Masterarbeit, 2015
83 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Berufsorientierung
2.1 Das Verständnis vom Terminus Berufsorientierung
2.2 Gesellschaftliche und rechtliche Grundlagen
2.3 Einfluss der sozialen Herkunft und des Geschlechts
2.4 Eltern und Peergroups als zentrale Akteure
2.4.1 Eltern im Berufsorientierungsprozess
2.4.2 Peergroup im Berufsorientierungsprozess
2.4.3 Peeransatz nach TINDALL (1995)
2.5 Zwischenfazit
3. Berufsorientierung im Kontext in der Sek II
3.1 Darstellung des Übergangsprozesses Schule-Beruf
3.1.1 Ausbildungsabbrüche
3.1.2 Studienabbrüche
3.2 Die Berufsorientierung in der Sek I
3.3 Die Sek II als Zielgruppe
3.4 Informationsbeschaffung als Studienwahlfaktor
3.5 Zwischenfazit
4. Die Bandbreite der Berufsorientierungsmaßnahmen
5. Theoretische Grundlagen – Berufswahltheorien
5.1 Überblick über die Berufswahltheorienlandschaft
5.2 Die sozial-kognitive Theorie (LENT, BROWN u. HACKETT)
5.2.1 Theoretische Rahmenstruktur
5.2.2 Die Begründung für die Wahl der Theorie
6. Instrument Mentoring
6.1 Was ist Mentoring?
6.1.1 Ziele
6.1.2 Modelle des Mentorings
6.1.3 Abgrenzung zu Coaching
6.2 Theoretische Rahmenbedingungen des Mentorings als Lernprozess
6.2.1 Dyade MentorIn-Mentee
6.2.2 Die Lerntriade
6.2.3 Big Four
6.2.4 Aktiotop-Modell
6.2.5 Zwischenfazit
6.3 Mentoring in der schulischen Berufsorientierung
6.4 Begründung für ein Mentorenkonzept
6.5 Notwendige Rahmenbedingungen
7. Das Mentorenkonzept in der Sek II
7.1 Die Grundannahmen
7.2 Der Matching Prozess
7.3 Grundlagen zur Gestaltung des Mentorenkonzepts
7.3.1 Das Phasen- und Orientierungsmodell (KRAM u. JUNG)
7.3.2 Die fünf Basisbausteine der Gestaltung
7.4 Ablaufmodell in der Praxis – Handlungsempfehlung
7.4.1 Implementierungsphase
7.4.2 Bedingungen
7.4.3 Durchführung
7.4.4 Evaluationsphase
7.5 Kritische Reflexion
8. Fazit und Ausblick
Diese Masterarbeit zielt darauf ab, ein Mentorenkonzept für die Sekundarstufe II zu entwickeln, welches Peers als zentrale Akteure in den Berufsorientierungsprozess einbindet. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Übertragung theoretischer Berufswahlmodelle in ein schulisches, praxisorientiertes Unterstützungsformat, um Schülern der Oberstufe eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
2.4.1 Eltern im Berufsorientierungsprozess
Eltern bilden wichtige Vertreter einer sozialen Umwelt, die sich als tragfähig und verlässlich erweisen sollte (vgl. EGLOFF 2009, S. 123). Sie sollten demnach ein berufliches Vorbild für die Jugendlichen sein (vgl. BEINKE 2004, S. 233).
Zur Darstellung des Einflusses der Eltern für die SuS in der Sek II können empirische Ergebnisse herangezogen werden. Empirisch bestätigt ist, dass insbesondere Gymnasiasten aus nicht Akademikerfamilien weitgehend selbstständig die Studienwahl treffen. Die Eltern scheinen aufgrund der Komplexität mit einer angemessenen Anleitung im Berufsorientierungsprozess überfordert (vgl. NEUENSCHWANDER 2013, S. 205). Somit wird das Individuum im Entwicklungsprozess dazu veranlasst, sich selbst mit dem Übergang auseinanderzusetzen, was mit einem erheblichen Berufskompetenzgewinn einhergeht. Diese These wird auch durch die Studie Berufswahl in Hamburg 2004 untermauert, nach der Gymnasiasten die Beratungskompetenz ihrer Eltern deutlich geringer einschätzen als der Durchschnitt. Eltern gelten zwar nicht als ideal kompetente, professionelle Beratungspersonen mit Sachkompetenz, dienen aber als Ansprechpartner für Ideen (vgl. BEINKE 2004, S. 232).
