Forschungsarbeit, 2015
154 Seiten
1. Einleitung
1.1 Einführung und Problemstellung
1.2 Zentrale Fragestellungen und Ziel der Untersuchung
1.3 Zum Aufbau
2. Qualitätsmanagement in regionalen Kompetenzzentren und ProReKo
2.1 Weiterentwicklung der berufsbildende Schulen im Sinne des Dänischen Modells und Regionale Kompetenzzentren
2.2 Einfluss des New Public Managements auf die Entwicklung der berufsbildenden Schulen in Regionale Kompetenzzentren
2.2.1 Komponenten von NPM
2.2.2 Komponenten des NPM in berufsbildenden Schulen
2.3 Zwischenfazit
2.4 Schulversuch „Berufsbildende Schulen in Niedersachsen als Regionale Kompetenzzentren“ (ProReKo)
2.4.1 Organisation des Schulversuchs auf Landesebene
2.5 Projektstruktur und Arbeitsfelder
2.5.1 Arbeitsfeld Qualitätsmanagement
2.5.2 Diskussion der Rolle des Arbeitsfelds Qualitätsmanagement im Schulversuch ProReKo
2.6 Umsetzung des Schulversuchs ProReKo an der untersuchten Schule
2.6.1 Charakteristika der untersuchten Schule
2.6.2 Projektorganisation auf Schulebene
2.6.3 Arbeitsfeld Qualitätsmanagement
2.7 Fazit
3. Qualitätsmanagementsysteme an berufsbildenden Schulen im Vergleich
3.1 Zum Begriff „Qualität“
3.1.1 Allgemeine Definition des Qualitätsbegriffs
3.1.2 Der Qualitätsbegriff in der Berufsbildung
3.2 Qualitätsmanagement an berufsbildenden Schulen
3.2.1 Die Qualitätsnorm DIN EN ISO 9000ff
3.2.2 Das Q2E-Modell
3.2.3 Das Modell der “European Foundation for Quality Management” (EFQM)
3.2.3.1 Struktureller Aufbau des EFQM-Modells
3.2.3.2 Selbstbewertung mit dem EFQM-Modell
3.3 Kriterienbasierte, vergleichende Analyse der Qualitätsmanagementsysteme
3.3.1 Kriterium 1: Kriterien und Standards
3.3.2 Kriterium 2: Referentielle Systematik
3.3.3 Kriterium 3: Benchmark
3.3.4 Ergebnis der vergleichenden Analyse
4. Untersuchungsdesign
4.1 Leitende Fragen und Ziel der Untersuchung
4.2 Methode
4.3 Begründung des Untersuchungsdesigns
5. Systematik der Anwendung des EFQM-Modells an der untersuchten Schule
5.1 Ergebnis der Analyse der Selbstbewertungen
5.2 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.3 Reflexion des methodischen Vorgehens
6. Messbare Verbesserungen der Qualität der schulischen Arbeit durch den Einsatz des EFQM-Modells
6.1 Ergebnis der Analyse der messbaren Verbesserung
6.2 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.3 Reflexion des methodischen Vorgehens
7. Ergebnis der Untersuchung und Schlussfolgerungen
7.1 Zusammenfassung der Ergebnisse der Systematik der Anwendung des EFQM-Modells
7.2 Zusammenfassung der Ergebnisse der messbaren Verbesserungen der Qualität der schulischen Arbeit
7.3 Desiderata
7.4 Handlungsempfehlungen
Die Arbeit untersucht, ob durch den Einsatz des EFQM-Modells messbare Verbesserungen der Qualität schulischer Arbeit an berufsbildenden Schulen im Kontext der Transformation zu regionalen Kompetenzzentren erzielt werden können.
1.1 Einführung und Problemstellung
Etwa seit Beginn des Jahrtausends werden Qualitätsmanagementsysteme in deutschen berufsbildenden Schulen verstärkt eingesetzt. Die Nutzung dieser Systeme ist eine direkte Folge der Diskussion um strukturelle Verbesserungen des Berufsbildungssystems. Unter dem Oberbegriff Regionale Kompetenzzentren wurden in der Folge dieser Diskussion Modellversuche durchgeführt, die eine strukturelle und organisatorische Entwicklung der Schulen zum Ziel hatten. Kern der Entwicklung der berufsbildenden Schulen zu Regionalen Kompetenzzentren war eine angestrebte Transformation der Schulen zu regionalen Dienstleistern. Gegenüber der bisherigen weitgehenden Abhängigkeit von der Schulverwaltung sollten sie auf diesem Reformweg ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Selbstständigkeit erhalten. In diesem Kontext sollen Qualitätsmanagementsysteme als Instrument der inneren Schulentwicklung sowie als Kontroll- und Steuerungsinstrument dienen. In Deutschland wurden vor allem die Qualitätsmanagementsysteme der European Foundation for Quality Management, das Modell Qualität durch Evaluation und Entwicklung, sowie das Qualitätsmanagementsystem ISO 9000 ff für den Einsatz in berufsbildenden Schulen diskutiert und erprobt.
