Masterarbeit, 2012
71 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Bilingualer Sachfachunterricht
2.1 Begriffsbestimmungen
2.2 Didaktiken des bilingualen Unterrichts
2.3 Ziele des bilingualen Unterrichts
2.4 CLIL – Content and Language Integrated Learning
2.5 Aktueller Forschungsstand
3. Die Kernlehrpläne in NRW
3.1 Die neuen kompetenzorientierten Kernlehrpläne in NRW
3.2 Analyse des Kernlehrplans Sport
3.2.1 Kompetenzbereiche
3.2.2 Inhaltsfelder
3.2.3 Bewegungsfelder und Sportbereiche
3.2.4 Kompetenzerwartungen
3.3 Zwischenfazit
4. Sport als Sachfach im bilingualen Unterricht
4.1 Charakteristika des Sachfachs Sport im bilingualen Kontext
4.2 Die Bedeutung von Sprache in einem bilingualen Sportunterricht
4.2.1 Der Mehrwert des bilingualen Sportunterrichts für die Fremdsprache
4.2.2 Der Mehrwert des bilingualen Sportunterrichts für das Sachfach Sport
4.3 Bilingualer Sportunterricht als interkulturelles Bildungspotential
4.4 Bilingualer Sportunterricht aus sportpädagogischer und sportdidaktischer Sicht – ein kurzer Abriss
4.5 Ziele des bilingualen Sportunterrichts
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht das Potenzial und die Legitimation eines bilingualen Sportunterrichts an Schulen, insbesondere unter Berücksichtigung der neuen kompetenzorientierten Kernlehrpläne in NRW. Ziel ist es, kritische Einwände gegen die Verwendung einer Fremdsprache im Sportunterricht zu widerlegen und aufzuzeigen, wie ein solcher Unterricht sowohl sprachliche als auch motorische und interkulturelle Lernerfolge fördern kann.
4.2.1 Der Mehrwert des bilingualen Sportunterrichts für die Fremdsprache
Welchen konkreten Mehrwert bietet nun aber der Sportunterricht für das Erlernen bzw. Verbessern einer Fremdsprache? Piontek (1995) hat schon vor einiger Zeit deutlich gemacht, dass sowohl verbale, als auch non-verbale Bereiche in Form von Gestik wichtig sind, um beim Lehren und Lernen einer Fremdsprache erfolgreich zu sein (vgl. Piontek, 1995, S. 145). Gestik als eine Art des Bewegens unterstützt ohne jeden Zweifel sprachliche Prozesse, aber wie kann Bewegung, die über eine reine Gestik hinaus geht, das Lehren und Lernen einer Fremdsprache im Sportunterricht unterstützen?
Es ist generell bekannt, dass der Sportunterricht stark handlungsorientiert ist. Aus diesem Grund ist es keineswegs allgemein akzeptiert, dass Sprache im Sportunterricht eine wichtige Funktion zuteilwird. Nach Schmidt-Millard (2004) können Sprache und Handlungen in dem Zusammenhang in ein antagonistisches Verhältnis gesetzt werden. „Der Stellenwert der Sprache in diesem Unterricht rückt im Vergleich zu anderen Fächern in dem Maße in den Hintergrund, wie nonverbale Handlungsvollzüge das Unterrichtsgeschehen dominieren (Schmidt-Millard, 2004, S. 319). Die Konsequenz ist jedoch nicht, dass Sprache bzw. Kommunikation im Sportunterricht irrelevant ist. Vielmehr wird die starke Interdependenz unterstrichen, da das Verständnis von Bewegungsabläufen immer von Sprache abhängig ist. Beschreibungen von Bewegungsabläufen und verbale Korrekturen haben eine herausragend hohe Relevanz im Prozess des Bewegungslernens. Darüber hinaus ist ein Unterricht ohne Sprache zudem undenkbar (vgl. Schmidt-Millard, 2004, S.319). Kuhlmann (1986) machte bereits vor über einem Vierteljahrhundert deutlich, dass „ […] im sportlichen Handeln das Bewegungshandeln eng verstrickt ist mit Sprechhandlungen und technischen Handlungen“ (Kuhlmann, 1986, S. 24). Bewegungshandlungen und Kommunikationshandlungen stehen seiner Ansicht nach in einem komplementärem Verhältnis zueinander und sprachliches Handeln ist eingebettet, in andere menschliche Handlungen, ein spezieller Teil von ihnen (vgl. Kuhlmann, 1986, S. 25).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Konjunktur des bilingualen Unterrichts ein und beleuchtet die kontroversen Debatten um dessen Anwendung im Sportunterricht.
2. Bilingualer Sachfachunterricht: Dieses Kapitel liefert eine definitorische Basis, stellt das CLIL-Konzept vor und gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand.
3. Die Kernlehrpläne in NRW: Hier werden die kompetenzorientierten Kernlehrpläne analysiert und auf ihre Eignung für den bilingualen Sportunterricht hin untersucht.
4. Sport als Sachfach im bilingualen Unterricht: Dieses Kernkapitel erörtert die Charakteristika des Sachfachs Sport, die Bedeutung von Kommunikation und das interkulturelle Potenzial des Unterrichts.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, entkräftet die geäußerten Kritikpunkte und gibt einen Ausblick auf die Zukunft eines bilingualen Sportunterrichts.
Bilingualer Sportunterricht, Sportpädagogik, CLIL, Kernlehrplan Sport, Fremdsprachenerwerb, Handlungsorientierung, Mehrperspektivität, interkulturelle Kompetenz, Kommunikation, Fachsprache, Bewegungsaufgabe, Sprachlernpotenzial, Authentizität, Unterrichtskommunikation, NRW.
Die Arbeit befasst sich mit den Chancen und Möglichkeiten, das Schulfach Sport in einer Fremdsprache (z.B. Englisch) zu unterrichten und dabei sowohl motorische als auch sprachliche Kompetenzen zu fördern.
Die zentralen Themen sind das CLIL-Konzept, die Analyse von Kernlehrplänen in NRW, die Rolle der Sprache im Sportunterricht und das interkulturelle Bildungspotenzial.
Ziel ist es, die Einschätzungen kritischer Stimmen zu widerlegen und zu untersuchen, ob und welches Potenzial ein bilingualer Sportunterricht für den Lernerfolg hat.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse von Fachliteratur, dem Forschungsstand und den offiziellen Kernlehrplänen basiert.
Der Hauptteil analysiert die Charakteristika des Sportunterrichts, die Rolle der Sprache, die Bedeutung der Handlungsorientierung und Möglichkeiten der Kooperation.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie bilingualer Sportunterricht, CLIL, Handlungsorientierung und interkulturelle Kompetenz geprägt.
Die Arbeit argumentiert, dass Sprache im Sportunterricht eine funktionale Rolle einnimmt und durch authentische Kommunikationssituationen zur Unterstützung des Bewegungslernens dient, anstatt Bewegungszeit zu reduzieren.
Der Kernlehrplan liefert durch seinen kompetenzorientierten Ansatz und die Forderung nach kognitiven sowie kommunikativen Prozessen wichtige Ansatzpunkte für eine bilinguale Gestaltung.
Sicherheitsbedenken werden durch Methoden wie das "Code-Switching" entkräftet, wobei in kritischen Situationen oder bei Verständnisschwierigkeiten bewusst in die Muttersprache gewechselt werden kann.
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