Bachelorarbeit, 2014
42 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Grundlagen zur Analyse der Geschäftstätigkeit von Anheuser-Busch InBev und der Brauindustrie
2.1.1 Vorstellung Anheuser-Busch InBev
2.1.2 Struktur des Beteiligungsportfolios
2.1.3 Branchenstrukturanalyse
2.2 Theoretische Grundlagen
2.2.1 Wertkettenanalyse nach Porter
2.2.2 Effizienztheorie im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen
2.2.3 Kernkompetenzansatz
3 Analyse ausgewählter Wertaktivitäten unter besonderer Berücksichtigung aktueller Herausforderungen
3.1 Analyse der Beschaffung
3.2 Analyse der Produktion
3.3 Analyse des Marketings
3.4 Analyse der Distribution
4 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die strategische Ausrichtung des Braukonzerns Anheuser-Busch InBev durch eine Analyse seines Beteiligungsportfolios zu erarbeiten und zu bewerten. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, in welchen Bereichen der Wertschöpfungskette das Unternehmen über Kernkompetenzen verfügt und wie diese durch strategische Unternehmenszukäufe ergänzt werden, um aktuellen Herausforderungen in der globalen Brauindustrie zu begegnen.
3.2 Analyse der Produktion
Der Vergleich der weltweit vier größten Braukonzerne in Abb. 4 stellt die Umsatzrentabilität dem Anteil an der weltweiten Bierproduktion gegenüber. Die Kennzahlen deuten einen positiven Zusammenhang von Produktionsvolumen und Umsatzrentabilität an. Demnach verzeichnete AB InBev als größter Braukonzern die höchste Umsatzrentabilität. Die hier zur Berechnung verwendete Gewinngröße ist der operative Gewinn, der als Kennzahl in Relation zum Umsatz widerspiegelt, inwiefern hohe Preise erzielt werden und wie kosteneffizient ein Unternehmen arbeitet. Der Preiseinfluss auf AB InBevs Umsatzrentabilität kann durch die relativ hohe Marktmacht erklärt werden. Diese erlaubt es AB InBev vor allem in Märkten, in denen der Braukonzern Marktführer ist, höhere Preise zu erzielen. Berücksichtigt man die von AB InBev angestrebte „world-class efficiency“ und die Möglichkeiten für Kosteneinsparungen, die sich für den Braukonzern aufgrund seiner Größe ergeben, so kann die sehr deutliche Differenz der Umsatzrentabilitäten eher nicht durch den Preiseinfluss als alleinige Begründung erklärt werden. Daraus lässt sich schließen, dass es AB InBev besser als seinen Konkurrenten gelingt, durch die Organisation der verschiedenen Brauereien im Beteiligungsportfolio Economies of Scale, Economies of Scope und somit Kostenvorteile zu erzielen.
Im Rahmen der Wertaktivität Produktion ergeben sich für AB InBev verschiedene Ansatzpunkte, um die Produktionskosten zu senken. Zunächst können Economies of Scale realisiert werden, wenn aufgrund einer Zusammenlegung von Brauereien die Kapazitätsauslastung erhöht wird und Fixkosten aufgrund von Schließungen unausgelasteter Brauereien sinken. Die von Fusionen geprägte Vergangenheit des AB InBev-Konzerns bietet dafür einige Beispiele. So wurde unter anderem die über 200 Jahre alte Boddingtons Brewery in Manchester im Jahr 2005 vom damaligen Mutterkonzern InBev geschlossen und die Produktion in andere Brauereien in Großbritannien verlegt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Konsolidierung der globalen Brauindustrie ein und definiert das Ziel der Arbeit, die strategische Ausrichtung von Anheuser-Busch InBev zu analysieren.
2 Grundlagen: Hier werden das Unternehmen Anheuser-Busch InBev vorgestellt, die Branchenstrukturanalyse durchgeführt und die theoretischen Bezugspunkte wie die Wertkettenanalyse nach Porter, die Effizienztheorie und der Kernkompetenzansatz erläutert.
3 Analyse ausgewählter Wertaktivitäten unter besonderer Berücksichtigung aktueller Herausforderungen: In diesem Kapitel werden die unterstützenden und primären Wertaktivitäten Beschaffung, Produktion, Marketing und Distribution einer detaillierten Kernkompetenzanalyse unterzogen.
4 Fazit: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass keine der untersuchten Aktivitäten alle Kriterien einer Kernkompetenz erfüllt, was eine kritische Hinterfragung der Wachstumsstrategie notwendig macht.
Anheuser-Busch InBev, Brauindustrie, Wertkettenanalyse, Kernkompetenzansatz, Unternehmenszusammenschluss, Economies of Scale, Economies of Scope, Beteiligungsportfolio, Beschaffung, Produktion, Marketing, Distribution, Strategische Ausrichtung, Effizienz, Marktwachstum.
Die Arbeit untersucht das Beteiligungsportfolio des Braukonzerns Anheuser-Busch InBev und analysiert dessen strategische Ausrichtung innerhalb der globalen Brauindustrie.
Die zentralen Themen umfassen die Konsolidierung der Braubranche, die Wertschöpfungskette von Anheuser-Busch InBev sowie die Identifikation von Kernkompetenzen durch Unternehmensübernahmen.
Ziel ist es aufzuzeigen, in welchen Bereichen die Kernkompetenzen von Anheuser-Busch InBev liegen und wie diese genutzt werden, um aktuellen Herausforderungen wie gesättigten Märkten zu begegnen.
Die Analyse basiert auf dem Wertkettenmodell nach Porter sowie dem Kernkompetenzansatz, ergänzt durch betriebswirtschaftliche Effizienztheorien wie Economies of Scale und Scope.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Beschaffung, Produktion, des Marketings sowie der Distribution bei Anheuser-Busch InBev, jeweils geprüft auf die Erfüllung der Kriterien einer Kernkompetenz.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Beteiligungsportfolio, Kernkompetenz, globale Konsolidierung, Effizienzsteigerung und strategisches Management charakterisieren.
Die Produktion zeigt hohe Kosteneffizienz durch Größenvorteile, erfüllt jedoch nicht alle Kriterien einer Kernkompetenz, da aus Kundensicht kein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis erkennbar ist.
Die Distribution dient vor allem der Realisierung von Verbundeffekten (Economies of Scope) und der Erschließung neuer Märkte, wird jedoch eher als Komplementärkompetenz eingestuft.
Kulturelle Verwurzelung trägt maßgeblich zur Markenidentität bei, stellt jedoch bei der globalen Vermarktung eine Herausforderung dar, da sie nicht automatisch auf neue Märkte übertragbar ist.
Die Beschaffung ist zwar auf hohe Effizienz getrimmt, stellt aber keine reine Kernkompetenz dar, da ein wesentlicher Teil der Rohstoffe marktseitig bezogen wird.
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