Bachelorarbeit, 2015
70 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Themenstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Definition, Geschichte und Bedeutung des Erdöls
2.1 Definition und Eigenschaften des Erdöls
2.2 Bedeutung von Rohöl
2.3 Aufstieg des Erdöls
3 Der globale Ölmarkt
3.1 Ölmarkt und Ölkrisen
3.2 Ölpreis
3.2.1 Preisbildung
3.2.2 Preisentwicklung
3.2.3 Rohstoff-Superzyklus
3.2.4 Regionale Konzentration
3.2.5 Peak-Oil-These
3.2.6 Globale Ölförderung und Ölverbrauch nach Region
3.2.7 Referenzsorten
Brent
WTI
3.3 Handel
3.3.1 Terminhandel
Brent / WTI -Futures
3.3.1.1.1 Contango
3.3.1.1.2 Backwardation
3.3.1.1.3 Spread
Optionen
3.3.1.2.1 Long Call
3.3.1.2.2 Short Call
3.3.1.2.3 Long Put
3.3.1.2.4 Short Put
Straddle
3.3.1.3.1 Long Straddle
3.3.1.3.2 Short Straddle
Strangle
3.3.1.4.1 Long Strangle
3.3.1.4.2 Short Strangle
3.3.2 OTC-Handel
Forwards
Swaps
3.4 OPEC
3.4.1 Gründung und Ziele der OPEC
3.4.2 Macht der OPEC
3.4.3 Funktionsweise der OPEC
4 Ursachen für den Ölpreiscrash
4.1 Fracking-Boom in den USA
4.2 Saudi-Arabien
5 Auswirkungen des Ölpreisverfalls
5.1 Endverbraucher
5.2 Weltwirtschaft
5.3 Ölabhängigkeit verschiedener Länder
5.3.1 OPEC-Staaten
Saudi-Arabien
Venezuela
Irak
Nigeria
5.3.2 Nicht-OPEC-Staaten
Norwegen
Russland
USA
5.3.3 Grenzkosten
6 Ausblick
6.1 Einfluss des Klimawandels auf den Ölpreis
6.2 Rückkehr des Iran auf den Ölmarkt
6.3 Rolle der OPEC und der USA in der Zukunft
6.4 Weitere Erdölvorkommen
6.5 Preisentwicklung nach Einschätzung des Autors
Die vorliegende Arbeit untersucht den drastischen Ölpreisverfall in den Jahren 2014 und 2015. Ziel ist es, die tieferliegenden Ursachen dieses Preiscrashs zu identifizieren, die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie spezifische Produzenten- und Konsumentenstaaten zu analysieren und eine fundierte Prognose zur zukünftigen Ölpreisentwicklung zu wagen.
1.1 Themenstellung
Erdöl – der Motor der Weltwirtschaft ist eine zähe, dunkle Flüssigkeit mit elementarer Bedeutung für Wirtschaft, Militär, Gesellschaft und den Kapitalmarkt und gilt neben Wasser als wertvollster Rohstoff auf unserem Planeten. Öl ist der wichtigste Primärenergieträger der Welt und wird es höchstwahrscheinlich noch einige Zeit bleiben. Öl ist die Basis für Otto- und Dieselkraftstoffe, dient als Energiequelle beziehungsweise als Brennstoff und ist – zumindest im Augenblick – unentbehrlich für den Transportsektor. Darüber hinaus spielt Heizöl eine wichtige Rolle in vielen Volkswirtschaften. Rohöl steckt aber auch in diversen anderen Produkten wie in Schmierstoffen, Kunststoffen, Schaumstoffen, Behältnissen und sogar in pharmazeutischen Produkten. Vor allem Petrochemikalien sind ein unersetzliches Basismaterial für eine Vielzahl von Produkten wie Styropor, Farben und Lacke. Somit ist die Ressource Öl aktuell nicht wegzudenken, auch wenn es im Bereich der regenerativen Energien in den letzten Jahren einen beachtlichen Fortschritt gegeben hat.