In Niedersachsen wurde in dem Schulversuch „Projekt Regionale Kompetenzzentren (ProReKo)“ das Qualitätsmanagementsystem der European Foundation for Quality Management, kurz EFQM-Modell, zunächst an beteiligten Schulen eingeführt. Das EFQM-Modell war durch seine zentrale Rolle innerhalb des Schulversuchs in besonderem Maße dafür verantwortlich, die sogenannten Globalziele des Schulversuchs, (1) die Schulen zu regional- und kundenorientierten Dienstleistern zu entwickeln und (2) die Qualität der Arbeit der Schulen messbar zu verbessern, zu erreichen. Das EFQM-Modell wurde noch im laufenden Schulversuch für alle anderen niedersächsischen berufsbildenden Schulen verpflichtend eingeführt.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Qualitätsmanagementsysteme an berufsbildenden Schulen und Darlegung der zentralen Fragestellung sowie des methodischen Aufbaus.
2. Qualitätsmanagement in regionalen Kompetenzzentren und ProReKo: Analyse der bildungspolitischen Entwicklungen, der Rolle des New Public Managements und der spezifischen Organisation des Schulversuchs ProReKo.
3. Qualitätsmanagementsysteme an berufsbildenden Schulen im Vergleich: Definition des Qualitätsbegriffs und detaillierter Vergleich der Modelle DIN EN ISO 9000ff, Q2E und EFQM hinsichtlich ihrer Eignung.
4. Untersuchungsdesign: Beschreibung der gewählten qualitativen und quantitativen Methoden, basierend auf Dokumentenanalyse und Längsschnitt-Befragungen.
5. Systematik der Anwendung des EFQM-Modells an der untersuchten Schule: Analyse der tatsächlichen Umsetzung des EFQM-Modells in der Schule anhand der vorgegebenen Kriterien.
6. Messbare Verbesserungen der Qualität der schulischen Arbeit durch den Einsatz des EFQM-Modells: Auswertung, inwieweit die Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung durch die Akteure wahrgenommen und umgesetzt wurden.
7. Ergebnis der Untersuchung und Schlussfolgerungen: Zusammenführung der Erkenntnisse und Ableitung von Desiderata sowie Handlungsempfehlungen für zukünftige Implementierungen.
Qualitätsmanagement, EFQM-Modell, Berufsbildende Schulen, Regionale Kompetenzzentren, Schulentwicklung, New Public Management, ProReKo, Selbstevaluation, Q2E-Modell, DIN EN ISO 9000, Schulqualität, Bildungsmanagement, Qualitätsentwicklung, Schulleitung, Personalentwicklung
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Qualitätsmanagementsystemen, insbesondere des EFQM-Modells, bei der strukturellen und qualitativen Weiterentwicklung von berufsbildenden Schulen zu regionalen Kompetenzzentren.
Neben der theoretischen Herleitung von Qualität in Bildungseinrichtungen stehen die Implementierung des EFQM-Modells im Rahmen des niedersächsischen Schulversuchs ProReKo und die Wirkung auf schulische Arbeitsprozesse im Vordergrund.
Das Ziel ist es, auf Basis einer exemplarischen Fallstudie zu klären, ob und inwieweit durch das EFQM-Modell messbare Verbesserungen der schulischen Arbeit erzielt werden konnten.
Der Autor nutzt ein multimethodisches Vorgehen, das qualitative Dokumentenanalysen (Protokolle, Berichte) mit den Ergebnissen einer quantitativen Längsschnitt-Befragung kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einbettung (Qualitätsmanagement-Vergleich), die Darstellung des Untersuchungsdesigns sowie die detaillierte Analyse der Anwendung und Wirkungen des EFQM-Modells an der untersuchten Schule.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Qualitätsmanagement, Schulentwicklung, EFQM-Modell, ProReKo, New Public Management und Selbstevaluation geprägt.
Die Schulleitung ist primär für die Steuerung der Qualitätsprozesse verantwortlich. Die Analyse zeigt, dass ihr Engagement entscheidend für die organisatorische Verankerung des Modells ist.
Das EFQM-Modell wird als flexibleres und umfassenderes Steuerungsinstrument bewertet, das sich besser für die Transformation der komplexen Strukturen einer Schule in ein regionales Kompetenzzentrum eignet.
Die Analyse verdeutlicht, dass administrative Verbesserungen zwar realisiert wurden, die Mitarbeiter jedoch im Zeitverlauf skeptischer gegenüber der spürbaren operativen Verbesserung ihres Unterrichtsalltags wurden.
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