Masterarbeit, 2015
164 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
Die Arbeit befasst sich mit der Wirkung der medialen Darstellung sozialer Ungerechtigkeit in Nachrichten auf politische Einstellungen. Dabei wird der Framing-Ansatz und das psychologische Konstrukt der Ungerechtigkeitssensibilität herangezogen, um die kognitiven, emotionalen und motivationalen Reaktionen auf die Bahnstreiks und die damit einhergehende Berichterstattung zu untersuchen.
Die Einleitung stellt die Problemstellung der Arbeit vor und erläutert den Aufbau der Arbeit. Kapitel 2 führt in den Framing-Ansatz ein, beleuchtet seine Ursprünge in Soziologie und Psychologie und beschreibt den kommunikationswissenschaftlichen Framing-Ansatz. Es wird erläutert, wie Frames im Kommunikationsprozess wirken und welche Arten von Frames es gibt. Kapitel 3 befasst sich mit der Bedeutung von Gerechtigkeit und ihrer Wahrnehmung. Es wird die Ungerechtigkeitssensibilität als Persönlichkeitsdisposition erläutert, die Verarbeitung gerechtigkeitsbezogener Informationen, soziale Perspektiven und emotionale und behaviorale Reaktionen auf wahrgenommenes Unrecht. Kapitel 4 befasst sich mit den Bahnstreiks der GDL in den Jahren 2014 und 2015. Es wird die Chronologie des Tarifkonflikts, das Gesetz zur Tarifeinheit und die Koalitionsfreiheit sowie die Bedeutung von Gerechtigkeitsprinzipien im Tarifkonflikt erläutert. Die Forschungsfragen und Hypothesen werden in Kapitel 5 vorgestellt. Kapitel 6 beschreibt das Studiendesign und die Operationalisierung, während Kapitel 7 die Ergebnisse und Methoden der Studie darstellt. Kapitel 8 diskutiert die Ergebnisse und die in der Arbeit entwickelten Gesamtmodelle. Schließlich werden in Kapitel 9 Limitationen der Studie und in Kapitel 10 das Fazit der Arbeit präsentiert.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Themen Medien-Framing, soziale Ungerechtigkeit, politische Einstellungen, Ungerechtigkeitssensibilität, Bahnstreiks, Tarifkonflikt, emotionale Reaktionen, politische Partizipation.
Durch gezieltes Framing können Medien bestimmte Aspekte eines Konflikts (wie die Bahnstreiks) als gerecht oder ungerecht darstellen, was die kognitiven und emotionalen Reaktionen der Rezipienten maßgeblich steuert.
Dies ist eine Persönlichkeitsdisposition, die beschreibt, wie empfindlich eine Person auf wahrgenommene Ungerechtigkeit reagiert, sei es als Opfer, Beobachter oder Beteiligter.
Die Arbeit zeigt, dass eine hohe Beobachtersensibilität vor allem die Kognition und die Bereitschaft zur aktiven politischen Partizipation fördert.
Emotionen nehmen eine zentrale Stellung im kausalen Gesamtmodell ein; insbesondere Betroffenheit und Opfersensibilität wirken sich stark auf die emotionale Reaktion aus.
Die Untersuchung basiert auf einer experimentellen Online-Studie zu den Bahnstreiks der GDL in den Jahren 2014 und 2015.
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