Bachelorarbeit, 2014
45 Seiten
1 Einleitung. These.
2 Grundsätzliches zum deutschen Sprachraum
3 Warum diese These: Jüdische Sprachelemente in Printmedien?
4 Die Entstehung eines österreichischen Jiddischismus
4.1 Journalisten in „Die Presse“ über Chuzpe
4.1.1 Verwendung jiddischer Worte im Deutschen
5 Hebräische Elemente und ihre Wege in die deutsche Sprache
5.1 Hebräisch ist eine semitische Sprache
5.1.1 „Hebräisch ist die einzige Sprache, die Eltern von ihren Kinder lernen
6 Empirische Studie mit Korpusanalysen
6.1 Korpusfrequenzen absolut
6.1.1 Vergleich deutschsprachiger Länder
6.2 Auswahl der jiddischen Begriffe und ihre Bedeutung
6.2.1 Aktuelle Beispiele aus allen deutschsprachigen Tageszeitungen
6.3 Analyse der Diagramme (5)
6.4 Sprachanalyse
7 Biblische und liturgische Begriffe
7.1 Personennamen
8 Conclusio
9 Aharon Appelfeld
10 Antisemitismus in Europa: Wie dramatisch ist das Problem?
11 Prognose
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob und inwiefern hebräische sowie jiddische Sprachelemente in der heutigen Sprache des Journalismus Verwendung finden. Dabei wird analysiert, wie diese Elemente Eingang in die deutsche Sprache fanden und welchen Stellenwert sie in verschiedenen deutschsprachigen Tageszeitungen einnehmen.
6.4 Sprachanalyse
Die Selbständigkeit des Jiddischen gegenüber den Quellsprachen war bereits in der sprachlichen Situation der Entstehungszeit angelegt. Anders als heute gab es in den Reichen des mittelalterlichen Europa keine alles überdachende Hochsprache mit festgelegter Rechtschreibung, Wortschatz, keine Schriftsprache. Untereinander gebrauchten die aschkenasischen Juden andere Sprachen als die Christen, während sie sich im Umgang mit ihnen deren Sprachen bedienen mussten. Diese Sprachverhältnisse werden als innere und äußere Mehrsprachigkeit bezeichnet.
Die Elemente der Quellsprachen, die in das Jiddische eingegangen sind, nennen wir Komponenten. Wenn von Komponenten des Jiddischen die Rede ist, sind die Bezeichnungen Deutsch, Hebräisch-Aramäisch, Slawisch und Romanisch als Sammelbegriff für die verschiedenen Quellsprachen, ihre Dialekte und historischen Sprachstufen zu verstehen.
„Der Einfluss dieser Komponenten auf das Jiddische beschränkt sich nicht allein auf Wörter, sondern macht sich auf allen Ebenen der Sprache bemerkbar: Wortschatz, Morphologie, Syntax, Semantik, Lautinventar.
Das Jiddische selbst ist mehr als die Summe seiner Komponenten, denn die Elemente der Quellsprachen haben bei ihrer Aufnahme ins Jiddische und in der Zeit danach in nicht unerheblichem Maße eine Eigenentwicklung gegenüber ihren Entsprechungen in den Quellsprachen durchgemacht. Darüber hinaus haben sich die Komponenten des Jiddischen gegenseitig beeinflusst: Ihre Elemente gingen neue Verbindungen untereinander ein, Bedeutungen und Funktionen wurden übertragen, neue grammatische Konstruktionen haben sich heraus gebildet.
1 Einleitung. These.: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage zur Verwendung hebräischer/jiddischer Sprachelemente im modernen Journalismus.
2 Grundsätzliches zum deutschen Sprachraum: Dieses Kapitel erläutert die plurizentrische Struktur der deutschen Sprache und ihre verschiedenen nationalen Zentren.
3 Warum diese These: Jüdische Sprachelemente in Printmedien?: Hier wird die Relevanz des Themas anhand von Pressebeispielen und der Frage nach der Integration jiddischer Begriffe aufgezeigt.
4 Die Entstehung eines österreichischen Jiddischismus: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Hintergrund und die Entwicklung des Jiddischen als Medium moderner Kommunikation in Österreich.
5 Hebräische Elemente und ihre Wege in die deutsche Sprache: Der Fokus liegt auf der Geschichte des Hebräischen und dessen Bedeutung als semitische Sprache sowie Sakralsprache.
6 Empirische Studie mit Korpusanalysen: Dieses Kapitel präsentiert die methodische Vorgehensweise und Auswertung der Frequenz von Lehnwörtern in verschiedenen Zeitungs-Korpora.
7 Biblische und liturgische Begriffe: Es werden religiöse Begriffe und deren etymologische Hintergründe sowie die Bedeutung von Personennamen behandelt.
8 Conclusio: Die Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung im Kontext sprachwissenschaftlicher Theorien zu Kontaktvarietäten.
9 Aharon Appelfeld: Ein Kapitel, das dem Einfluss und der Sprache des Schriftstellers Aharon Appelfeld gewidmet ist.
10 Antisemitismus in Europa: Wie dramatisch ist das Problem?: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit aktuellen Umfragen zur Bedrohungslage jüdischer Menschen in Europa auseinander.
11 Prognose: Die Arbeit schließt mit einer vorsichtigen Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung dieser Spracheinflüsse im Printjournalismus.
Jiddisch, Hebräisch, Sprachwissenschaft, Journalismus, Korpusanalyse, Lehnwörter, Semitische Sprachen, Österreichisches Deutsch, Sprachkontakt, Chuzpe, Tacheles, Sprachwandel, Etymologie, Sprachanalyse, Plurizentrik
Die Arbeit untersucht die Integration und Verwendung von hebräischen sowie jiddischen Sprachelementen in der heutigen journalistischen Sprache.
Die Schwerpunkte liegen auf der Sprachgeschichte des Jiddischen und Hebräischen, der Analyse ihrer Präsenz in Qualitäts- und Boulevardmedien sowie der soziolinguistischen Bedeutung dieser Begriffe.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, inwiefern diese sprachlichen Elemente heute im deutschen Printjournalismus als fester Bestandteil verwendet werden.
Der Autor nutzt Korpusanalysen sowie Vergleiche von Zeitungsdaten (z. B. „Die Presse“, „SZ“, „NZZ“) und zieht Sekundärliteratur zur linguistischen Einordnung heran.
Neben der historischen Entstehung des Jiddischismus werden konkrete Begriffe (wie „Chuzpe“ oder „Tacheles“) empirisch ausgewertet und im kulturellen Kontext diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Sprachkontakt, Jiddisch, Hebräisch, Korpusanalyse und die Rolle von Lehnwörtern im deutschsprachigen Journalismus.
Die empirische Analyse zeigt signifikante Unterschiede in der Frequenz und Art der verwendeten Begriffe, wobei beispielsweise „Zoff“ deutlich stärker in Boulevardzeitungen auftritt als in Qualitätsmedien.
Appelfeld dient als Beispiel für einen Autor, dessen Werk das komplexe Spannungsfeld zwischen der Muttersprache Deutsch und der hebräischen Identität im Kontext der Erinnerungskultur illustriert.
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