Bachelorarbeit, 2008
67 Seiten, Note: 1,0
1. Grundidee
1.1 Einleitung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen und Ansätze
2.1 Der Kulturbegriff
2.2 Interkulturelles Management als Synthese von Kultur und Management
2.3 Das Fünf-Dimensionen-Modell nach Hofstede
2.3.1 Machtdistanz
2.3.2 Individualismus versus Kollektivismus
2.3.3. Maskulinität versus Feminität
2.3.4. Unsicherheitsvermeidung
2.3.5. Langfristige versus kurzfristige Orientierung
2.4 Kulturmerkmale in Anlehnung an das Fünf-Dimensionen-Modell
2.4.1. Kulturmerkmale Chinas
2.4.2. Kulturmerkmale Deutschlands
2.5 Das Kulturmodell nach Hall/ Hall
2.5.1. High context- versus Low context-Kommunikation
2.5.2. Raumorientierung
2.5.3. Zeitorientierung
2.6 Kulturmerkmale in Anlehnung an das Kulturmodell von Hall/Hall
2.6.1. Kulturmerkmale Chinas
2.6.2. Kulturmerkmale Deutschlands
3. Interkulturelles Management in deutsch-chinesischen Joint-Ventures
3.1 Joint-Ventures als Erscheinungsform der internationalen Unternehmenskooperation
3.2 Geschäftskultur in Deutschland und China
3.2.1. Chinesische Kulturstandards im Handlungsfeld deutscher Manager
3.2.2. Probleme bei der Kulturanpassung
3.3 Interkulturelle Kompetenzen einer Führungskraft
3.3.1. Leitung deutsch-chinesischer Teams
3.3.2. Personalmanagement
3.3.3. Motivationsmanagement
3.3.4. Kommunikationsmanagement
3.3.5. Zielsetzungs-, Planungs- und Entscheidungsmanagement
3.3.6. Organisations- und Kontrollmanagement
3.3.7. Interkulturelle Trainingsmaßnahmen
4. Empirische Untersuchung
4.1 Festlegung des Untersuchungsziels
4.2 Methodisches Vorgehen
4.3 Expertenbeschreibung
4.4 Kritische Analyse der Ergebnisse
4.4.1. Analyse des Fragebogens nach Hofstede
4.4.2. Analyse des Fragebogens nach Hall/ Hall
4.4.3. Analyse des selbst erstellten Fragebogens
5. Resümee
Die Arbeit untersucht die Determinanten eines erfolgreichen interkulturellen Managements in deutsch-chinesischen Joint-Ventures. Das Ziel ist es, kulturelle Einflussfaktoren zu identifizieren, die den Erfolg oder Misserfolg dieser Kooperationsform maßgeblich beeinflussen, und konkrete Strategien für Führungskräfte abzuleiten.
2.3.1. Machtdistanz
Hofstede definiert Machtdistanz als „The extent to which less powerful members of institutions and organizations accept that power is distributed unequally“26. Die Kulturdimension Machtdistanz erfasst die Beziehung zwischen Vorgesetzten und Untergebenen in Form von Machtungleichgewicht, emotionaler Distanz sowie existierender und erwarteter Unterschiede. Auswirkungen dieser Dimension finden sich überall dort, wo hierarchische Beziehungen vorliegen, wie Arbeitsplatz, Familie oder Gesellschaft.
Eine hohe Machtdistanz existiert vor allem in asiatischen, afrikanischen, lateinamerikanischen sowie südeuropäischen Ländern, wohingegen sich das restliche Europa und Nordamerika eher durch eine geringe Machtdistanz auszeichnen.27 Eine hohe Machtdistanz wird beispielsweise dann deutlich, wenn Individuen bereits während der Kindheit in der Familie mit Unterordnung und Gehorsam konfrontiert werden. Im Beruf zeichnen sich in diesen Ländern oftmals starke hierarchische Strukturen in den Unternehmen ab. Hier arbeiten Mitarbeiter wenig selbstständig und weisen ein geringes Bildungsniveau vor. Dagegen genießen die Vorgesetzten gewisse Privilegien und teilen sich die Macht mit wenigen weiteren Köpfen des Unternehmens. Oftmals korreliert in diesen Ländern Machtdistanz mit einer hohen Einkommensspanne und dem Gebrauch von Gewalt in der Gesellschaft.28
1. Grundidee: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung Chinas für internationale Unternehmen und verdeutlicht die Notwendigkeit des interkulturellen Managements zur Vermeidung von Misserfolgen in Joint-Ventures.
2. Theoretische Grundlagen und Ansätze: Dieses Kapitel definiert den Kulturbegriff und führt die Kulturmodelle von Hofstede sowie Hall/Hall ein, um die spezifischen Merkmale der deutschen und chinesischen Kultur gegenüberzustellen.
3. Interkulturelles Management in deutsch-chinesischen Joint-Ventures: Es werden Determinanten für ein erfolgreiches Management in Joint-Ventures erarbeitet, wobei der Fokus auf Führung, Personal-, Motivations- und Kommunikationsmanagement liegt.
4. Empirische Untersuchung: Durch ein Experteninterview werden die theoretischen Erkenntnisse überprüft, wobei die Wahrnehmung eines chinesisch-deutschen Experten im Vordergrund steht.
5. Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Bedeutung der interkulturellen Kompetenz zur Vermeidung von Versagensquoten in der Kooperation.
Interkulturelles Management, Joint-Ventures, China, Deutschland, Hofstede, Kulturdimensionen, Hall, High context, Low context, Akkulturation, Führungskraft, Guanxi, Mitarbeiterführung, Motivationsmanagement, Kommunikationsmanagement.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung kultureller Unterschiede zwischen Deutschland und China im Kontext von Joint-Ventures und wie ein erfolgreiches interkulturelles Management dazu beitragen kann, Kooperationsprobleme zu überwinden.
Zentral sind die theoretische Analyse kultureller Werte (Hofstede, Hall/Hall) sowie deren praktische Auswirkungen auf Bereiche wie Personalführung, Kommunikation, Organisationsstruktur und Motivationsmanagement in deutsch-chinesischen Unternehmen.
Ziel ist es, die Determinanten für ein erfolgreiches interkulturelles Management in deutsch-chinesischen Joint-Ventures zu erschließen und aufzuzeigen, um eine Basis für effektive Kooperationen zu schaffen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der maßgeblichen Kulturtheorien und wird durch eine empirische Erhebung in Form eines qualitativen Experteninterviews ergänzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Herleitung der Kulturmodelle, die Anwendung dieser Modelle auf China und Deutschland sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Management-Determinanten wie Führung, Personalwesen und Konfliktlösung.
Interkulturelles Management, Joint-Venture, Kulturdimensionen, Machtdistanz, Guanxi, High/Low context und Akkulturation sind die maßgeblichen Begriffe, die den Inhalt definieren.
Die Arbeit zeigt, dass chinesische Partner einer High-context-Kultur mit indirekter Kommunikation angehören, während deutsche Partner durch eine direkte, Low-context-orientierte Kommunikation gekennzeichnet sind.
Das Konzept ist zentral, da die Vermeidung von Konflikten und die Wahrung des sozialen Ansehens maßgeblich für die Harmonie und den Erfolg von Arbeitsbeziehungen in chinesischen Organisationen sind.
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