Masterarbeit, 2014
134 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Hundegestützte Pädagogik und Therapie im Diskurs
1.1 Die Abenteuer- und Erlebnispädagogik bietet Chancen für tiergestützte Interventionen
1.2 Vom Nutzen der Hunde in der pädagogischen Arbeit
1.3 Hunde im Therapieeinsatz
1.4 Suchtmittelkonsumentwöhnung beim Menschen mithilfe des Einsatzes von Hunden
1.5 Zusammenfassung
2. Die Einrichtung: Der Kompass e.V. Elsholz
3. FORSCHUNG: Methodisches Vorgehen
4. SAMPLING: Auswahl der Klientel
4.1 Kriterien des episodischen Interviews
4.2 Implementierung der Interviews
4.3 Erstellung der Transkription mit MAXQDA
5. AUSWERTUNG: Informationen zur inhaltsanalytischen Auswertung nach Mayring
6. Zur Wirksamkeit des Umgangs von Jugendlichen mit Schlittenhunden im Rahmen eines Entzugs - Ergebnisse einer empirischen Studie
6.1 Gründe für den Drogenkonsum
6.2 Interventionen von Außenstehenden, Pädagogen und Therapeuten
6.3 Die Bedeutung der Schlittenhunde während der Therapie
6.4 Erfahrungs- und Bewegungslernen durch abenteuerliche Erlebnisse mit Schlittenhunden
7. Analyse der Ergebnisse im Vergleich mit den Aussagen von Referenzautoren
8. Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potenzial tiergestützter Interventionen, insbesondere den Einsatz von Schlittenhunden, zur Unterstützung von Jugendlichen im Drogenentzug. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, inwieweit die Arbeit mit Schlittenhunden im Rahmen abenteuer- und erlebnispädagogischer Ansätze dazu beitragen kann, krisenhafte Phasen während des Entzugsprozesses positiv zu beeinflussen und die Resilienz sowie das Selbstwertgefühl der Betroffenen zu stärken.
6.4 Erfahrungs- und Bewegungslernen durch abenteuerliche Erlebnisse mit Schlittenhunden
Durch den Einsatz von Schlittenhunden während der Therapie entwickelt sich, wie Beobachtungen belegen, bezogen auf die Aktivierung der Jugendlichen eine gewisse Eigendynamik. Die Bezugsgruppe fängt in der Regel, ohne zusätzlicher Motivation zu bedürfen an, sich im Zusammenspiel mit den Hunden sportlich zu betätigen. Dabei gewinnen die Hunde mit der Zeit immer mehr an emotionaler Bedeutung. Sie bilden quasi ein Interface für Motivation und Eigeninitiative, was zu einem erhöhten Fitnessgrad der Jugendlichen führt. Optional steht das hauseigene Fitnessstudio zusätzlich zur Disposition Nach ein paar Trainingsstunden mit den Schlittenhunden ist tendenziell auch eine Erhöhung der Besucherzahlen des Studios zu registrieren.
Die Situationen, die mit den Schlittenhunden erlebt werden, sind immer direkte und unmittelbare Momente mit einem allgegenwärtigen Realitätsbezug. Das Agieren innerhalb einer Situation basiert auf dem „Actio-Reaktio-Prinzip“, das in diesem Fall leiblich ausgeprägt im Hier und Jetzt erfahren wird. Verstöße gegen geltende Regeln zeitigen unmittelbar negative Auswirkungen. Die hiermit verbundene Verantwortung, die auf die Jugendlichen übertragen wird, kann als motivierend wirkender Druck verstanden werden. Ihr Handeln bestimmt den Ausgang der Situation innerhalb der Interaktion mit den Schlittenhunden. Die Hunde fordern zu sportlicher Betätigung unter Beachtung von Regeln heraus. Die Situationen, in die sich die Jugendlichen mit ihren Schlittenhunden begeben, beinhalten ein Wagnispotential. Eine Fahrt mit dem Schlittenhundegespann oder dem Mountainbike ist schnell und verlangt der FahrerIn höchste Konzentration und Sportlichkeit ab. Bei steileren Wegpassagen muss den Hunden auch durch Anschieben des Gefährts geholfen werden. Nicht vorhersehbare Ereignisse (z.B. Hunde, die sich in der Nackenleine überkreuzten, lahmende Hunde, Streit zwischen den Hunden) erfordern ein sofortiges Handeln.
