Examensarbeit, 2015
59 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Definitionen und Aspekte der Inklusion
2.1 Heterogenität
2.2 Subjektivität
2.3 Individualität
3. Theoretische Grundlagen
3.1 Gesellschaftspolitische Bedeutung der Inklusion
3.2 Pädagogische Bedeutung der Inklusion
3.3 Juristische Bedeutung der Inklusion
4. Inklusion und die Menschenrechtsdebatte
5. Bedeutung der Inklusion für die Schule
5.1 Auswirkungen auf die Schüler
5.2 Auswirkungen auf die Lehrer
5. 3 Auswirkungen auf die Institution Schule am Beispiel der Schulform des Gymnasiums
6. Auswertung und Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung, Umsetzung und die Folgen der Inklusion im deutschen Schulwesen, mit besonderem Fokus auf das Gymnasium. Ziel ist es, die theoretischen Hintergründe und die gesellschaftspolitische Dimension der Inklusion interdisziplinär zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, wie diese Konzepte in die pädagogische Praxis übersetzt werden.
2.2 Subjektivität
Neben der Vielfalt, die sich aus der Heterogenität der Gesellschaft für die Idee der Inklusion ergibt, spielt die Subjektivität eine wichtige Rolle. Die Erklärung dieser Bedeutung lässt sich jedoch nicht so leicht aus der Lebensrealität und unserer Umgebung eindeutig herleiten, wie es im Falle der Heterogenität gewesen ist. Subjektivität als Aspekt der Inklusion stellt einen ideologischen Wert im Verhältnis zwischen dem Individuum und der Gesellschaft bzw. der Gemeinschaft dar. Folgerichtig muss an diesem Punkt auf ideentheoretische Grundlagen der Konstituierung des Verhältnisses von Individuum und Gemeinschaft eingegangen werden. Bei Gawlina findet sich im Verhältnis zwischen dem Subjektiven und dem Sittlichen eine Vertragsidee, die im weitesten Sinne der Idee des Leviathans bei Hobbes ähnlich ist. Es ist die Schutzfunktion der Sittlichkeit gegenüber subjektiven Bedürfnissen des Individuums. Auf der Ebene der Individuen kann es zu grundsätzlichen Interessenkonflikten kommen, die durch die Sittlichkeit und die daraus resultierende Objektivität vorgebeugt bzw. geschützt werden können.
Insofern wird dadurch deutlich, dass der Staat mit seiner Schutzfunktion zwangsläufig als sittlich einzustufen sein muss, um sich über die Subjektivität der Einzelinteressen erheben zu können. Für die Subjektivität als Aspekt der Inklusion ergibt sich, dass grundsätzlich die steuernde Institution z.B. die Schulbehörde oder auch Schule die Inklusion nur dann erfolgreich einführen kann, wenn sie erstens überhaupt erst die konstituierende und anerkannte Macht dazu hat und zweitens auch die Einzelinteressen, d.h. Unterschiede und Bedürfnisse, an sie herangetragen, artikuliert und anerkannt werden.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die begriffliche Unterscheidung zwischen Integration und Inklusion ein und skizziert die Herausforderung, heterogene gesellschaftliche Bedürfnisse im Bildungssystem zu vereinen.
2. Definitionen und Aspekte der Inklusion: Dieses Kapitel erläutert zentrale Begriffe wie Heterogenität, Subjektivität und Individualität als theoretische Stützpfeiler einer inklusiven Pädagogik.
3. Theoretische Grundlagen: Hier wird der gesellschaftspolitische, pädagogische und juristische Rahmen der Inklusion, unter anderem auf Basis systemtheoretischer Überlegungen von Luhmann, dargelegt.
4. Inklusion und die Menschenrechtsdebatte: Das Kapitel diskutiert, wie Menschenrechte die Grundlage für Inklusion bilden und inwiefern soziale Ungleichheit als Missachtung dieser Rechte verstanden wird.
5. Bedeutung der Inklusion für die Schule: Es werden die Auswirkungen auf verschiedene Akteure (Schüler, Lehrer, Institution Schule) untersucht und die spezifische Situation an Gymnasien analysiert.
6. Auswertung und Diskussion: Das Fazit kritisiert die Diskrepanz zwischen ideellem Anspruch der Inklusion und der faktischen Umsetzung („Inklusion light“) im deutschen Schulsystem.
Inklusion, Integration, Bildungssystem, Heterogenität, Subjektivität, Individualität, Menschenrechte, Schulentwicklung, Gymnasium, Sonderpädagogik, soziale Ungleichheit, Systemtheorie, Lehrerausbildung, Leistungsgesellschaft, Partizipation.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und praktischen Umsetzung von Inklusion im deutschen Bildungssystem unter Berücksichtigung historischer und gesellschaftspolitischer Rahmenbedingungen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Begriffsdefinitionen von Inklusion und Exklusion, den juristischen Vorgaben (z.B. UN-BRK), der Rolle des Humboltschen Bildungsbegriffs sowie der Schulpraxis in Deutschland.
Das Ziel ist die kritische Beantwortung der Frage, wie Inklusion im gegliederten deutschen Schulwesen, insbesondere am Gymnasium, umgesetzt wird und welche strukturellen Barrieren dabei bestehen.
Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Literaturanalyse, um Begriffe und theoretische Konzepte (Systemtheorie, Bildungsphilosophie) mit aktuellen bildungspolitischen Analysen und Fallbeispielen zu verknüpfen.
Der Hauptteil analysiert die Bedeutung der Inklusion für Schüler, Lehrkräfte und die Institution Schule, inklusive der Auseinandersetzung mit Sonderpädagogik und dem Spannungsfeld zum Leistungssystem.
Zentrale Begriffe sind Inklusion, Integration, Heterogenität, Systemtheorie, Menschenrechte, Segregation und Bildungsreform.
Das Gymnasium dient als Fallbeispiel, da es traditionell auf Homogenität und Leistungselektion ausgerichtet ist und somit einen besonders deutlichen Kontrast zur inklusiven Idee darstellt.
Der Autor äußert Skepsis und kritisiert, dass oft nur eine „Inklusion light“ stattfindet, bei der die selektiven Mechanismen des Systems weitgehend unberührt bleiben.
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