Bachelorarbeit, 2014
60 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Fragestellung und Ziel der Arbeit
3 Die Ausgangssituation der EU-Sozialpolitik
3.1 Historische Entwicklung der EU-Sozialpolitik
3.2 Ein Vergleich der Sozialversicherungssysteme in der EU
3.3 Ein Vergleich der Sozialschutzausgaben der EU Mitgliedstaaten
4 Analyse der demografischen Entwicklung in der EU
4.1 Wanderungsbewegungen in Europa
4.2 Analyse des europäischen Arbeitsmarktes
5 Mobilität des Faktors Arbeit in Europa
5.1 Definition von Mobilität
5.2 Berufliche Mobilität
5.3 Räumliche Mobilität
5.4 Migrationstheorie- Push- und Pull-Faktoren
5.5 Einflussfaktoren der grenzüberschreitenden beruflichen Mobilität
5.6 Netzwerke- eine Erklärungsmöglichkeit für Migration
5.7 Bildungsprogramme zur Förderung der Mobilität in der EU
6 Europäische Migrationspolitik und soziale Rechte von wandernden Personen
6.1 Wanderung als Symbol der Moderne
6.2 Die personenbezogenen Grundfreiheiten
6.3 Mobilität und soziale Sicherung
6.4 Leistungsrechtliche Zuordnung von wandernden Personen
7 Perspektiven für ein soziales Europa
7.1 Strategie Europa 2020
7.2 Reform des Binnenmarktes
7.3 Der Wettbewerb der Sozialsysteme
7.4 Europa als Sozialunion
8 Fazit
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Sozialversicherungssystemen in den EU-Mitgliedstaaten und der mangelnden Arbeitsmobilität in Europa. Ziel ist es, durch eine Analyse dieser Systeme und weiterer Mobilitätsbarrieren Vorschläge zur Harmonisierung und zur Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität zu unterbreiten.
3.2 Ein Vergleich der Sozialversicherungssysteme in der EU
Ein europäischer Vergleich der Sozialversicherungssysteme und deren Finanzierung verdeutlicht, dass erhebliche Unterschiede zwischen den Mitgliedsländern bestehen. Im Wesentlichen kommen in Europa zwei Systeme zur Anwendung: Das Bismarck-System, das sich hauptsächlich aus Sozialabgaben finanziert, im Gegensatz zum Beveridge-System, dessen Finanzierungsgrundlage Steuern sind.
Primär beruht die Leistungserbringung beim Bismarck-System auf dem Subsidiaritätsprinzip. Otto von Bismarck hat im 19. Jahrhundert mit der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse (1883) in Deutschland den Weg für ein umfassendes Sozialversicherungssystem geebnet. Einerseits verfolgte Bismarck damit das Ziel, dem Sozialismus sowie sozialen Unruhen zu begegnen, anderseits wollte er den freiwilligen Sozialversicherungen der Gewerkschaften und der kirchlichen Arbeitsverbände die wirtschaftliche Grundlage entziehen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Zuwanderung als potenzielles Instrument gegen demografische Probleme und diskutiert die Herausforderungen der Arbeitsmobilität im Kontext unterschiedlicher Sozialversicherungssysteme.
2 Fragestellung und Ziel der Arbeit: Es wird die Frage erörtert, inwieweit das auf dem Territorialprinzip basierende Sozialrecht die Arbeitsmobilität in der EU hemmt und wie Barrieren abgebaut werden können.
3 Die Ausgangssituation der EU-Sozialpolitik: Dieses Kapitel beschreibt das Mehrebenensystem der EU-Sozialpolitik, die historischen Entwicklungen sowie die Unterschiede zwischen Bismarck- und Beveridge-Systemen.
4 Analyse der demografischen Entwicklung in der EU: Die demografische Transformation und Alterung der Bevölkerung werden analysiert, wobei der Fokus auf den Auswirkungen für den europäischen Arbeitsmarkt liegt.
5 Mobilität des Faktors Arbeit in Europa: Hier werden Definitionen von Mobilität, theoretische Hintergründe sowie die Gründe und Hindernisse für grenzüberschreitende Mobilität detailliert aufgeführt.
6 Europäische Migrationspolitik und soziale Rechte von wandernden Personen: Dieses Kapitel befasst sich mit den komplexen Migrationsprozessen, den Grundfreiheiten und der leistungsrechtlichen Zuordnung von Migranten in den Sozialsystemen.
7 Perspektiven für ein soziales Europa: Es werden Strategien wie Europa 2020 und die Reform des Binnenmarktes im Kontext eines angestrebten sozialen Europas diskutiert.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer Neuausrichtung hin zu einer Sozialunion, um die Arbeitsmobilität zu steigern.
Sozialversicherungssysteme, Solidaritätsprinzip, Territorialprinzip, Arbeitsmobilität, Barriere, Migration, Integration, Grundfreiheiten, Arbeitnehmerfreizügigkeit, Mehrebenensystem, Arbeitsmarkt, Sozialunion, Binnenmarkt, demografische Entwicklung, Diskriminierung.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen nationalen Sozialversicherungssystemen und der in Europa vergleichsweise geringen Arbeitsmobilität.
Die zentralen Felder umfassen die EU-Sozialpolitik, den demografischen Wandel, Migrationstheorien, die Anerkennung von Qualifikationen sowie soziale Rechte von mobilen Arbeitskräften.
Das Ziel ist es, auf Basis der Analyse bestehender Systeme und Mobilitätsbarrieren Vorschläge für eine Harmonisierung zu entwickeln, um die Arbeitsmobilität in der EU zu erhöhen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen, statistische Daten und politische Dokumente der EU auswertet.
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Sozialpolitik, den demografischen Wandel, Faktoren der Arbeitsmobilität sowie die rechtliche Einordnung wandernder Personen.
Wichtige Begriffe sind Arbeitsmobilität, Sozialversicherungssysteme, Arbeitnehmerfreizügigkeit, Binnenmarkt und soziale Sicherung.
Das Bismarck-System basiert primär auf beitragsfinanzierten Versicherungen für Erwerbstätige, während das Beveridge-System steuerfinanzierte, universelle Leistungen für die gesamte Bevölkerung vorsieht.
Die Harmonisierung ist schwierig, da die Sozialpolitik in hohem Maße in der nationalen Souveränität der Mitgliedstaaten verankert ist und die Systeme historisch sehr unterschiedlich gewachsen sind.
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