Doktorarbeit / Dissertation, 2015
300 Seiten, Note: genügend
I Einführung
1 Zum Stand der Forschung
2 Deutsche und chinesische Quellen
3 Die Beziehungen zwischen der DDR und der VR China von 1949 bis 1979
II Die Chinapolitik der DDR in den 1980er-Jahren
1 Die Außen- und Chinapolitik der DDR und die entscheidenden Elemente
1.1 Eine Übersicht der Außenpolitik der DDR und ihre Ziele
1.2 Das Verhältnis zwischen der Außenpolitik und der Chinapolitik der DDR
1.3 Die Chinapolitik der DDR, ihre Ziele und Schwerpunkte
1.4 Die wesentlichen Elemente der Chinapolitik der DDR
1.4.1 Die Sowjetunion
1.4.2 Die USA
1.4.3 Die Bundesrepublik Deutschland
1.4.4 Die Entwicklung der VR China seit dem Ende der 1970er-Jahre
1.4.5 Die innenpolitische Situation in der DDR
1.5 Die Organe und Entscheidungsverfahren der Außenpolitik
2 Die politische Beziehung zwischen der DDR und der VR China
2.1 Wiederannäherung und Normalisierung und die erste Phase bis 1986
2.2 Staatsbesuch von Erich Honecker in der VR China im Jahr 1986
2.3 Die Entwicklung bis 1989 und das Ende der diplomatischen Beziehungen
2.4 DDR und Taiwan
3 Die ökonomische Beziehung zwischen der DDR und der VR China
3.1 Die Entwicklung des Außenhandels seit 1980
3.2 Abkommen über die langfristige Zusammenarbeit von 1986 bis 1990
4 Die kulturelle und wissenschaftliche Beziehung zwischen der DDR und der VR China
4.1 Aufgabe und Bedeutung des Kulturaustauschs
4.2 Die Entwicklung des Kulturaustauschs seit 1980
5 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert und bewertet die Chinapolitik der DDR-Führung in den 1980er-Jahren vor dem Hintergrund der Epoche des Kalten Krieges. Ziel ist es, die Geschichte der diplomatischen Beziehungen zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Volksrepublik China zu dokumentieren und dabei insbesondere die ideologischen, nationalen, internationalen und ökonomischen Implikationen sowie die sowjetischen und chinesischen Einflussfaktoren zu untersuchen.
Die Chinapolitik der DDR, ihre Ziele und Schwerpunkte
Die Ziele und Schwerpunkte der Chinapolitik der DDR in den verschiedenen Phasen der Beziehung lassen sich deutlich und transparent, wenn auch in sehr unterschiedlichen Konturen jeweils vor dem Hintergrund des Kalten Krieges zwischen der UdSSR und der VR China, der allgemeinen Entwicklung der internationalen Politik sowie der bilateralen Beziehung zwischen der BRD und der DDR, sogar als Reaktion auf die aktuellen Beziehungen zwischen der VR China und den USA, abbilden. Die Chinapolitik der DDR gliedert sich in drei Phasen.
(1) Von der Gründung der zwei kommunistischen Staaten im Jahr 1949 bis Mitte der 1960er-Jahre standen die beiden Länder wegen des Konflikts zwischen dem West- und dem Ostblock in einem engen Verhältnis, der wirtschaftliche und kulturelle Austausch entwickelte sich gut und schnell. Die beiden Länder unterzeichneten in diesem Zeitraum zahlreiche wichtige Abkommen über bilaterale Beziehungen, wirtschaftliche Kooperation und Kulturaustausch.
(2) Die zweite Phase erstreckt sich von Mitte der 1960er- bis Anfang der 1980er-Jahre. Da die Führung der DDR die sozialistische Vorherrschaft der UdSSR anerkannte, gestaltete sich in dieser Phase die Beziehung zwischen der DDR und der VR China wegen den massiven Spannungen und Konflikten zwischen der UdSSR und der VR China äußerst negativ; es drohte in dieser Phase sogar ein Abbruch der Beziehungen zum Beispiel durch die Schließung des Konsulats in Shanghai.
(3) Seit Anfang der 1980er-Jahre entwickelte sich die Weltpolitik in eine neue Phase, in der sich die DDR-Führung sorgfältig mit einer neuen Chinapolitik und neuen Schwerpunkten der Zusammenarbeit beschäftigte. Über die neue Chinapolitik hatte sich Erich Honecker im Bericht des Zentralkomitees der SED auf dem X. Parteitag der SED im Palast der Republik vom 11. bis 16. April 1981 deutlich geäußert.
I Einführung: Einleitung in das Forschungsthema sowie Darstellung des Forschungsstandes und der Quellenlage.
II Die Chinapolitik der DDR in den 1980er-Jahren: Analyse der entscheidenden Elemente der DDR-Außenpolitik, insbesondere der Verflechtungen mit UdSSR, USA und VR China, sowie detaillierte Untersuchung der politischen und ökonomischen Beziehungen.
Zusammenfassung und Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Chinapolitik der DDR und Schlussbetrachtung der bilateralen Beziehungen bis zum Ende der DDR.
DDR, VR China, Chinapolitik, Außenpolitik, SED, Kalter Krieg, UdSSR, Diplomatie, Handelsbeziehungen, Erich Honecker, Deng Xiaoping, internationale Beziehungen, sozialistische Staaten, Reformpolitik, Kulturaustausch
Die Dissertation untersucht die Chinapolitik der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in den 1980er-Jahren als eine spezifische außenpolitische Strategie zur Sicherung ihrer Weiterexistenz.
Zentrale Themen sind die diplomatischen und ökonomischen Beziehungen zwischen der DDR und der VR China, eingebettet in den Kontext des globalen Kalten Krieges und der sowjetisch-chinesischen sowie amerikanisch-chinesischen Spannungsfelder.
Das Ziel ist die Darstellung, Analyse und Bewertung der Chinapolitik der DDR-Führung, um die Geschichte dieser bilateralen diplomatischen Beziehungen vor dem Hintergrund der bipolaren Weltordnung des Kalten Krieges zu dokumentieren.
Die Untersuchung basiert auf einer tiefgehenden Analyse von Archivmaterialien, darunter Protokolle der SED-Führung, Korrespondenzen, Berichte von DDR-Botschaften sowie zeitgenössische Regierungsdokumente und statistische Jahrbücher.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der bestimmenden Faktoren der Außen- und Chinapolitik der DDR, die politische Beziehung zwischen den beiden Staaten, die ökonomische Zusammenarbeit und die kulturellen sowie wissenschaftlichen Beziehungen.
Wichtige Begriffe sind DDR, VR China, Chinapolitik, Außenpolitik, SED, Kalter Krieg, UdSSR, Diplomatie, Handelsbeziehungen und Reformpolitik.
Die UdSSR wird als dominanter Einflussfaktor und "Supermacht" beschrieben, deren "Bruderstatus" und geopolitische Interessen die außenpolitischen Entscheidungen der DDR maßgeblich mitprägten.
Der Staatsbesuch Honeckers in der VR China im Oktober 1986 wird als Höhepunkt der diplomatischen Beziehungen und als Zeichen für die zunehmend eigenständige, wenn auch sorgfältig ausbalancierte Chinapolitik der DDR interpretiert.
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