreibt das qualitative Forschungsdesign mittels Experteninterviews sowie die quantitative Endkundenbefragung zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
7 FAZIT: Fasst die Ergebnisse der empirischen Analyse zusammen und bewertet die Hypothesen sowie die Anwendbarkeit der theoretischen Konzepte.
Apothekenschaufenster, Werbewirkung, Point of Sale, Arzneimittelwerbung, Kaufverhalten, Impulskauf, Außenwerbung, Konsumentenpsychologie, qualitative Inhaltsanalyse, quantitative Befragung, Marketingstrategie, Kundenbindung, Produktplatzierung, Gesundheitskommunikation.
Die Arbeit untersucht die Werbewirkung von Apothekenschaufenstern und analysiert, ob diese Form der Außenwerbung tatsächlich das Kaufverhalten von Kunden beeinflussen kann.
Die zentralen Themen umfassen die werbliche Gestaltung, rechtliche Restriktionen für Medikamentenwerbung, die psychologische Wahrnehmung von Konsumenten sowie das Zusammenspiel zwischen Auslagengestaltung und persönlicher Beratung.
Ziel ist es zu klären, inwieweit Schaufensterauslagen in Apotheken Kaufreize setzen, die über den bloßen Informationsgehalt hinausgehen, und ob dieses Instrument strategisch erfolgreich eingesetzt wird.
Die Arbeit verwendet einen Methoden-Mix: Qualitative Experteninterviews mit Stakeholdern aus dem Gesundheitswesen dienen der Hypothesengenerierung, während eine quantitative Endkundenbefragung zur Validierung dieser Hypothesen genutzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung kommunikationswissenschaftlicher Modelle und deren Anwendung auf den speziellen Kontext der Apotheke sowie eine umfangreiche empirische Datenauswertung.
Neben dem Kernthema Apothekenschaufenster sind Begriffe wie Werbewirkungsforschung, Impulskauf, Point-of-Sale-Marketing und Konsumentenverhalten entscheidend für das Verständnis der Arbeit.
Im Gegensatz zum Einzelhandel unterliegt die Apotheke strengen rechtlichen Bestimmungen und einem besonderen Vertrauensverhältnis, was die Gestaltung von Werbung zu einer Herausforderung macht, die oft nur beratungsbegleitend funktioniert.
Die Werbewirkung ist schwächer als in anderen Branchen, aber dennoch vorhanden; das Schaufenster dient primär der Unterstützung der Beratung und dem Aufbau von Vertrauen, nicht zwingend der unmittelbaren Impulskaufsteigerung.
Ja, die Frequenz der Laufkundschaft in städtischen Fußgängerzonen ist deutlich höher, was das Potenzial für Impulskäufe steigert, während am Land andere Faktoren wie die persönliche Beziehung zum Apotheker eine größere Rolle spielen.
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