Diplomarbeit, 2014
44 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Telemedizin
2.2 Telemonitoring
2.3 Geschichte und Entwicklung von Telemedizin und Telemonitoring
3. Der Markt für Telemonitoring
3.1 Anwendungsbereiche der Telemedizin
3.2 Telemonitoring und der demografische Wandel
3.3 Der Markt für Telemonitoring in Deutschland
3.4 Finanzierung von Telemonitoring in Deutschland
4. Telemonitoring und seine Zielgruppen
4.1 Telemonitoring für chronisch Kranke
4.1.1 Telemonitoring bei COPD
4.1.2 Telemonitoring bei Diabetes mellitus
4.1.3 Telemonitoring bei Herzinsuffizienz
4.2 Weitere Telemonitoring-Anwendungen
5. Praktische Anwendungsbeispiele für Telemonitoring
5.1 CorBene: Telemonitoring als Bestandteil der Therapie bei Herzinsuffizienz
5.1.1 Epidemiologie der Herzinsuffizienz
5.1.2 Ergebnisse der SHAPE-Studie
5.1.3 Integrierte Versorgung: CorBene
5.2 Ergometrie-Telemonitoring bei COPD-Patienten an der Helios-Klinik Hagen-Ambrok
5.2.1 Das Projekt
5.2.2 Die Projektziele
6. Einsatz und Nutzen von Telemonitoring
6.1 Ökonomischer Nutzen
6.2 Medizinischer Nutzen
6.2.1 Zeitersparnis
6.2.2 Vereinfachte Diagnosestellung
6.2.3 Optimiertes Therapiemanagement
7. Akzeptanz von Telemonitoring
7.1 Akzeptanz beim Patienten
7.2 Akzeptanz beim medizinischen Leistungserbringer
7.3 Akzeptanz beim Kostenträger
8. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob Telemonitoring als Teilbereich der Telemedizin erfolgreich im deutschen Gesundheitsmarkt etabliert werden kann, um langfristig Kosten in der Versorgung chronisch kranker Patienten zu senken und die Qualität der medizinischen Behandlung zu sichern.
4.1.3 Telemonitoring bei Herzinsuffizienz
Die Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten Todesursachen und Gründe für eine Wiedereinweisung in ein Krankenhaus in der westlichen Hemisphäre. In Europa wird die Zahl der Patienten mit Herzinsuffizienz auf etwa 10 Millionen geschätzt. Als Herzinsuffizienz wird eine Herzschwäche und damit die Unfähigkeit des Organs bezeichnet, den gesamten Körper ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Typische Symptome der Herzinsuffizienz sind Atemnot, Wassereinlagerungen in den Beinen und damit einhergehend Gewichtszunahme. Zusätzlich leiden Patienten an Krankheiten, die den Herzmuskel schädigen können, wie Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit oder Krankheiten, die den Herzmuskel oder die Herzklappe direkt angreifen, wie zum Beispiel eine Myokarditis.
Ist das Herz aufgrund eines erhöhten Blutdruckes gezwungen, gegen einen großen Widerstand im Herzkreislaufsystem anzukämpfen, hat dies eine Veränderung des Herzmuskels zur Folge. Es kommt zu einer Größen- und Massenzunahme des Herzmuskels, welche langfristig zu einer Verschlechterung der Funktion, einem erhöhten Sauerstoffbedarf und zur Überbelastung des Herzens führt. Leidet der Patient an verengten Arterien, einer sogenannten koronaren Herzkrankheit, wird der Herzmuskel nicht ausreichend mit Blut versorgt und der daraus resultierende Sauerstoffmangel macht den Patienten besonders bei Anstrengung weniger leistungsfähig. Die New Yorker Heart Association hat die Herzinsuffizienz in Schweregrad I–IV klassifiziert, wobei bei Grad I unter normaler Belastung Beschwerdefreiheit, bei Grad IV dagegen bereits in Ruhe eine erhebliche körperliche Einschränkung besteht. In Abbildung 1 werden die einzelnen Stadien der Herzinsuffizienz dargestellt.