Für die meisten Produzentenstaaten, insbesondere die, die der „Organisation erdölexportierender Länder“ (Organization of the Petroleum Exporting Countries) kurz OPEC, angehören, sind die Einnahmen aus dem Ölgeschäft von hoher Relevanz, weil sie einen hohen Anteil des Staatsbudgets ausmachen. Zur OPEC zählen unter anderen Irak, Iran, Venezuela, Algerien, Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Saudi-Arabien. Die OPEC besitzt 81% der Erdölreserven (Stand: 2013) und fördert 43% des weltweiten Rohöls (Stand: 2013). Damit unterstehen der OPEC die größten Erdölreserven weltweit. Die USA erleben seit geraumer Zeit einen Öl-Boom im eigenen Land. Die Förderung von Schieferöl haben die Amerikaner in der Ölversorgung unabhängig vom Weltmarkt gemacht. Gleichzeitig haben sich die Importe aus den OPEC-Staaten reduziert. Das große Angebot hat zu historisch niedrigen Preisen geführt. Der Öl-Boom der Amerikaner hat einen Preiskrieg zwischen den USA und Saudi-Arabien entfacht.
1 Einleitung: Vorstellung der Bedeutung von Erdöl und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich des Ölpreisverfalls 2014/2015.
2 Definition, Geschichte und Bedeutung des Erdöls: Grundlagen zu Eigenschaften von Rohöl sowie ein historischer Rückblick auf die Entwicklung des Ölmarktes.
3 Der globale Ölmarkt: Detaillierte Analyse des Ölmarktes, der Preisbildung, der Handelsformen und der Rolle der OPEC.
4 Ursachen für den Ölpreiscrash: Untersuchung der maßgeblichen Faktoren wie dem US-Fracking-Boom und der Förderpolitik Saudi-Arabiens.
5 Auswirkungen des Ölpreisverfalls: Darstellung der Folgen für Endverbraucher, die Weltwirtschaft und die finanzielle Situation exportabhängiger Staaten.
6 Ausblick: Prognose der zukünftigen Marktentwicklung unter Berücksichtigung von Klimawandel, geopolitischen Entwicklungen und neuen Vorkommen.
Erdöl, Ölpreis, Ölpreiscrash, OPEC, Fracking, Rohöl, Terminhandel, Futures, Optionen, Weltwirtschaft, Saudi-Arabien, USA, Energiewirtschaft, Marktanteile, Energieversorgung
Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem Ölpreis-Crash der Jahre 2014 und 2015, analysiert dessen Hintergründe und die globalen Auswirkungen.
Die Themen umfassen die globale Ölmarktdynamik, spezifische Finanzinstrumente im Ölhandel, die US-amerikanische Schieferölproduktion sowie die Reaktionen von OPEC-Staaten.
Das Ziel ist es, die Ursachen für den massiven Preisverfall zu klären und die Konsequenzen für verschiedene betroffene Volkswirtschaften aufzuzeigen.
Es wird eine deskriptive und analysierende Herangehensweise gewählt, basierend auf Literaturrecherche und der Auswertung von Marktdaten sowie Statistiken.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Marktanalyse, die Erklärung von Handelsstrategien (Futures, Optionen) und eine detaillierte Ursachenanalyse des Ölpreisverfalls.
Erdöl, Ölpreis, OPEC, Fracking, Weltwirtschaft, Futures, Optionen und Rohstoffmärkte.
Durch die drastisch gestiegene Förderung in den USA kam es zu einem Überangebot auf dem Weltmarkt, was als einer der Haupttreiber für den Preisverfall gilt.
Saudi-Arabien verfolgt eine Strategie zur Verteidigung seiner Marktanteile und nimmt durch die niedrigen Preise wirtschaftlichen Druck auf Konkurrenten, insbesondere die US-Fracking-Industrie, in Kauf.
Terminmärkte geben die globalen Preissignale vor, wobei Faktoren wie Contango oder Backwardation die Marktstimmung und Anlagestrategien maßgeblich beeinflussen.
Länder, deren Haushalte stark von Öleinnahmen abhängen, leiden unter massiven Einnahmeausfällen, was bis hin zu drohenden Staatspleiten führen kann.
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