Masterarbeit, 2012
33 Seiten, Note: Sehr gut
Einleitung
1 ORA ET LABORA
1.1 Ursprung
1.2 Christentum
1.3 Glanz und Gloria
1.4. Einfluss
1.5 Hohe Kunst
1.6 Weißstickerei
1.7. Savoir vivre
1.8. Rückbesinnung
1.9. „ Durch die Blume“
1.10. Natur als Maßstab
1.11. Neue Zeiten
2. Künstlerische Arbeit
2.1. Wie es dazu kam…
2.2. …und was daraus wurde
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Stickerei von ihren Ursprüngen bis zur zeitgenössischen Anwendung und verknüpft diese theoretischen Erkenntnisse mit einer künstlerisch-praktischen Auseinandersetzung, bei der die Aktualität und Vielfalt sticktechnischer Ausdrucksformen anhand eines Wandbehangs demonstriert werden.
1.1 Ursprung
Die Frage nach dem Ursprung der Stickerei wurde nicht nur unter historischen sondern auch unter technischen Gesichtspunkten erörtert.
Die Wiege der Stickkunst ist aller Wahrscheinlichkeit nach in China zu suchen, wo auch die Weberei schon 3000 v. Chr. bekannt war. Das älteste bestickte Gewebe bzw. Gewebefragment stammt aus der Shang-Dynastie (1556–1051 v Chr).
Auf welchem Weg die Stickerei in unser Gebiet gelangte, ist laut fachkundigen Aussagen rein spekulativ. „…sie konnte nur in einem Bereich produziert werden, der aufgrund seines politischen Gewichts die erforderlichen wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Ausübung handwerklicher Tätigkeit und vor allen Dingen für die Entfaltung schöpferischer Leistung schuf.“
In unserem Gebiet ist Stickerei seit etwa 600 v. Chr. bekannt und jedes gefundene Stück ist als Dokument für geschichtlichen und politischen Zusammenhang zu werten. Museen für Ur- und Frühgeschichte zeugen mit ihrem Ausgrabungsfundus darüber, dass Nadeln mit Öhren bereits in der Eiszeit in Verwendung waren und dass Menschen im Paläolitikum Nadeln aus Holz, Knochen oder Horn und später aus Bronze oder Kupfer benützten.
Einleitung: Diese Einleitung definiert das Sticken als zeitloses Handwerk und stellt den persönlichen Leitfaden der Autorin vor, der die historische Analyse mit einer praktischen Arbeit verknüpft.
1 ORA ET LABORA: Dieses Kapitel gibt einen umfassenden Überblick über die kulturgeschichtliche Evolution der Stickerei, von den antiken Ursprüngen über religiöse und höfische Einflüsse bis hin zu modernen technischen Entwicklungen.
2. Künstlerische Arbeit: Hier wird der Entstehungsprozess des eigenen künstlerischen Projekts geschildert, inklusive der persönlichen Motivation, der angewandten Techniken und der künstlerischen Reflexion.
Stickerei, Handarbeit, Textilkunst, Sticktechniken, Kulturgeschichte, Nadel und Faden, Wandbehang, Handwerk, Materialkunde, Art Nouveau, Klassizismus, Weißstickerei, Smart Textiles, Design, Kreativität.
Die Arbeit beleuchtet die Stickerei als historisch gewachsenes, kulturelles Handwerk und setzt dieses Wissen in eine eigene künstlerische Praxis um.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Stickerei, ihrer Bedeutung als gesellschaftliches Barometer und der praktischen Anwendung diverser Sticktechniken.
Das Ziel ist es, die immerwährende Aktualität des Stickens zu belegen und die persönliche Leidenschaft für dieses Handwerk durch ein komplexes, gesticktes Gesamtwerk zu demonstrieren.
Es wurde eine Kombination aus historischer Recherche (Literaturanalyse) und künstlerisch-praktischer Umsetzung (Action Research/künstlerische Arbeit) gewählt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen ausführlichen historischen Abriss verschiedener Epochen und einen detaillierten Bericht über die eigene gestalterische Arbeit am Wandbehang.
Besonders prägend sind Begriffe wie Handarbeit, Textilkunst, historische Sticktechniken, Materialvielfalt und der künstlerische Ausdruck im Kontext der Zeitgeschichte.
Er dient als exemplarisches Leitbild des Jugendstils, dessen geschwungene Linienführung und dynamische Energie maßgeblich die künstlerische Auffassung der Autorin beeinflusst haben.
Es handelt sich um die „Encyklopädie der weiblichen Handarbeiten“ von Therese de Dillmont, die als grundlegendes historisches Nachschlagewerk für klassische Sticktechniken dient.
Die Autorin zeigt dies insbesondere im Kapitel „Neue Zeiten“, in dem Entwicklungen wie Sensorenbettwäsche oder Smart Technical Embroidery thematisiert werden.
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