Masterarbeit, 2015
106 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz des Themas
1.2 Zielsetzung und Forschungsfragen
1.3 Arbeitsmethode
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Gesundheit, Krankheit, Arbeit
2.1 Gesundheit
2.2 Krankheit
2.3 Belastung und Stress
2.4 Der Zusammenhang zwischen Arbeit und Gesundheit
2.5 Aktuelle Arbeitsbedingungen
2.5.1 Der Wandel in der Arbeitswelt
2.5.2 Demographischer Wandel und Fachkräftemangel
3. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
3.1 Begriffsdefinition und Abgrenzung
3.2 Historische Hintergründe und Entwicklungen
3.3 Gesetzliche und rechtliche Bestimmungen
3.4 Gründe und Motivationen für BGM in Unternehmen
3.5 BGM als Prozess
3.5.1 Vorbereitung, Planung und Zielsetzung des BGM
3.5.2 Diagnose und Präsentation der Ergebnisse
3.5.3 Der Umsetzungsentscheid und seine Kontrollmechanismen
3.6 Handlungsfelder des BGM
3.7 Ziele des BGM
4. Unternehmen, Unternehmenskultur und Unter-nehmensführung
4.1 Ambulante Pflegedienste als mittelständische Unternehmen
4.2 Arbeitsplatz ambulante Pflege
4.2.1 Zunehmender Wettbewerbs- und Kostendruck
4.2.2 Berufsethos und Realität am Arbeitsplatz Pflege
4.2.3 Fachkräftemangel und alternde Mitarbeiter
4.3 Die Bedeutung und der Einfluss von Unternehmenskultur
4.4 Voraussetzungen einer resilienzfördernden Unternehmens-kultur
4.4.1 Selbstaktivierung der Mitarbeiter
4.4.2 Resilienzfördernde Maßnahmen auf der Organisationsebene
4.4.3 Resilienzorientierte Führungskultur
5. Mitarbeiterzufriedenheit
5.1 Definition von Mitarbeiterzufriedenheit
5.2 Einflüsse auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter
5.2.1 Kommunikationsverhalten und Mitarbeiterführung
5.2.2 Betriebsklima
5.2.3 Arbeitsorganisation und -tätigkeit und ihre Gestaltungsmöglichkeiten
5.2.4 Angemessenes Gehalt und gesellschaftliche Anerkennung
5.2.5 Arbeitszeitregelungen
5.2.6 Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung
5.2.7 Folgen mangelnder Mitarbeiterzufriedenheit
6. Resilienz
6.1 Definitionsansätze
6.2 Das Resilienzkonzept und seine Entstehung
6.3 Resilienzmerkmale
6.4 Das Resilienzmodell
6.4.1 Das Risikofaktorenkonzept
6.4.2 Das Schutzfaktorenkonzept
6.5 Die sieben Säulen der Resilienz nach Rampe
7. Handlungsanleitung für resilienzfördernde Personal-führung in Unternehmen
7.1 Modifikation des Sieben-Säulen-Resilienzmodells von Rampe
7.2 Handlungsfelder
7.3 Handlungsanleitung
7.4 Maßnahmenkatalog
7.5 Grenzen und Möglichkeiten der Einführung von Resilienz-programmen
8. Conclusio
8.1. Hypothesenüberprüfung
8.2. Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, zu untersuchen, inwieweit die Personalführung in Pflegeunternehmen einen resilienzfördernden Beitrag zur nachhaltigen Stärkung der Bewältigungsfähigkeit von Mitarbeitern leisten kann. Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels wird ein Handlungskonzept entwickelt, um Mitarbeiter langfristig gesund und motiviert zu erhalten.
1.1 Problemstellung und Relevanz des Themas
Bedingt durch den demografischen Wandel steht in Deutschland einer abnehmenden Gesamtbevölkerungszahl eine immer älter werdende Bevölkerung gegenüber (Hasselborn-Ebener, 2014, S.75). Diese Entwicklung wirkt sich insofern auf den Arbeitsmarkt im Pflegebereich aus, da ihm immer weniger junge Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Bundesweite Werbekampagnen, um speziell junge Menschen in den Pflegeberuf zu bringen, hatten bisher nur begrenzten Erfolg. Aus diesen Gründen muss die Frage fokussiert werden, unter welchen Bedingungen älter werdende Arbeitnehmer einem Betrieb über einen langen Zeitraum gesund und motiviert zur Verfügung stehen können.