1. Hundegestützte Pädagogik und Therapie im Diskurs: Theoretische Einordnung der tiergestützten Interventionen in die Soziale Arbeit unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen und aktueller Standards.
2. Die Einrichtung: Der Kompass e.V. Elsholz: Vorstellung der therapeutischen Einrichtung, ihrer Arbeitsweise und der Bedeutung der Schlittenhunde für das dortige pädagogische Konzept.
3. FORSCHUNG: Methodisches Vorgehen: Begründung der Wahl qualitativer Forschungsmethoden, insbesondere der Grounded Theory und der inhaltsanalytischen Auswertung.
4. SAMPLING: Auswahl der Klientel: Beschreibung der Auswahlkriterien für die im Rahmen der Arbeit befragten Jugendlichen und deren Hintergründe.
5. AUSWERTUNG: Informationen zur inhaltsanalytischen Auswertung nach Mayring: Erläuterung des angewandten Auswertungsverfahrens zur systematischen Aufbereitung der Interviewdaten.
6. Zur Wirksamkeit des Umgangs von Jugendlichen mit Schlittenhunden im Rahmen eines Entzugs – Ergebnisse einer empirischen Studie: Analyse der erhobenen Daten, gegliedert nach Ursachen des Drogenkonsums, Interventionen und der Bedeutung der Schlittenhunde.
7. Analyse der Ergebnisse im Vergleich mit den Aussagen von Referenzautoren: Diskussion der gewonnenen Erkenntnisse in Bezug auf die bestehende Fachliteratur und theoretische Modelle.
8. Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Limitationen der Studie und zukünftige Forschungsbedarfe.
Tiergestützte Pädagogik, Schlittenhunde, Suchtmittelentzug, Erlebnispädagogik, Jugendliche, Soziale Arbeit, qualitative Forschung, episodisches Interview, Resilienz, Selbstwertgefühl, Mensch-Tier-Beziehung, Therapiebegleithunde, Autonomiebewusstsein, Drogenprävention, Handlungsfähigkeit.
Die Arbeit untersucht, ob und wie der Kontakt zu Schlittenhunden drogenabhängige Jugendliche in einem therapeutischen Entzugsprozess unterstützen kann.
Zentrale Themen sind die Wirksamkeit tiergestützter Pädagogik, erlebnispädagogische Ansätze, Bindungstheorie und die psychosoziale Entwicklung suchtkranker Heranwachsender.
Ziel ist es, die Praxistauglichkeit theoretischer Annahmen zum tiergestützten Entzug empirisch zu prüfen und neue Erkenntnisse für die Fachdisziplin zu gewinnen.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf episodischen Interviews mit zwei Klienten und einer inhaltsanalytischen Auswertung nach Mayring basiert.
Der Hauptteil beleuchtet die Ursachen des Drogenkonsums, die pädagogische Arbeit beim „Kompass e.V.“ und die konkreten Erfahrungen der Jugendlichen mit den Schlittenhunden.
Begriffe wie Resilienz, Bindung, Selbstbildungsprozesse, Du-Evidenz und erlebnisorientierte Jugendhilfe sind essenziell für das Verständnis der Arbeit.
Die Hunde bieten den Jugendlichen einen "Anker" und ermöglichen ihnen durch die tägliche Verantwortung und das sportliche Training, neue Handlungsmuster zu entwickeln und sich selbst als wirksam zu erleben.
Die Autorin schlussfolgert, dass die Arbeit mit Schlittenhunden als "Interface" für Motivation fungiert, welches Jugendlichen bei der Entwicklung eines neuen, selbstbestimmten Lebensplans helfen kann.
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