Bachelorarbeit, 2015
71 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Forschungsstand
1.3. Methodik
1.4. Aufbau
2. Wirtschafts- und Währungspolitische Entscheidungen auf europäischer Ebene im Kontext der ökonomischen Entwicklung
2.1. Wirtschafts- und Währungspolitik der europäischen Gemeinschaften bis zur formalen Gründung der EU
2.2. Ökonomische Konjunktur von Deutschland und Frankreich im Vergleich zur gesamten Union zwischen 1993 und 2004
2.3. Ökonomische Konjunktur von Deutschland und Frankreich im Vergleich zur gesamten Union zwischen 2004 und 2014
3. Befürwortung der EU-Mitgliedschaft in der gesamten Union zwischen 1993 und 2014
4. Befürwortung der EU-Mitgliedschaft in Frankreich und Deutschland
4.1. Bundesrepublik Deutschland
4.2. Französische Republik
5. Schlussbetrachtungen und Ausblick
6. Bibliografie
7. Anhang
Die Arbeit untersucht, inwiefern die wirtschaftliche Konjunktur in der Europäischen Union zwischen 1993 und 2014 die durchschnittliche Befürwortung der Unionsmitgliedschaft in Deutschland und Frankreich im Vergleich zur gesamten Union beeinflusst hat.
1.1. Problemstellung:
"Der Maastrichter Vertrag, der am 7. Januar 1992 unterzeichnet wurde markiert in der Geschichte der europäischen Integration eine Zäsur." Mit diesem Vertrag wurde die Europäische Union (EU) aus der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EG) gegründet und eine Dreisäulenstruktur vertraglich verankert. Dies hatte eine Ausweitung des supranationalen Charakters und eine gleichzeitige Kompetenzzuweisung für die Mitgliedsstaaten sowie der Union zur Folge. Zu der supranationalen ersten Säule der EG wurden zwei intergouvernementalen Säulen, die Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und die Polizeiliche und Justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (PJZS), installiert.
Besonders das mit dem Vertrag von Maastricht (VvM) vereinbarte Ziel der gemeinsamen Währungsunion deutete für die Mitgliedsstaaten auf den zukünftige Verlust der nationalstaatlichen Souveränität im Bereich der Geld- und Fiskalpolitik hin. Diese Ausweitung die supranationalen Charakters, die Vollendung des Binnenmarktes Ende 1992 und das Inkrafttreten von Schengen am 26. Mai 1995 führten in den 1990er Jahren zu neueren Forschungsansätzen in der sozialwissenschaftlichen Integrationsforschung. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand in wissenschaftlichen Diskursen Einigkeit, dass die Bevölkerung der europäischen Integration einer schweigenden Akzeptanz gegenüberstand und die Vertretung ihrer mehrheitlichen Interessen der jeweiligen Regierung anvertraute (permissive consensus). Demgegenüber geht die neuere Forschung von einem constraining dissensus aus, nach der die öffentliche Meinung zunehmend von einer kritischen Beurteilung der europäischen Politik geprägt ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die Problemlage nach dem Vertrag von Maastricht und legt die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen fest.
2. Wirtschafts- und Währungspolitische Entscheidungen auf europäischer Ebene im Kontext der ökonomischen Entwicklung: Dieses Kapitel ordnet politische Entscheidungen der EU theoretischen policy-Dimensionen zu und analysiert die ökonomische Entwicklung im Zeitverlauf in zwei Phasen.
3. Befürwortung der EU-Mitgliedschaft in der gesamten Union zwischen 1993 und 2014: Hier wird der Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Konjunktur und der Zustimmung zur EU-Mitgliedschaft für die gesamte Union untersucht.
4. Befürwortung der EU-Mitgliedschaft in Frankreich und Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die länderspezifische Zustimmung zur EU-Mitgliedschaft unter Berücksichtigung nationaler Unterschiede in politischer Kultur und wirtschaftlicher Struktur.
5. Schlussbetrachtungen und Ausblick: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengefasst und die Eignung des gewählten methodischen Ansatzes für zukünftige Forschungen diskutiert.
6. Bibliografie: Listet die verwendeten Quellen und Literatur auf.
7. Anhang: Enthält ergänzende Grafiken und Tabellen zur empirischen Untermauerung der Arbeit.
Europäische Union, Integration, Wirtschafts- und Währungspolitik, Eurobarometer, Konjunktur, Legitimationsforschung, Deutschland, Frankreich, Binnenmarkt, Supranationalismus, Intergouvernementalismus, BIP pro Kopf, Politische Kultur, Fiskalkrise, Euro-Rettungsschirm
Die Arbeit analysiert den Einfluss der wirtschaftlichen Entwicklung auf die öffentliche Unterstützung für die Europäische Union.
Die zentralen Themen umfassen die europäische Wirtschafts- und Währungspolitik, die Entwicklung des BIP pro Kopf und die öffentliche Meinung in Deutschland und Frankreich.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob und wie ökonomische Faktoren die Akzeptanz der EU-Mitgliedschaft in den untersuchten Ländern beeinflussen.
Es wird eine Längsschnittanalyse durchgeführt, die Wirtschaftsdaten mit Eurobarometer-Umfrageergebnissen vergleicht.
Im Hauptteil werden EU-Entscheidungen den theoretischen Funktionen Extraction, Regulation und Distribution zugeordnet und mit der Konjunktur sowie der Bürgerstimmung abgeglichen.
Wichtige Begriffe sind Europäische Union, Konjunktur, Legitimationsforschung, Deutschland, Frankreich und Integration.
Deutschland zeigt eine stärkere Ausrichtung an der supranationalen Perspektive und Stabilitätspolitik, während Frankreich stärker die intergouvernementale Perspektive und nationale Geltungsmacht betont.
Die Krisen führten zu einem deutlichen Rückgang der Zustimmung, da die Installierung von Rettungsschirmen und Sparauflagen von den Bevölkerungen kritisch wahrgenommen wurde.
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