In den letzten Jahren wurden in der ambulanten Pflege die Qualitätsentwicklungs- und Optimierungsprozesse nahezu perfektioniert, um so die Rahmenbedingungen und Strukturen, unter denen die körperlich und emotional schwere Arbeit geleistet wird, grundlegend zu verbessern.
Trotzdem scheinen diese Bemühungen nicht ausreichend zu greifen. Das belegen die aktuell hohen Fehlzeiten von Pflegekräften bei den Krankenversicherungsgesellschaften (Badura et al., 2014, S.344), die seit Jahren die Fehlzeiten-Statistiken anführen (“DAK-Gesundheitsreport“, 2014). Mit rund einer Million Beschäftigten bilden die Pflegekräfte nicht nur die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen, sondern auch eine der gesundheitlich belastetsten. Neben Muskel-Skelett-Erkrankungen zeigt die zunehmende Zahl von Burnout und anderen psychischen Erkrankungen, dass die üblichen Bewältigungsmöglichkeiten von Unternehmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) diese Problematik nicht umfassend genug berücksichtigen (Werner, 2006, S.22). Schnelles Handeln ist gefragt.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Fachkräftemangels in der Pflege ein und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Gesundheit, Krankheit, Arbeit: Es werden grundlegende Definitionen von Gesundheit und Krankheit sowie deren Zusammenhang mit modernen Arbeitsbedingungen und Stressbelastungen erläutert.
3. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM): Dieser Abschnitt beschreibt das BGM als Prozess, inklusive seiner rechtlichen Grundlagen, Handlungsfelder und strategischen Ziele.
4. Unternehmen, Unternehmenskultur und Unter-nehmensführung: Der Fokus liegt auf den spezifischen Anforderungen in der ambulanten Pflege und der Bedeutung einer resilienzfördernden Unternehmenskultur.
5. Mitarbeiterzufriedenheit: Es werden die Faktoren und Einflüsse analysiert, die zur Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung beitragen, sowie die Folgen mangelnder Zufriedenheit aufgezeigt.
6. Resilienz: Dieses Kapitel widmet sich dem theoretischen Konzept der Resilienz, verschiedenen Modellen und den sieben Säulen der Resilienz nach Rampe.
7. Handlungsanleitung für resilienzfördernde Personal-führung in Unternehmen: Hier wird ein praktischer Ablaufplan und ein detaillierter Maßnahmenkatalog zur Förderung von Resilienz in Pflegeunternehmen erarbeitet.
8. Conclusio: Das Fazit fasst die Hypothesenüberprüfung zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Personalführung, Pflege, Resilienz, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Mitarbeiterzufriedenheit, Mitarbeiterbindung, Fachkräftemangel, Unternehmenskultur, Stressbewältigung, Arbeitsbedingungen, Gesundheitsförderung, Psychische Belastung, Burnout, Ambulante Pflege, Handlungskonzept.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Handlungsanleitung für eine resilienzfördernde Personalführung in ambulanten Pflegeunternehmen, um die Gesundheit und Motivation der Arbeitnehmer zu sichern.
Die zentralen Schwerpunkte umfassen Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Resilienzkonzepte, Unternehmenskultur, Mitarbeiterbindung sowie die Bewältigung psychischer und physischer Belastungen im Pflegealltag.
Die Forschungsfrage untersucht, in welchem Umfang die Personalführung zur nachhaltigen Stärkung der Resilienz und Bewältigungsfähigkeit der Mitarbeiter beitragen kann.
Der Verfasser nutzt eine Kombination aus intensiver Literaturrecherche und der Grounded Theory zur Prognose von Verhaltensmustern, ergänzt durch langjährige eigene Erfahrungen als Geschäftsführer eines ambulanten Pflegedienstes.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Gesundheit und Stress, die Definition und Implementierung von BGM-Prozessen sowie eine detaillierte Analyse der Führung und Unternehmenskultur als resilienzfördernde Faktoren.
Wichtige Begriffe sind Resilienz, Personalführung, Pflege, BGM, Mitarbeiterzufriedenheit, Fachkräftemangel und Burnout-Prävention.
Das Modell wird in der Arbeit modifiziert und in eine Matrix (3-Säulen-Matrix) übersetzt, die konkrete Handlungsfelder für die Mitarbeiter-, Führungs- und Organisationsebene in Pflegebetrieben definiert.
Die ambulante Pflege ist durch hohen Zeitdruck, emotionale Belastungen und den Fachkräftemangel besonders gefährdet; die Resilienzstärkung ist hier ein entscheidender Faktor gegen Fluktuation und vorzeitigen Berufsausstieg.
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