Examensarbeit, 2015
80 Seiten, Note: 3,0
1 Rahmenbedingungen
1.1 Zielgruppen- und Problembestimmung
1.2 Integration im und durch Sport
1.3 Die Rolle des Fußballs
2 Barrieren und Problemfelder
2.1 Zu Religion und Sport
2.2 Integrationsleistungen von Sportvereinen
2.3 „Eigen-ethnische“ Sportvereine
3 Analyse ausgewählter Projekte
3.1 Das Programm „Spin: Sport - interkulturell“
3.1.1 Partnervereine
3.1.2 Angebotsstruktur
3.1.3 Qualifizierungsangebote
3.1.4 Die niederschwelligen Angebote
3.1.5 Die regulären Angebote
3.2 Das Programm „Integration durch Sport“
3.2.1 Partnervereine
3.2.2 Angebotsstruktur
3.2.3 Integrationsmodule
3.3 „Fußball ohne Abseits“
4 Bewertung der Projekte & Fazit
4.1 „Spin: Sport – interkulturell“
4.2 „Integration durch Sport“
4.3 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das integrative Potenzial von Sportvereinen bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse und dem Vergleich beispielhafter Projekte, um Hürden zu identifizieren und förderliche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche gesellschaftliche Partizipation aufzuzeigen.
3.1 Das Programm „Spin: Sport - interkulturell“
Spin steht für „Sport – interkulturell“ und ist ein großangelegtes Projekt der Stiftung Mercator sowie des Landessportbundes NRW und wird gefördert vom Bundesministerium des Innern (BMI) sowie dem Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI). Fachlich begleitet wird es durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Pilotphase startete 2007 und wurde 2010 abgeschlossen. Da diese wissenschaftlich begleitet und evaluiert wurde (vgl. Braun & Finke, 2010, S. 8) beziehen sich die nachfolgenden Angaben ausschließlich auf den Zeitraum zwischen 2007 und 2009. Insgesamt hat man eine Projektdauer von bis zu elf Jahren festgesetzt, welche dem langfristigen Anspruch integrativer Bemühungen Rechnung trägt (vgl. ebd., 2010, S. 194). Zielgruppe sind Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund im Alter zwischen 10 und 18 Jahren. Dieser Umstand ließ das Programm vor dem Hintergrund der dargelegten Problematik dieser Zielgruppe im Rahmen der Arbeit als besonders qualifiziert erscheinen. Inwiefern sich Ballsportarten herausfiltern lassen, wird noch zu zeigen sein.
„Spin“ wurde in mehrfacher Weise begleitet, unterstützt, gefördert und gelenkt. Erstens durch einen Projektbeirat, besetzt von Fachvertretern verschiedener Institutionen, darunter der Landessportbund NRW, die Stiftung Mercator, der Sportbund NRW, das BAMF und MGFFI sowie die Humboldt-Universität zu Berlin. Die zentrale Aufgabe dieses Beirats war, eine Erkenntnisfunktion zu übernehmen, um den Verlauf des Projekts zu steuern (Braun & Finke, 2010, S. 62).
Zweitens wurde umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Neben dem Minister des MGFFI standen zwei prominente Sportlerinnen mit Migrationshintergrund für das Projekt ein und sorgten nicht nur für die Verbreitung wichtiger Informationen, sondern erfüllten auch eine Vorbildfunktion mit hohem Identifikationspotenzial für die Spin - Zielgruppe (vgl. ebd., 2010, S. 63). Verbreitet wurden die Informationen über Rundfunk, Printmedien, Fernsehen und Internet.
1 Rahmenbedingungen: Einführung in die Migrationsproblematik in Deutschland und die Relevanz des Sports als Integrationsinstrument.
2 Barrieren und Problemfelder: Untersuchung der spezifischen Hindernisse beim Zugang zu Sportvereinen, insbesondere im Hinblick auf Religion und Geschlecht.
3 Analyse ausgewählter Projekte: Detaillierte Darstellung und Untersuchung der Programme „Spin: Sport – interkulturell“, „Integration durch Sport“ und „Fußball ohne Abseits“.
4 Bewertung der Projekte & Fazit: Zusammenführende Bewertung der analysierten Projekte sowie abschließende Beantwortung der Forschungsfragen.
Integration, Sportvereine, Migrationshintergrund, Sportsoziologie, Spin, Integration durch Sport, Ballsportarten, Sportpartizipation, Integrationsarbeit, Mädchen und Frauen, niederschwellige Angebote, Vereinsstruktur, interkulturelle Öffnung, Migrationsgeschichte, Sportförderung.
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund durch das organisierte Sportsystem in Deutschland.
Im Zentrum stehen die Rahmenbedingungen von Sportvereinen, existierende Zugangsbarrieren für Migranten, die Bedeutung von Ballsportarten und die Evaluation spezifischer Förderprogramme.
Ziel ist es zu klären, wie Sportvereine durch gezielte Projekte zur besseren Integration beitragen können und welche Faktoren dabei über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Internetrecherche sowie der Analyse und dem Vergleich bereits wissenschaftlich begleiteter, bundesweiter Integrationsprojekte.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Strukturen, Zielgruppenansprachen und Qualifizierungsangebote der Programme „Spin“ und „Integration durch Sport“.
Integration, Migrationshintergrund, Sportverein, interkulturelle Arbeit, Projektanalyse und Sportpartizipation.
Da diese Gruppe in der Sportteilnahme im Vergleich zu Jungen und Männern oft stärker unterrepräsentiert ist und spezifische Barrieren durch Religion und Erziehung erfährt.
Wie am Beispiel von „Integration durch Sport“ gezeigt, fungieren viele Übungsleiter aus dieser Generation als wichtige Brückenbauer, da sie über eine hohe Sprach- und Kulturkompetenz verfügen.
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