Diplomarbeit, 2015
113 Seiten, Note: 2,0
Diese Diplomarbeit befasst sich mit dem Phänomen des mehrsprachigen Aufwachsens in Familien und analysiert, ob es sich dabei um eine Überforderung für Kinder oder vielmehr um eine Chance für die Zukunft handelt.
Der erste Teil der Arbeit widmet sich der theoretischen Einordnung des Begriffs Mehrsprachigkeit. Es werden verschiedene Definitionen und Ansätze zur Beschreibung des Phänomens diskutiert. Weiterhin werden die Voraussetzungen für einen gelingenden Mehrspracherwerb im Kindesalter beleuchtet, wobei Aspekte wie Sprachinput, Sprachprestige und die Methoden der Sprachvermittlung in Familien im Vordergrund stehen.
Im zweiten Teil der Arbeit wird eine empirische Untersuchung vorgestellt, die die Erfahrungen von Familien mit mehrsprachigen Kindern beleuchtet. Mithilfe von Interviews werden die Gründe für das mehrsprachige Aufwachsen, die Erwartungen der Eltern an die Sprachbeherrschung ihrer Kinder sowie die Methoden der Sprachvermittlung in den Familien erforscht. Des Weiteren werden die Reaktionen aus der Umgebung sowie Herausforderungen und Besonderheiten in der Sprachentwicklung der Kinder beleuchtet.
Mehrsprachigkeit, Zweisprachigkeit, Sprachentwicklung, Sprachinput, Sprachprestige, Familiensprache, simultaner Mehrspracherwerb, Familiensprache, Mehrsprachige Erziehung, empirische Forschung, qualitative Inhaltsanalyse.
Aktuelle Forschungen zeigen, dass Mehrsprachigkeit keine Überforderung darstellt, sondern das Gehirn flexibler macht, sofern der Sprachinput qualitativ und quantitativ ausreichend ist.
Simultaner Erwerb bedeutet, dass ein Kind von Geburt an zwei oder mehr Sprachen gleichzeitig lernt. Sukzessiver Erwerb findet statt, wenn eine zweite Sprache erst nach der ersten erlernt wird.
Das Ansehen einer Sprache in der Gesellschaft beeinflusst die Motivation des Kindes und der Eltern, diese Sprache konsequent anzuwenden und weiterzugeben.
Sprachmischung oder "Code-Switching" ist ein normales Phänomen, bei dem Kinder Begriffe aus verschiedenen Sprachen kombinieren, was oft ein Zeichen für hohe kommunikative Kompetenz ist.
Bekannte Methoden sind "Eine Person – eine Sprache" (OPOL) oder die Trennung nach Kontexten (z. B. Familiensprache vs. Umgebungssprache).
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