Bachelorarbeit, 2015
59 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problem und Fragestellung
1.2 Methode und Vorgehensweise
1.3 Forschungslage und Literatur
2. Einführung in die Theorie
2.1 Realismus nach Morgenthau
2.1.1 Menschenbild nach Morgenthau
2.1.2 Machtverständnis nach Morgenthau
2.1.3 Internationale Politik und Rolle der Macht
2.1.4 Formen der Politik
2.1.5 Hypothesen zu Realismus
2.2 Neorealismus nach Kenneth Waltz
2.2.1 Internationales System: Akteure und Strukturen
2.2.2 Balance of Power
2.2.3 Hypothese zu Neorealismus
3. Die russische Intervention aus der Perspektive des Realismus
3.1 Vor der Krise: Politik des Status quo oder Imperialismus?
3.1.1 Die Bestimmung des Status quo
3.1.2 Assoziierungsabkommen und NATO-Osterweiterung — Machtgewinn des Westens?
3.1.2.1 Geopolitische Bedeutung und wirtschaftliche Potential der Ukraine
3.1.2.2 Assoziierungsabkommen – Machtzugewinn der EU?
3.1.2.3 NATO – Machtgewinn des Westens?
3.1.3 Russische Außenpolitik: Politik des Status quo?
3.2 Die Russische Intervention in die Ukraine – Politik des Imperialismus?
3.2.1 Krim-Krise
3.2.2 Konflikt in der Ostukraine
3.2.3 Die russische Intervention – Imperialismus Politik?
3.3 Interpretation aus der realistischen Perspektive
4. Die russische Intervention aus der Perspektive des Neorealismus
4.1 Struktur des Internationalen Systems
4.2 Westliche Bedrohungen für Russland
4.3 Bandwagoning oder Balancing
4.4 NATO-Beitritt der Ukraine – Bedrohung für Russland?
4.5 Analyse der russischen Intervention
4.5.1 Annexion der Krim
4.5.2 Konflikt in der Ostukraine
4.6 Interpretation der neorealistischer Perspektive
5. Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht das russische Handeln in der Ukraine-Krise aus der theoretischen Perspektive des (Neo-)Realismus. Ziel ist es zu analysieren, ob Russland mit seinem Vorgehen primär Macht als Selbstzweck anstrebt oder ob das Streben nach Sicherheit aufgrund struktureller Bedrohungen durch den Westen ausschlaggebend war.
1.1 Problem und Fragestellung
Seit mehr als einem Jahr befindet sich die Ukraine in einer schwerwiegender politischen Krise. Im Oktober 2013 stand die ukrainische Regierung kurz davor, das Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen, was einen wichtigen Schritt in Richtung der westlichen Annäherung für die Ukraine bedeutete. Der damalige Präsident der Ukraine Wiktor Janukowytsch weigerte sich allerdings das Abkommen zu unterzeichnen, was zum Ausbruch der Massenproteste in Kiew führte. Im Februar 2014 eskalierte die Situation auf dem Maidan, infolge der mehr als 100 Menschen getötet wurden. Der Konflikt führte zu der Absetzung des Präsidenten, was seine Flucht zur Folge hatte.
Als Reaktion auf den politischen Umsturz in Kiew, kam es zu Unruhen auf der Krim aus, wo prorussische Separatisten die Abspaltung der Halbinsel von der Ukraine forderten. Darüber hinaus entwickelte sich in der Ostukraine ein bewaffneter Konflikt zwischen den prorussischen Aktivisten und den ukrainischen Truppen, der sich später zu einem Bürgerkrieg entwickelte.
Russland reagierte auf die Krim-Krise, in dem es eine völkerrechtlich umstrittene Annexion der Halbinsel durchführte. In der Ostukraine leistete Russland den Aufständischen verdeckt militärische Unterstützung geleistet, die durch viele Hinweise belegt wurde.
Aus den oben dargelegten Ereignissen stellt sich die Frage: Warum hat Russland in der Ukraine-Krise interveniert?
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Ukraine-Krise ein, benennt die Problemstellung und definiert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen der Einzelfallstudie.
2. Einführung in die Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Realismus nach Morgenthau und des Neorealismus nach Waltz als Analyseinstrumente für das staatliche Verhalten erarbeitet.
3. Die russische Intervention aus der Perspektive des Realismus: Dieses Kapitel analysiert das russische Vorgehen unter Anwendung der Hypothesen von Morgenthau, wobei zwischen einer Status-quo-Politik und einer imperialistischen Politik unterschieden wird.
4. Die russische Intervention aus der Perspektive des Neorealismus: Diese Analyse betrachtet das russische Verhalten als Reaktion auf strukturelle Sicherheitsbedrohungen durch NATO und EU im Rahmen des internationalen Systems.
5. Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Erklärungsfähigkeit der beiden realistischen Theorien für den analysierten Konflikt.
Realismus, Neorealismus, Ukraine-Krise, Russland, Krim-Annexion, Sicherheitsdilemma, Machtpolitik, Internationale Beziehungen, NATO-Osterweiterung, Machtgleichgewicht, Status quo, Imperialismus, Außenpolitik, Souveränität, Einzelfallstudie.
Die Arbeit untersucht die Hintergründe der russischen Intervention in der Ukraine unter Anwendung internationaler Beziehungstheorien.
Der Fokus liegt auf dem klassischen Realismus von Hans J. Morgenthau und dem strukturellen Neorealismus von Kenneth Waltz.
Es soll geklärt werden, ob das russische Handeln als Streben nach Macht oder als notwendige Reaktion zur Sicherheitsmaximierung interpretiert werden kann.
Die Arbeit verwendet die Methode der empirischen Einzelfallstudie, um den konkreten Konfliktfall theoriegeleitet zu analysieren.
Dazu gehören die Analyse der Krim-Krise, der Konflikt in der Ostukraine sowie die russische Wahrnehmung der NATO-Osterweiterung und EU-Annäherung.
Die Begriffe konzentrieren sich auf machtpolitische und sicherheitsrelevante Konzepte der internationalen Politik wie Sicherheitsdilemma und Machtgleichgewicht.
Die Einteilung erfolgt anhand des Wechsels von wirtschaftlichen Druckmitteln (Status-quo-Politik) hin zu militärischen Maßnahmen (Krim-Annexion/Imperialismus).
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die klassische realistische Perspektive eine treffende Deutung des imperialistischen Charakters der russischen Politik liefert.
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