Bachelorarbeit, 2015
36 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Die Vorstellung des Geschäftsmodells von Private – Equity als eine Möglichkeit von Beteiligungskapital
2.1 Beteiligungsanlässe
2.1.1 Expansionsfinanzierung
2.1.2 Buy Outs (LBO, MBO, MBI)
2.1.3 Turnaround
2.2 Die Phasen einer Private Equity Investition
2.2.1 Anbahnung
2.2.2 Investition
2.2.3 Monitoring and Controlling
2.2.4 Exit
2.3 Die Methoden zur Steigerung der Rendite
2.3.1 Finanzielle Wertetreiber
2.3.2 Strategische Wertetreiber
2.3.3 Operative Wertetreiber
3 Herausforderungen für Private Equity – Häuser
3.1 Die Marktentwicklung bis zur Finanzkrise
3.2 Herausforderungen für das Geschäftsmodell
3.2.1 Finanzierung
3.2.2 Kapitalbeschaffung
3.2.3 Anpassung des Fee-Models
4 Anpassungs- und Lösungsnotwendigkeiten
4.1 Financial Modelling
4.2 Strategien
4.3 Operational Improvements
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Finanzmarktkrise 2007 auf das klassische Geschäftsmodell von Private-Equity-Häusern und analysiert, inwieweit eine Anpassung der Vorgehensweise und Strategien notwendig geworden ist, um nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben.
2.2.3 Monitoring and Controlling
Mit erfolgreichem Abschluss des Vertrages beginnt nun die Haltung und Führung des Unternehmens, welches auch unter dem Begriff „Monitoring and Controlling“ bezeichnet wird. In dieser Phase der Private Equity Investition ist der größte Wertsteigerungshebel findbar. Die Haltephase kann in drei Phasen eingeteilt werden – Umstrukturierungsphase, Zentrale Haltephase und die Verkaufsphase. Die Umstrukturierungsphase ist die erste Phase, die umgehend nach der Vertragsabschließung beginnt. Hier werden alle nötigen Veränderungen im neuen Unternehmen vorgenommen. Dazu gehören das Wechseln der Führungskräfte und des Managements, das Akquirieren neuer Mitarbeiter, das Ändern von Anreizsystemen als auch die strategische und operative Umstellung des Unternehmens.
Nach Änderung der Vorkehrungen im Unternehmen beginnt die Phase der zentralen Haltephase. Hierbei wird das Unternehmen nun die bestimmte Investitionszeit lang kontrolliert und geführt, sodass durch die vorherigen Änderungen das Wachstumspotenzial ausgenutzt wird und eine Wertsteigerung erfolgt. Nach erfolgreicher Haltezeit durch Führung und Kontrolle des Unternehmens läuft es in die letzte Phase des Monitoring and Controlling zu, der Verkaufsphase. Hier wird das Unternehmen systematisch und zielbewusst auf einen baldigen Verkauf vorbereitet.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, definiert das Forschungsfeld sowie die Zielsetzung und beschreibt den Aufbau der Bachelor-Thesis.
2 Die Vorstellung des Geschäftsmodells von Private – Equity als eine Möglichkeit von Beteiligungskapital: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des Private-Equity-Geschäftsmodells, Beteiligungsanlässe, Prozessphasen und Wertsteigerungsmethoden erläutert.
3 Herausforderungen für Private Equity – Häuser: Das Kapitel analysiert die Marktentwicklung bis zur Krise und die daraus resultierenden Herausforderungen in den Bereichen Finanzierung, Kapitalbeschaffung und Vergütungsmodelle.
4 Anpassungs- und Lösungsnotwendigkeiten: Hier werden die notwendigen strategischen Neuausrichtungen, operative Verbesserungen und Änderungen im Financial Modelling als Reaktion auf die Krise dargestellt.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Private-Equity-Marktes und dessen Geschäftsmodells.
Private Equity, Finanzmarktkrise, Beteiligungskapital, Geschäftsmodell, Wertsteigerung, Leveraged Buy Out, Finanzierung, Kapitalbeschaffung, Monitoring and Controlling, Exitstrategien, Strategic Innovation, Operational Improvements, Financial Engineering, Management Fees, Marktentwicklung.
Die Arbeit analysiert, wie sich das Geschäftsmodell von Private-Equity-Häusern durch die Finanzmarktkrise 2007 verändert hat und welche Anpassungsnotwendigkeiten für die Branche daraus entstanden sind.
Zentrale Themen sind der Prozess von Private-Equity-Investitionen, die Methoden der Wertschöpfung (wie Financial Engineering oder operative Verbesserungen) sowie die Herausforderungen bei Finanzierung, Kapitalbeschaffung und Vergütungsmodellen nach der Krise.
Das Ziel ist es, zu klären, ob das traditionelle Private-Equity-Modell durch die Krise an Überlebensfähigkeit verloren hat und wie sich der Fokus weg von rein finanziellen hin zu strategischen und operativen Investitionen verschoben hat.
Es handelt sich um eine theoretische und empirische Analyse, die auf der Auswertung aktueller Fachliteratur, Marktdaten (z.B. des BVK und EVCA) sowie branchenspezifischer Trend-Reports von Beratungsunternehmen basiert.
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des Geschäftsmodells dargelegt, gefolgt von einer Analyse der Marktentwicklung und der Herausforderungen nach der Finanzkrise. Abschließend werden konkrete Lösungsstrategien und operative Anpassungen diskutiert.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Private Equity, Wertschöpfungstreiber, Finanzmarktkrise, Leverage-Effekt, Fee-Model und strategische Neuausrichtung charakterisiert.
Die Haltedauer ist stetig angestiegen, von durchschnittlich 3,9 Jahren im Jahr 2004 auf etwa 5,8 Jahre im Jahr 2014, was auf den verstärkten Fokus auf operative und strategische Wertentwicklung zurückzuführen ist.
Kritisiert wurde, dass die Management Fees oft unabhängig vom unternehmerischen Risiko gezahlt wurden und bei steigenden Fondsvolumina zu unverhältnismäßig hohen Vergütungen führten, ohne das Interesse am langfristigen Erfolg ausreichend zu incentivieren.
Aufgrund der Erschöpfung von Potenzialen durch reines Financial Engineering und Multiple Arbitrage gewinnen aktive operative Verbesserungen (z.B. Umstrukturierung, Kostenmanagement) massiv an Bedeutung, um den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.
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