Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Aktuelle Situation und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Performance-Analyse
2.1 Definition der Performance
2.2 Erläuterung der Performance-Analyse
2.3 Aufgaben und Ziele der Performance-Analyse
3 Klassische Performancemessung
3.1 Die kapitalmarkttheoretische Basis klassischer Performancemessung
3.1.1 Die Portfoliotheorie nach Markowitz
3.1.2 Das Marktmodell
3.1.3 Das CAPM
3.2 Performancemaße auf Basis der Kapitalmarkttheorie (CAPM)
3.2.1 Sharpe’s reward-to-variability ratio
3.2.2 Treynor’s reward-to-volatility ratio
3.2.3 Jensen’s Alpha
3.2.4 Kritik an den klassischen Performancemaßen
4 Neuere Ansätze zur Bewertung von Fondsmanagern
4.1 Das Fama-French-Dreifaktoren-Modell
4.2 Das Carhart-Vierfaktoren-Modell
4.3 Die Portfolio Change Measure (PCM)
5 Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht gängige Kennzahlen zur Bewertung der Leistung von Fondsmanagern, um die Objektivität bei Investitionsentscheidungen zu erhöhen. Dabei wird analysiert, wie klassische Methoden wie das CAPM und neuere Mehrfaktorenmodelle zur Performance-Messung beitragen und welche methodischen Herausforderungen bei deren Anwendung bestehen.
3.1.1 Die Portfoliotheorie nach Markowitz
Der US-amerikanische Ökonom Harry M. Markowitz leitete mit seiner Arbeit „Portfolio Selection“ im Jahre 1952 die Geburtsstunde der modernen Portfoliotheorie ein. Gleichzeitig erweiterte Markowitz die damals vorherrschende eindimensionale Betrachtungsweise (Rendite) durch die explizite Berücksichtigung des Risikos von Wertpapieranlagen in seinem Modell.
In seiner Arbeit hat der Ökonom nachgewiesen, dass man einer unsicheren Zukunft am besten mit einem diversifizierten Portfolio aus verschiedenen Wertpapieren begegnet: Das Rendite-Risiko-Verhältnis eines breit gestreuten Portfolios ist jeder Investition in ein einzelnes Wertpapier überlegen. Das Hauptaugenmerk seiner Arbeit legt Markowitz auf die Tatsache, dass das Risiko eines Portfolios durch Diversifikation reduziert werden kann, ohne jedoch die erwartete Rendite zu verringern.
Ziel der Portfolio-Selection-Theorie ist es zu zeigen, wie „optimale Portfolios für die Anleger entsprechend ihrer Risikopräferenz zu bilden sind.“ Das Modell unterstellt dabei neben einem vollkommenen Markt, dass Investoren risikoavers, rational und auf einen Planungszeitraum von einer Periode nutzenmaximierend handeln, d.h., dass Investoren ihr Portfolio als „optimal“ betrachten, wenn es bei dem Risiko, welches sie bereit sind einzugehen, eine maximale Rendite (= effizientes Portfolio) aufweist. Analog dazu ist ein Portfolio ebenfalls effizient, wenn es bei gegebener Rendite ein minimales Risiko aufweist. Es gibt also nicht nur ein effizientes Portfolio, sondern eines zu jedem möglichen Risiko.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Situation der Investmentbranche in Deutschland ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, nämlich die Vorstellung und kritische Analyse bedeutender Kennzahlen zur Bewertung der Leistung von Fondsmanagern.
2 Performance-Analyse: In diesem Kapitel wird der Begriff Performance im finanzwirtschaftlichen Kontext definiert, die Aufgaben der Performance-Analyse beleuchtet und die Relevanz der Komponenten Rendite, Risiko und Liquidität verdeutlicht.
3 Klassische Performancemessung: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen basierend auf der Portfoliotheorie nach Markowitz sowie das Marktmodell und das CAPM, woraus die klassischen Performancemaße wie Sharpe-Ratio, Treynor-Ratio und Jensen's Alpha abgeleitet werden.
4 Neuere Ansätze zur Bewertung von Fondsmanagern: Hier werden weiterführende Bewertungsmodelle diskutiert, darunter das Fama-French-Dreifaktoren-Modell, das Carhart-Vierfaktoren-Modell sowie die Portfolio Change Measure (PCM), um die Limitationen der klassischen Ansätze zu adressieren.
5 Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont, dass sowohl klassische als auch neuere Kennzahlen wichtige Instrumente sind, deren Anwendung jedoch eine kritische Betrachtung der jeweiligen Modellannahmen und Markteinflüsse erfordert.
Performance-Analyse, Portfoliotheorie, Sharpe-Ratio, Treynor-Ratio, Jensen's Alpha, CAPM, Risikoadjustierte Rendite, Markteffizienz, Fama-French-Modell, Carhart-Modell, Portfolio Change Measure, Fondsmanagement, Diversifikation, Systematisches Risiko, Performance-Attribution.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bewertung der Leistung von Fondsmanagern mittels verschiedener quantitativer Kennzahlen.
Die zentralen Felder sind die klassische Performancemessung auf Basis der Kapitalmarkttheorie sowie neuere, komplexere Mehrfaktoren-Ansätze zur Leistungsbewertung.
Ziel ist es, einen Überblick über die wichtigsten zweidimensionalen Kennzahlen zu geben, ihre Aussagekraft zu prüfen und deren Eignung zur objektiven Leistungsbeurteilung von Fondsmanagern zu analysieren.
Es wird eine Literaturanalyse durchgeführt, in der theoretische Modelle (Portfoliotheorie, CAPM, Faktorenmodelle) erläutert, mathematisch hergeleitet und kritisch hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit und Schwächen diskutiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung klassischer Ansätze (Sharpe, Treynor, Jensen) und die Untersuchung neuerer Modelle (Fama-French, Carhart, PCM), die versuchen, bestehende Kritikpunkte an klassischen Modellen zu lösen.
Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Performance-Analyse, Sharpe-Ratio, Jensen's Alpha, CAPM, Multifaktorenmodelle und Risikoadjustierung.
Es dient dazu, die Interdependenzen zwischen Rendite, Risiko und Liquidität zu veranschaulichen, welche die grundlegenden Rahmenbedingungen für jede Performance-Analyse darstellen.
Ein Hauptkritikpunkt ist die Abhängigkeit von Modellannahmen wie der Markteffizienz und die oft problematische Wahl eines geeigneten Benchmark-Portfolios, welches in der Realität schwer zu konstruieren ist.
Die PCM benötigt keine kapitalmarkttheoretisch basierte Benchmark, sondern fokussiert sich als internes Maß auf die Messung der Selektions- und Timingfähigkeiten eines Fondsmanagers durch die Analyse der Portfolioänderungen über Zeit.
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