Diplomarbeit, 2006
116 Seiten, Note: 1,7
1. Vorwort
2. Definition von Obdachlosigkeit
3. Obdachlosigkeit in der Geschichte der USA
3.1. Von England nach Amerika - die Einwanderungswelle in die Kolonien
3.2. Skid-rows und Hobos während der Industrialisierung
3.3. Great Depression und die Zeit nach den Weltkriegen
3.4. Vom Kriegsende bis zum Anbruch des 20. Jahrhunderts – ein demographischer Vergleich
4. Statistiken und Fakten
4.1. Die Vereinigten Staaten von Amerika
4.2. Die Obdachlosenzahlen
5. Die Hauptursachen von Obdachlosigkeit in den USA
5.1. Armut und Verschuldung
5.2. Einkommensverhältnisse
5.2.1. Niedriglöhne
5.2.2. Arbeitslosigkeit
5.3. Wohnungsnotstand und hohe Mieten
6. Die geographischen Dimensionen von Obdachlosigkeit in Amerika
6.1. Ländliche Obdachlosigkeit
6.2. Städtische Obdachlosigkeit
7. Die Hauptbetroffenen von Obdachlosigkeit
7.1. Familien mit Kindern
7.2. Alleinstehende Obdachlose – Männer und Frauen
7.3. Kinder und Jugendliche
7.4. Kriegsveteranen
8. Ursache oder Folge – die aus der Obdachlosigkeit resultierenden Notlagen
8.1. Mißbrauch von Suchtmitteln
8.2. Geistige und / oder körperliche Beeinträchtigungen
8.3. Medizinische (Unter-)Versorgung
8.4. Sozialisationsdefizite aufgrund fehlender Erziehung
9. Die Organisationen der Wohlfahrtspflege
9.1. Programme speziell für das Wohnungslosenproblem
9.2. Ein Überblick über die Kürzungen der Obdachlosenprogramme
9.3. Konzepte der Obdachlosenarbeit
9.3.1. Rescue-Mission-Movement
9.3.2. Volunteers of America
10. Die Sozialhilfe in den USA als Mittel zur Linderung der Obdachlosigkeit
10.1. Der Inhalt
10.2. Angebote für Betroffene
11. Verschiedene Einrichtungen der Obdachlosenhilfe
11.1. (Not-)Unterkünfte
11.2. Essensausgaben
12. Ausblick und Vergleiche zur Situation in Deutschland
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen, Dimensionen und Entwicklungen von Obdachlosigkeit in den USA, um ein tieferes Verständnis für dieses komplexe soziale Phänomen zu entwickeln und die Wirksamkeit staatlicher sowie privater Hilfssysteme kritisch zu hinterfragen.
3.1. Von England nach Amerika - die Einwanderungswelle in die Kolonien
England von 1400 bis 1600 war geprägt von einer Vielzahl an Kriegen und Auseinandersetzungen, die eine immer wiederkehrende Flut von Flüchtenden mit sich brachten. Das zog eine strenge und repressive Gesetzeslage für den Umgang mit Obdachlosen nach sich. Eine Reihe restriktiver Gesetze sollte die Zahl der Umherziehenden reduzieren.
Nach dem Armengesetz von Queen Elizabeth 1601 „hatten die untersten lokalen Einheiten die Verantwortung, für die in ihrem Gebiet lebenden Armen zu sorgen und für diese Aufgabe auch die gesamten finanziellen Mittel bereitzustellen“ (Wilke 2002: 21). Dadurch hofften die Londoner, die immer größer werdende Armenbevölkerung der umliegenden Regionen loszuwerden (vgl. DeOllos 1997: 14). Parallel dazu wurde die Verschickung von Verurteilten in die amerikanischen Kolonien eingeführt. Zwei Grundgedanken prägten diese Vorgehensweise:
Zum einen wurden die Häftlinge für sieben Jahre an Siedler „verkauft“, die auf billige Arbeitskräfte bei dem Aufbau ihrer Plantagen angewiesen waren. Zum anderen sah man darin eine willkommene Verbannung „krimineller Energie“ aus England. Man muss sich vor Augen halten, dass damals der Diebstahl von mehr als drei Shilling schon ausreichte, um zum Tode durch den Strick verurteilt zu werden. Denn selbst diese hohen Strafen hielten die verarmte Bevölkerung nicht vom Diebstahl ab. Wöchentliche Hinrichtungen waren damit an der Tagesordnung. Die Kosten von Gefängnis, Henker und Armenbegräbnis musste dabei das Gericht tragen. Wurden die Angeklagten jedoch begnadigt und in die Kolonien verkauft, „verdiente“ die Regierung daran. Diese Praxis ähnelte also einer effizienten und kostengünstigen Strafvollzugspolitik (vgl. ebd.: 14).
1. Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation für diese Arbeit, die auf einem dreimonatigen Praktikum in Denver, Colorado, basiert.
2. Definition von Obdachlosigkeit: Dieses Kapitel setzt sich mit verschiedenen wissenschaftlichen und rechtlichen Definitionen des Obdachlosenbegriffs in den USA auseinander.
3. Obdachlosigkeit in der Geschichte der USA: Es wird der historische Bogen von den ersten Siedlungen über die Industrialisierung bis hin zur Great Depression gespannt.
4. Statistiken und Fakten: Hier werden demographische Eckdaten der USA und die methodischen Herausforderungen bei der Erfassung von Obdachlosenzahlen diskutiert.
5. Die Hauptursachen von Obdachlosigkeit in den USA: Dieses Kapitel analysiert strukturelle Faktoren wie Armut, Verschuldung, Arbeitsmarktprobleme und Wohnungsnot.
6. Die geographischen Dimensionen von Obdachlosigkeit in Amerika: Ein Vergleich zwischen der ländlichen und städtischen Obdachlosigkeit sowie deren spezifischen Herausforderungen.
7. Die Hauptbetroffenen von Obdachlosigkeit: Untersuchung verschiedener vulnerabler Gruppen wie Familien mit Kindern, Alleinstehende, Jugendliche und Kriegsveteranen.
8. Ursache oder Folge – die aus der Obdachlosigkeit resultierenden Notlagen: Beleuchtung von Suchterkrankungen, psychischen Problemen, medizinischer Unterversorgung und Sozialisationsdefiziten.
9. Die Organisationen der Wohlfahrtspflege: Übersicht staatlicher Programme, privater Hilfskonzepte und der Auswirkungen von Budgetkürzungen.
10. Die Sozialhilfe in den USA als Mittel zur Linderung der Obdachlosigkeit: Erläuterung des Sozialversicherungssystems (Social Security) und der Auswirkungen von Sozialreformen auf die Betroffenen.
11. Verschiedene Einrichtungen der Obdachlosenhilfe: Detaillierte Betrachtung von Notunterkünften (Shelters) und Programmen zur Lebensmittelversorgung.
12. Ausblick und Vergleiche zur Situation in Deutschland: Ein Resümee der Arbeit mit einem direkten Vergleich der sozialpolitischen Rahmenbedingungen zwischen den USA und Deutschland.
Obdachlosigkeit, Wohnungsnot, USA, Armut, Arbeitslosigkeit, Sozialarbeit, Hilfsinitiativen, Suchtmittelmissbrauch, psychische Erkrankungen, Kriegsveteranen, Sozialhilfe, Unterkünfte, Wohnungsmarkt, Marginalisierung, soziale Netzwerke
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem komplexen Problem der Obdachlosigkeit in den USA, deren historischer Genese, strukturellen Ursachen sowie den existierenden Hilfesystemen.
Die Themen umfassen die sozioökonomischen Bedingungen der Obdachlosigkeit, spezifische Risikogruppen wie Veteranen oder Familien, sowie die Rolle staatlicher und privater Wohlfahrtsorganisationen.
Ziel ist es, die vielschichtigen Ursachen von Obdachlosigkeit aufzuzeigen und zu analysieren, warum trotz staatlicher und privater Initiativen weiterhin eine hohe Anzahl an Menschen ohne festen Wohnsitz existiert.
Die Autorin stützt sich auf eine Kombination aus Literaturanalyse US-amerikanischer Fachliteratur sowie persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen aus einem Praktikum bei sozialen Einrichtungen in Denver.
Der Hauptteil analysiert die geschichtlichen Hintergründe, die verschiedenen Formen der Obdachlosigkeit (ländlich vs. städtisch), die Hauptursachen wie Armut und Mietenanstieg sowie die Auswirkungen auf verschiedene Bevölkerungsgruppen.
Obdachlosigkeit, Armut, USA, Sozialhilfesystem, Wohnungsnot, Hilfsangebote und soziale Marginalisierung.
Familien mit Kindern stellen eine wachsende und besonders gefährdete Gruppe dar, die häufig aufgrund von Armut, familiärer Gewalt oder dem Verlust des Arbeitsplatzes in prekäre Wohnverhältnisse gerät.
Die Autorin stellt fest, dass in Deutschland durch das soziale Sicherungsnetz ein vergleichsweise stärkerer Schutz gegen vollständige Obdachlosigkeit existiert, während die US-Hilfe oft stärker durch private und religiöse Träger sowie strengere Auflagen geprägt ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