Trotz der oft nicht professionellen Beratung müssen Eltern in den Prozess der Berufsorientierung eingebunden werden, da sie die häufigsten Kontaktpersonen bei der beruflichen Orientierung darstellen (s. Anh. 2). Eine begrenzte Wirksamkeit darf nicht zur Unterschätzung führen, da sie durch Gesprächsführungen, Überzeugungen und Ratschlägen den Prozess begleiten (vgl. ebd.). Die gegenseitige Beziehung steht im Vordergrund und beweist sich als ein positiver Aspekt hinsichtlich der Berufsorientierungsförderung (vgl. EINSTIEG 2004, S. 6).
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz der erweiterten Berufsorientierung in der Sekundarstufe II und führt in das Vorhaben ein, ein schulisches Mentorenkonzept unter Einbindung von Peers zu entwickeln.
2. Die Berufsorientierung: Dieses Kapitel definiert Berufsorientierung als lebenslangen Prozess, erläutert rechtliche Grundlagen und beleuchtet die Rolle von Eltern und Gleichaltrigen als Akteure.
3. Berufsorientierung im Kontext in der Sek II: Hier liegt der Fokus auf der spezifischen Übergangsproblematik von der Schule in Ausbildung oder Studium, unterfüttert mit Daten zu Abbruchquoten.
4. Die Bandbreite der Berufsorientierungsmaßnahmen: Der Autor analysiert den sogenannten Maßnahmendschungel und diskutiert die Ziele sowie Anforderungen an effektive Fördermaßnahmen.
5. Theoretische Grundlagen – Berufswahltheorien: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Berufswahltheorien und begründet die Entscheidung für die sozial-kognitive Theorie von Lent, Brown und Hackett.
6. Instrument Mentoring: Es werden Definitionen, Ziele und Modelle des Mentorings sowie dessen theoretische Rahmenbedingungen als Lernprozess und die Anwendung im schulischen Kontext dargelegt.
7. Das Mentorenkonzept in der Sek II: Das Kernstück der Arbeit beschreibt die konkrete Konzeption des Mentorenprogramms, vom Matching-Prozess bis hin zu phasenbasierten Ablaufempfehlungen für die Praxis.
8. Fazit und Ausblick: Die Masterarbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und formuliert Impulse für zukünftige Forschungsansätze.
Berufsorientierung, Mentoring, Sekundarstufe II, Peer-Ansatz, Studienwahl, Übergangsmanagement, Berufswahltheorie, Selbstkonzept, Selbstwirksamkeit, Berufsberatung, Bildungsbiografie, Sozialisation, Ausbildungsabbruch, Matching-Prozess, Kompetenzförderung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Mentorenkonzepts für die gymnasiale Oberstufe, um Schülern einen erfolgreicheren Übergang von der Schule in den Beruf oder das Studium zu ermöglichen.
Besonders die Eltern und die sogenannten Peergroups (Gleichaltrige) fungieren als wichtige Bezugspersonen, deren Einfluss auf den Berufswahlprozess in der Arbeit detailliert untersucht wird.
Das Ziel ist die Stärkung des beruflichen Selbstkonzepts der Schüler, damit diese durch gezielte, persönliche Begleitung fundiertere und passgenauere Entscheidungen für ihre Zukunft treffen können.
Der Autor stützt sich maßgeblich auf die sozial-kognitive Theorie von Lent, Brown und Hackett, da diese besonders den Einfluss des sozialen Kontextes und der Selbstwirksamkeit hervorhebt.
Der Hauptteil liefert ein strukturiertes Phasenmodell für die schulische Praxis, das von der Implementierung über das Matching von Mentor und Mentee bis hin zur Evaluation reicht.
Die hohen Abbruchzahlen verdeutlichen die Notwendigkeit, bereits vor Studienbeginn individuellere und persönlichere Unterstützung anzubieten, anstatt sich nur auf allgemeine Informationen zu verlassen.
Mentoring ist durch eine langfristige, partnerschaftliche Vertrauensbeziehung auf Augenhöhe gekennzeichnet, die besonders bei jungen Menschen eine nachhaltige Entwicklung begünstigt, während Coaching oft punktueller und stärker methodisch fokussiert ist.
Das Matching ist der kritische Erfolgsfaktor. Nur wenn Tandems basierend auf ähnlichen Erfahrungen oder passenden Interessen zusammengeführt werden, kann eine produktive und motivierende Mentorenbeziehung entstehen.
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