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die durch den demografischen Wandel bedingten Herausforderungen des Gesundheitswesens und definiert das Ziel der Arbeit, den Einsatz von Telemonitoring zur Kostensenkung bei chronisch Kranken zu prüfen.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten Telemedizin und Telemonitoring erklärt sowie ein historischer Überblick über die Entwicklung dieser Technologien gegeben.
3. Der Markt für Telemonitoring: Dieses Kapitel beleuchtet das Marktpotenzial, die Einflüsse der Demografie sowie die komplexen Finanzierungsstrukturen im deutschen Gesundheitsmarkt.
4. Telemonitoring und seine Zielgruppen: Der Fokus liegt hier auf chronisch Kranken, wobei spezifisch die Einsatzgebiete bei COPD, Diabetes mellitus und Herzinsuffizienz betrachtet werden.
5. Praktische Anwendungsbeispiele für Telemonitoring: Anhand des Projekts CorBene und eines Ergometrie-Telemonitorings bei COPD-Patienten werden konkrete Anwendungsszenarien und deren Nutzen illustriert.
6. Einsatz und Nutzen von Telemonitoring: Dieses Kapitel analysiert sowohl den ökonomischen Nutzen durch Einsparungen als auch den medizinischen Nutzen hinsichtlich Therapieoptimierung und Diagnosesicherheit.
7. Akzeptanz von Telemonitoring: Hier werden die Vorbehalte und Einstellungsmuster der drei Hauptakteure – Patienten, Leistungserbringer und Kostenträger – untersucht.
8. Fazit und Ausblick: Abschließend fasst die Autorin die Ergebnisse zusammen und gibt eine Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung von Telemonitoring im deutschen Gesundheitssystem.
Telemedizin, Telemonitoring, Gesundheitsmarkt, Herzinsuffizienz, COPD, Diabetes mellitus, demografischer Wandel, Kostenreduktion, E-Health, Patientenversorgung, Leistungserbringer, Kostenträger, Prävention, Rehabilitation, Versorgungsqualität.
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Einsatzmöglichkeiten von Telemonitoring als Teilbereich der Telemedizin im modernen deutschen Gesundheitswesen, insbesondere im Hinblick auf chronisch kranke Patienten.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen des demografischen Wandels, die Finanzierung telemedizinischer Leistungen, die medizinischen Einsatzgebiete sowie die Akzeptanz bei Patienten, Ärzten und Krankenkassen.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Telemonitoring dabei helfen kann, die Gesundheitsversorgung zu verbessern und gleichzeitig die steigenden Kosten für die Versorgung chronisch Kranker langfristig zu senken.
Es handelt sich um eine fachliche Analyse auf Basis von Literaturstudien, klinischen Studien und der Untersuchung bereits existierender Praxismodelle wie dem CorBene-Vertrag.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, einer Marktanalyse, der Anwendung bei spezifischen Krankheitsbildern, der Darstellung praktischer Beispiele sowie einer kritischen Bewertung von Nutzen und Akzeptanz.
Telemedizin, Telemonitoring, Herzinsuffizienz, COPD, Diabetes, Kostenreduktion, demografischer Wandel und Versorgungsqualität.
Derzeit fehlen im EBM-System weitgehend standardisierte Abrechnungsziffern, weshalb Telemonitoring-Leistungen oft auf Pilotprojekte, integrierte Verträge oder Selbstzahlerlösungen begrenzt bleiben.
Ärzte stehen der Telemedizin häufig skeptisch gegenüber, da sie einen erhöhten administrativen Mehraufwand befürchten und ihre bestehende Arzt-Patienten-Beziehung durch die neuen Technologien negativ beeinflusst sehen.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Telemonitoring unverzichtbar wird, der Erfolg aber maßgeblich von einer verbesserten Akzeptanz durch alle Akteure und angepassten gesetzlichen Rahmenbedingungen abhängt.
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